Erstmal 'ne Fluppe, Alter!
Zudem hält Foxhound zwei Männer als Geiseln: Donald Anderson, den Chef der Defense Advanced Research Projects Agency (kurz Darpa) und Kenneth Baker, den Präsidenten des Verteidigungsunternehmens Armstech. Meine primäre Aufgabe besteht darin, die beiden zu befreien. Doch das ist nur der Anfang einer Geschichte um die Rettung der Welt.
Meine Spielfigur heißt Solid Snake, der auch in anderen Metal-Gear-Solid-Episoden die Rolle des Helden übernimmt. Mit ihm kann ich laufen, kriechen, boxen, schießen, Schalter drücken und ... Zigaretten rauchen! Letzteres ist das erste von vielen Markenzeichen, die Hideo Kojimas Spiele zu etwas Besonderem machen.
Denn wenn ich tatsächlich rauche, verliere ich Stück für Stück an Lebensenergie. Ansonsten haben die Zigaretten eigentlich keinen großen Nutzen ... sagt mir zumindest meine Erinnerung.
Das gesamte Schleichkonzept des Spiels war für seine Zeit revolutionär und funktioniert auch heute noch gut. Dies liegt unter anderem an der erstaunlich cleveren KI, die jede Nachlässigkeit sofort bestraft. So registriert sie beispielsweise Fußspuren, die ich im Schnee hinterlasse, und spürt mich gnadenlos in meinem Versteck auf, was es unbedingt zu vermeiden gilt.
Die Gegner in Metal Gear Solid sind sehr aggressiv und schießen mich in Sekunden zu Brei. Zudem kommen ständig neue Feinde hinzu, sobald jemand Alarm schlägt. Sollte das passieren, muss ich mich verstecken und abwarten, bis sich die Situation beruhigt hat.
Zum Glück habe ich ein Radar, das mir sowohl die Positionen der Wachen als auch deren Sichtradius anzeigt. Des Weiteren kann ich mich an eine Wand oder ein Hindernis lehnen, um von der Vogel- in eine Art Schulterperspektive zu schalten. So behalte ich beispielsweise einen langen Gang im Auge und beobachte in Ruhe meine Feinde.
Mein erstes Ziel ist ein Lastenaufzug, über den ich zu einem Hubschrauberlandeplatz gelange. Dort werde ich via Codec-Funk von Commander Roy Campbell kontaktiert, der mir weitere Anweisungen gibt.
Dabei stellt er mir Mei Ling vor, die fortan für das Speichern meiner Spielstände zuständig ist. Was übrigens ein Teil der Story und eines von vielen Beispielen ist, wie das Spiel die vierte Wand durchbricht. Sprich: Metal Gear Solid ist sich bewusst, dass es ein Computerspiel ist.
Ich dringe durch einen schmalen Lüftungsschacht ins Innere der Anlage ein. Dort angekommen, muss ich abseits der patrouillierenden Wachen auf die vielen Kameras achtgeben, die in den Ecken hängen. Glücklicherweise wird mir auch deren Sichtradius auf dem Radar angezeigt, so dass ich mich geschickt an ihnen vorbeimogeln kann.
Danach erreiche ich den nächsten Aufzug, der mir Zugang zu den nächsten beiden Stockwerken gewährt. In einem davon befindet sich die Zelle mit Donald Anderson, die ich über einen weiteren Schacht erreiche. Na, das war aber einfach!
Metal Gear Drama
Der Dialog mit Anderson entpuppt sich als ausufernde, über achtminütige Zwischensequenz. Kurz darauf mache ich Bekanntschaft mit der Söldnerin Meryl, die mir mehr oder weniger freiwillig zur Seite steht. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass Metal Gear Solid in einer Hinsicht nicht gut gealtert ist: beim Frauenbild.
Zwar werden Meryl und Co. als taffe, selbstbewusste Persönlichkeiten dargestellt. Aber das Spiel kann es sich nicht verkneifen, sie mit zweideutigen Kommentaren und anzüglichen Kameraperspektiven zu sexualisieren, die bewusst ihren wackelnden Hintern einfangen. In den 1990er Jahren gab es zwar Schlimmeres, doch Jugendliche von heute könnten die Darstellung schwierig empfinden.
Mein nächstes Ziel ist die Rettung von Kenneth Baker, für den ich unter anderem eine Halle mit mehreren Räumen und Falltüren durchqueren muss. Zudem steht mein erster Kampf gegen einen Endboss bevor: Revolver Ocelot.
Mit ihm liefere ich mir ein kerniges Schussduell, für das ich mehrere Anläufe benötige. Ich muss ständig in Bewegung bleiben und darf nicht blind in Ocelots Schussbahn laufen. Erst wenn er stoppt und nachlädt, kann ich gefahrlos kontern – sofern ich ihm nicht zu sehr auf die Pelle rücke, versteht sich.
Der Kampf entpuppt sich als ein herrlich gut ausbalanciertes Gefecht, das genau die Mitte zwischen nicht zu leicht und nicht zu schwer findet. Obendrein lernt man spätestens hier ein kleines, aber feines Detail der Steuerung zu schätzen: Man schießt nicht, sobald man den Schussknopf drückt, sondern erst, wenn man ihn loslässt. So kann der Spieler nämlich viel exakter den Gegner anvisieren, während er die Taste gedrückt hält.
Der nachfolgende Dialog mit Baker beinhaltet eine weitere typische Kojima-Idee: Ich soll mich mit Meryl in Verbindung setzen und sie via Codec kontaktieren. Doof nur, dass Baker sich nicht mehr an die Rufnummer erinnert. Er weiß nur, dass er sie auf irgendeiner CD-Hülle gesehen hat.
Die Auflösung ist so dämlich wie genial: Mit der Hülle ist jene des Spiels gemeint! Tatsächlich ist auf deren Rückseite ein Screenshot abgebildet, der einen Codec-Dialog zwischen Snake und Meryl inklusive Rufnummer zeigt.
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| Metal Gear: Solid Snake begeistert mich seit 25 Jahren! | Metal Gear Solid: Geniale Steuerung |










Dass sind die, die sich beschweren, dass sie keine abkriegen, obwohl sie doch dafür...
Und noch dazu sieht es unglaublich cool aus.
Ich hatte damals das Original auf der Playstation gespielt und als ich keine Playstation...
1. Ist tatsächlich ein Fehler passiert vs. "voller Fehler" - führst auch nur einen auf 2...