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Metal Gear Survive im Test: Himmelfahrtskommando ohne Solid Snake

Das erste Metal Gear nach dem Rauswurf von Entwickler Hideo Kojima bietet neben Action in einer düsteren Alternativwelt unter anderem eine merkwürdige Obsession für Essen und Trinken. Frech: Zusätzliche Speicherplätze für die Kampagne kosten in Survive 10 Euro.

Ein Test von veröffentlicht am
Die Hauptfigur von Metal Gear Survive wird durch ein Wurmloch gesaugt.
Die Hauptfigur von Metal Gear Survive wird durch ein Wurmloch gesaugt. (Bild: Konami / Screenshot: Golem.de)

Hunger und Übelkeit - und das im ungünstigsten Augenblick! Erst vor einer halben Stunde haben wir ein paar gebratene Rennmäuse und ein Schaf mit ein paar Litern Wasser heruntergespült. Jetzt liefern wir uns eine Schießerei mit Zombies. Leider verschwimmt uns beim Zielen immer wieder der Blick. Und weil wir kein destilliertes Wasser mehr hatten und uns mit unsauberem helfen mussten, übergeben wir uns auch noch alle paar Minuten. Den Kampf gegen die Untoten gewinnen wir in der Kampagne von Metal Gear Survive zwar knapp, aber unmittelbar nach der Schlacht sterben wir an Entkräftung.

Inhalt:
  1. Metal Gear Survive im Test: Himmelfahrtskommando ohne Solid Snake
  2. Verfügbarkeit und Fazit

Kein Witz: In dem Actionspiel von Konami sind wir vor allem in den ersten paar Stunden intensiv mit der Beschaffung von Essen und Trinken beschäftigt (wesentlich mehr als in Kingdom Come Deliverance übrigens). Dabei hätten wir eigentlich auch so genug zu tun, denn als Söldner der Gruppierung Militaires Sans Frontières sind wir gerade durch ein Wurmloch auf die mysteriöse Welt Dite gesaugt worden.

Survive ist das erste Metal Gear nach dem Rauswurf von Serienschöpfer Hideo Kojima. Das bei Konami produzierte Actionspiel setzt die Reihe nicht fort, sondern ist ein weitgehend unabhängiger Ableger. Den schnauzbärtigen Big Boss (Solid, Snake - je nachdem) bekommen wir nur ganz kurz im langen und serientypisch verworren-komplexen Intro zu sehen. Konkret spielt Survive zwischen dem Prolog Ground Zeroes und dem Hauptspiel The Phantom Pain von Metal Gear Solid 5. Das Aussehen des männlichen oder weiblichen Protagonisten bestimmen wir zu großen Teilen selbst, im Spiel sehen wir unser Alter Ego aus der Rückenansicht.

In der Kampagne von Survive kämpfen wir in offenen Umgebungen darum, wieder durch das Wurmloch in unsere eigene Welt zu gelangen. Unsere Hauptfeinde sind teils riesige Massen an sogenannten Wandelnden, die mit ihrem merkwürdig leuchtenden Mini-Stumpf-Schädel dezent an die Zombies aus The Last of Us erinnern. In Survive sind diese Monster als Kanonenfutter konzipiert: Besondere Angriffsmanöver beherrschen sie nicht. Einen Untoten erledigen wir selbst mit schwachen Waffen fast problemlos. Aber sobald wir zwei Gegner gleichzeitig in unserer Nähe haben, wird die Sache brenzlig.

  • Hier locken wir einen Wandelnden nach dem anderen zu uns und erledigen ihn ohne großes Risiko. (Bild: Konami / Screenshot: Golem.de)
  • Im Intro werden wir Zeuge unserer eigenen Beerdigung. (Bild: Konami / Screenshot: Golem.de)
  • Vor dem Start der Kampagne können wir unseren Protagonisten basteln. (Bild: Konami / Screenshot: Golem.de)
  • Dialoge laufen in diesem merkwürdigen Menü ab. (Bild: Konami / Screenshot: Golem.de)
  • Der rote Kreis in der Mitte bedeutet: Wir haben verseuchtes Wasser getrunken und übergeben uns alle paar Minuten. (Bild: Konami / Screenshot: Golem.de)
  • Nach und nach können wir unsere Basis ausbauen. (Bild: Konami / Screenshot: Golem.de)
  • Um einen weiteren Charakterplatz anlegen zu können... (Bild: Konami / Screenshot: Golem.de)
  • ... müssen wir rund 10 Euro ausgeben. (Bild: Konami / Screenshot: Golem.de)
  • Crafting hat eine zentrale Bedeutung in Survive. (Bild: Konami / Screenshot: Golem.de)
  • Der Coop-Modus schickt uns mit drei anderen Spielern in Missionen. (Bild: Konami / Screenshot: Golem.de)
  • Die Ausrüstung im Coop-Modus können wir zum Teil selbst zusammenstellen. (Bild: Konami / Screenshot: Golem.de)
  • Die Bedienung per Gamepad ist gut gelöst. (Bild: Konami / Screenshot: Golem.de)
Hier locken wir einen Wandelnden nach dem anderen zu uns und erledigen ihn ohne großes Risiko. (Bild: Konami / Screenshot: Golem.de)
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Den zweiten Kampf in Survive führen wir mit der Beschaffung von Nahrung sowie von Rohstoffen, Ausrüstung und weiteren Extras. Dieses Element spielt in Survive eine sehr große Rolle. Wir müssen Schafe jagen, Blumen sammeln, Tische und Fässer zerlegen, an Werkbänken weiterverarbeiten, unser Basislager verstärken, Waffen bauen, die Gegenstände in Truhen hin- und herschieben und auch sonst viel verwalten. Das nimmt sehr viel Spielzeit in Anspruch und benötigt Einarbeitung: Die zahlreichen Menüs sind unübersichtlich, zumindest anfangs kann das zu Frust führen.

Außerdem sind einige Vorgänge überkompliziert in der Bedienung geraten. Eine Eisentonne müssen wir etwa erst mit einem Angriff zerstören, um dann mehrere Einzelteile nacheinander aufzusammeln - einen "Nehme alles in der Nähe"-Befehl gibt es nicht. Für alle Spieler, die Grinding lieben, dürfte Survive trotz dieser Ärgernisse auf Dauer eines der derzeit besten Spiele sein, zumal es relativ langfristig Bauoptionen zum Freischalten gibt - auch Kochrezepte.

Die Spieldauer der Kampagne schätzen wir im Normalfall auf mindestens 20 Stunden - selbst eine ungefähre Angabe ist hier schwierig, weil es tatsächlich sehr viele Freiheiten im Hinblick auf Zusatzaufgaben und Vorgehensweisen gibt. Der Spielstand wird automatisch gesichert. Wer mehr als einen Charakter anlegen möchte, muss für jeden weiteren Speicherplatz 10 Euro ausgeben - in einem Programm wie Survive finden wir das besonders ärgerlich, weil es für uns eigentlich dazugehört, auch mal mit unterschiedlichen Figuren zu experimentieren.

Verfügbarkeit und Fazit 
  1. 1
  2. 2
  3.  


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F4yt 01. Mär 2018

Hoffe immer noch, dass auf basis dieser Version mal ein Remaster o.ä. für andere Systeme...

Garius 27. Feb 2018

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tangonuevo 26. Feb 2018

Kaufs bitte 4 mal, du wirst uns auch ganz dolle damit ärgern, heiliges Ehrenwort.


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