Metadaten: Signal-Messenger verbirgt Absender

Der verschlüsselte Messenger Signal unterstützt in der Betaversion ein Feature, bei dem Nachrichten so verschickt werden, dass der Server nicht weiß, von wem die Nachricht stammt. Wer der Absender ist, sieht nur der Empfänger.

Artikel veröffentlicht am , Hanno Böck
Ein Brief kommt auch ohne Absenderadresse an, der Empfänger genügt. Das soll bald auch beim Kryptomessenger Signal möglich sein.
Ein Brief kommt auch ohne Absenderadresse an, der Empfänger genügt. Das soll bald auch beim Kryptomessenger Signal möglich sein. (Bild: Wikimedia Commons)

Die Entwickler des Signal-Messengers wollen die Metadaten reduzieren, auf die der Server bei der Nachrichtenübertragung Zugriff hat. Signal-Entwickler Joshua Lund erklärt in einem Blog-Post, wie man künftig Nachrichten ermöglichen will, die ohne sichtbaren Absender verschickt werden.

Stellenmarkt
  1. IT-Systemadministrator Linux (m/w/d)
    Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), München, Bayreuth
  2. Systemmanager (m/w/d) SAP BW
    Flughafen Köln/Bonn GmbH, Köln
Detailsuche

Lund vergleicht die Signal-Nachrichten mit einem Brief. Auf dem Brief stehen üblicherweise eine Empfängeradresse und ein Absender, allerdings ist Letztere nicht nötig. Der Brief kann auch ohne Absender korrekt zugestellt werden.

Bisher kennt der Server den Absender

Bisher muss sich ein Client beim Signal-Server anmelden, um eine Nachricht zum Versand einzuliefern. Das erfolgt laut Lund aus zwei Gründen: Zum einen kann so mittels Ratelimiting verhindert werden, dass ein Nutzer massenhaft Nachrichten verschickt, zum anderen findet so eine Authentifizierung des Absenders statt.

Um Letzteres künftig zu erreichen, kann ein Client vom Server ein temporäres Senderzertifikat abrufen. Dieses Zertifikat kann der Absender dann an seine Nachricht anfügen - allerdings verschlüsselt. Die Prüfung findet auf Seiten des Empfängers statt. Somit kann der Server dieses Senderzertifikat nicht sehen.

Golem Karrierewelt
  1. Masterclass Data Science mit Pandas & Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    13./14.03.2023, Virtuell
  2. Adobe Photoshop Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    05.-07.12.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Weiterhin muss ein Client für absenderlose Nachrichten einen Token mitschicken, den er aus dem Profil des Empfängers erhalten kann. Wichtig dabei: Die Profile bei Signal werden ebenfalls als verschlüsselte Nachrichten verteilt. Sie sind nur für die Kontakte eines Nutzers und für Personen und Gruppen, denen man explizit Zugriff darauf gewährt, sichtbar. Der Server kennt die Profile nicht.

Die Idee dabei: Die neue Funktion kann nur von bereits bestehenden Kontakten genutzt werden. Das Rate-Limiting greift hier nicht, aber die Wahrscheinlichkeit, dass jemand von seinen persönlichen Kontakten massenhaft Nachrichten oder Spam erhält, ist deutlich geringer.

"Sealed Sender" in Betaversion verfügbar

Alternativ bietet Signal auch eine Option, generell von allen Absendern solche neuen Nachrichten zu akzeptieren - was aber dann beispielsweise auch von Spammern missbraucht werden könnte.

Die neue Option, die von Signal als Sealed Sender bezeichnet wird, soll in den nächsten Tagen in einer Betaversion zur Verfügung gestellt werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


MasterKeule 30. Okt 2018

... sollte ja nach wie vor möglich sein, insofern scheint mir das keine brauchbare Lösung...

buntspexxt 30. Okt 2018

Mehr dazu im Artikel von arstechnica hier: -> https://arstechnica.com/information...

TrollNo1 30. Okt 2018

Nur solche Menschen nutzen so fiese Versteckmechanismen und das gehört generell verboten...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ende von Google Stadia
Google enttäuscht einige Nutzer von Stadia erneut

Google versprach eine Rückerstattung aller Käufe in dem eingestellten Cloudgaming-Dienst. Manche Kunden bekommen jedoch teils nur Play-Guthaben zurück.
Ein Bericht von Daniel Ziegener

Ende von Google Stadia: Google enttäuscht einige Nutzer von Stadia erneut
Artikel
  1. Wasp-39b: James-Webb-Teleskop analysiert Atmosphäre eines Exoplaneten
    Wasp-39b
    James-Webb-Teleskop analysiert Atmosphäre eines Exoplaneten

    Erstmals ist es einem Forscherteam gelungen, die Atmosphäre eines Exoplaneten zu entschlüsseln. Die Daten lieferte das James-Webb-Weltraumteleskop.

  2. 84 Prozent der deutschen Firmen von Cyberattacken betroffen
     
    84 Prozent der deutschen Firmen von Cyberattacken betroffen

    Cyberattacken verursachen jährliche Schäden von über 200 Milliarden Euro und betreffen 84 Prozent der deutschen Firmen. Sicherheit verspricht die Aktualisierung der IT-Infrastruktur.
    Sponsored Post von Microsoft

  3. Elektro-Lkw: Tesla Semi fährt 800 km mit einer Akkuladung
    Elektro-Lkw
    Tesla Semi fährt 800 km mit einer Akkuladung

    Der Elektrosattelschlepper Tesla Semi hat seine erste Fahrt über 800 km mit einer einzigen Akkuladung absolviert.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Monday bei Media Markt & Saturn • Nur noch heute: Black Friday Woche bei Amazon & NBB • MindStar: Intel Core i7 12700K 359€ • Gigabyte RX 6900 XT 799€ • Xbox Series S 222€ • Gamesplanet Winter Sale - neue Angebote • WD_BLACK SN850 1TB 129€ [Werbung]
    •  /