Meta Ray-Ban: EU weicht Batterieverordnung für Smart Glasses auf
Die EU-Kommission hat eine Ausnahme bei der Batterieverordnung vorgestellt. Demnach sollen bestimmte kleine Elektrogeräte von der Vorschrift ausgenommen sein, dass die eingebauten Akkus ohne Spezialwerkzeug leicht zu entnehmen sein müssen.
Die Ausnahme betrifft Geräte wie Smartwatches, Fitness-Tracker sowie Smart Glasses. Im März 2023 bemängelte der US-Botschafter bei der EU, Andrew Puzder, dass die Batterieverordnung so streng sei, dass sie den Verkauf von Metas Smart Glasses beeinträchtige. Entsprechend vermutet Politico(öffnet im neuen Fenster) politischen Druck hinter der Entscheidung, derartige Geräte von der Verordnung auszunehmen.
Einem Sprecher der EU-Kommission zufolge soll die Behörde nicht auf Druck anderer gehandelt haben. Stattdessen soll die Entscheidung gefallen sein, nachdem "eine umfassende öffentliche Konsultation mit Verbraucherverbänden, Vertretern der Industrie und den Mitgliedstaaten" stattgefunden habe.
Geräte mit fest verbauten Akkus sind einfacher zu produzieren
Von der Regelung profitieren auch andere Hersteller, wie etwa Apple, Google oder Samsung, die Wearables herstellen. Zudem wird vermutet, dass die Unternehmen auch in den Markt der Smart Glasses einsteigen wollen. Vor allem die Datenbrillen bieten wenig Platz für die Elektronik; für Hersteller ist es aufwendiger und teurer, die Akkus so einzubauen, dass sie leicht auszutauschen sind.
Metas Smart Glasses sind bereits in der EU erhältlich; ab 2027, wenn die Batterieverordnung greift, müsste das Unternehmen die Brille aber komplett umrüsten. Ein derart kurzer Produktionszyklus dürfte sich für Meta kaum lohnen.
Die Verkäufe sind im Vergleich mit den USA in der EU noch nicht besonders hoch. Das könnte auch an Datenschutzbedenken liegen. Die Brillen haben Kameras, die – trotz LED-Signalleuchte – relativ unauffällig filmen können. Zudem gibt es mittlerweile eine regelrechte Industrie, die sich auf die Deaktivierung des Signallichts spezialisiert hat.
Meta soll Gesichtserkennung planen
Außerdem gibt es immer wieder Gerüchte, dass Meta eine Gesichtserkennung in seine Smart Glasses einbauen will. Der schwedischen Tageszeitung Svenska Dagbladet(öffnet im neuen Fenster) zufolge sollen zudem Meta-Mitarbeiter private Aufnahmen von Meta-Nutzern eingesehen und für KI-Training verwendet haben.
- Anzeige Hier geht es zum Meta Quest 3 mit Asgarth's Wrath 2 bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.


