Meta: Facebook plant 30 Prozent KI-gesteuerte Inhalte in Timeline

Bei der Bekanntgabe von Geschäftszahlen hat Meta-Chef Mark Zuckerberg seine Pläne(öffnet im neuen Fenster) für die Timeline der Nutzer auf Facebook mitgeteilt. In den kommenden Monaten soll der Anteil von Empfehlungen in der Zeitleiste mehr als verdoppelt werden, schreibt Zuckerberg. Derzeit liege er bei etwa 15 Prozent.
Bei Instagram sei der Anteil derzeit sogar noch etwas höher, auch hier werde eine Quote von rund 30 Prozent angestrebt. In beiden Netzwerken werden diese Empfehlungen von der KI ausgesucht.
Dabei handelt es sich um Inhalte von Quellen, denen die Nutzer nicht folgen und mit denen sie ursprünglich auch nicht anderweitig verbunden sind.
Das große Vorbild - das Zuckerberg nicht nennt - ist Tiktok, das mit KI-gesteuerten Inhalten momentan sehr erfolgreich ist. Vereinfacht gesagt, testet Tiktok die neu von den Nutzern erstellten Inhalte erst mit einer kleinen Anzahl anderer Mitglieder.
Was dort gut ankommt, wird dann in Kaskaden an immer mehr Mitglieder ausgespielt - unabhängig davon, ob diese in irgendeiner Verbindung mit dem ursprünglichen Inhalteersteller stehen.
Meta dürfte sich mit Facebook und Instagram diesem Prinzip wohl immer mehr annähern. Der Konzern steht auch finanziell unter Druck: Erstmals in einem Quartal musste er einen Umsatzrückgang hinnehmen.
Die Konzernerlöse sanken in den Monaten Mai bis Juni 2022 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um rund ein Prozent auf 28,8 Milliarden US-Dollar. Grund seien unter anderem ungünstige Wechselkurse, so das Unternehmen.
FED klagt gegen Kauf von Within Unlimited
Immerhin: Die Zahl der Nutzer, die täglich auf mindestens eine App des Konzerns zugreifen, stieg innerhalb von drei Monaten von 2,87 auf rund 2,88 Milliarden. Bei Facebook gab es einen Zuwachs von 1,96 auf 1,97 Milliarden tägliche Nutzer.
Probleme hat Meta derzeit mit dem Ausbau des Metaversum: Die für Kartellangelegenheiten zuständige Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) kündigte an, gegen die Übernahme des Virtual-Reality-Entwicklerstudios Within Unlimited zu klagen, wie unter anderem Reuters meldete(öffnet im neuen Fenster) . Meta hatte im Oktober 2021 angekündigt, die Firma kaufen zu wollen.



