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Meta zum Handeln aufgefordert: EU sieht große Suchtgefahr bei Facebook und Instagram

Meta muss auf die Ergebnisse einer EU-Untersuchung zur Suchtgefahr auf Facebook und Instagram reagieren, um eine Strafzahlung zu vermeiden.
/ Mike Faust
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Reagiert Meta nicht zufriedenstellend, könnte die Strafe mehr als 12 Milliarden Euro betragen. (Bild: JC MILHET/Hans Lucas/AFP via Getty Images)
Reagiert Meta nicht zufriedenstellend, könnte die Strafe mehr als 12 Milliarden Euro betragen. Bild: JC MILHET/Hans Lucas/AFP via Getty Images

Laut den vorläufigen Ergebnissen einer Untersuchung der EU bergen die zu Meta gehörenden Plattformen Instagram und Facebook eine große Suchtgefahr für Kinder und Jugendliche.

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, kritisiert die Europäische Kommission unter anderem die stark personalisierten Empfehlungen und das automatische Abspielen immer neuer Videos. Das endlose Weiterscrollen durch Inhalte, ohne dass der Nutzer zu einer Pause angehalten werden, und Benachrichtigungen, die zur Rückkehr auf die App motivieren sollen, werden als weitere suchterzeugende Faktoren genannt.

Meta muss nun auf die Ergebnisse der Kommission reagieren und hat die Möglichkeit, die Ergebnisse der Untersuchung zu entkräften oder Änderungen an den Plattformen vorzunehmen. Kommt der Konzern dem nicht nach, droht eine Strafe in Höhe von bis zu sechs Prozent des Jahresumsatzes, was bei Meta mehr als 12 Milliarden Euro betragen könnte.

Zeitmanagement-Tools und Kindersicherung nicht ausreichend

Bisherige Versuche von Meta, die Suchtgefahr für Minderjährige und anfällige Erwachsene zu reduzieren, sieht die EU-Kommission als nicht ausreichend an. Zeitmanagement-Tools für Kinder, etwa ein Tageslimit oder Pausenzeiten, lassen sich den Angaben zufolge zu leicht abschalten. Andere Funktionen der Kindersicherung von Instagram und Facebook erforderten zudem ausreichend technische Kenntnisse der Eltern, die sich darüber hinaus die Mühe machen müssten, diese wirklich zu verstehen, heißt es weiter.

Als beispielhafte Maßnahmen schlägt die EU-Kommission vor, das endlose Weiterscrollen und automatische Abspielen von Videos zu deaktivieren, wirksame Bildschirmpausen einzuführen und Empfehlungen für Inhalte weniger auf die Nutzerinteraktion auszurichten.

In einem weiteren Verfahren ermittelt die EU gegen Meta, um das in den Nutzungsbedingungen von Instagram und Facebook festgelegte Mindestalter von 13 Jahren wirksam durchzusetzen. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden auch für die Diskussion um ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche wichtig sein, da sich dieses von den einzelnen Mitgliedstaaten schwerer durchsetzen lässt als eine einheitliche Regelung auf EU-Ebene.


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