Abo
  • Services:
Anzeige
Meta-Ex bei ihrem Auftritt in der C-Base
Meta-Ex bei ihrem Auftritt in der C-Base (Bild: Golem.de)

Meta-ex Code macht Musik

Statt Gitarre und Schlagzeug nutzt die Band Meta-ex zwei Rechner und programmiert ihre Musik live in dem Lisp-Dialekt Clojure. Das Publikum sieht dabei per Beamer, was im Editor der Musiker passiert. Sie sagen: Nur so kann elektronische Musik tatsächlich live aufgeführt werden.

Anzeige

Er drücke eigentlich nur ein paar Knöpfe, sagt der Chemiker Jonathan Graham und zeigt auf die Midi-Keyboards auf dem Tisch. Auch Sam Aaron, immerhin Forscher am Computer Laboratory der Universität Cambridge, würde sich selbst nicht als guten Programmierer bezeichnen. Dennoch tragen die beiden Mitglieder der Band Meta-ex zu ihrem Auftritt in der Berliner C-Base T-Shirts mit der Aufschrift "Programmer". Damit wollen sie ein Zeichen setzen, denn sie programmieren Musik, in Echtzeit, in dem Lisp-Dialekt Clojure.

Statt einfach nur an ein paar Reglern zu drehen wie einige zeitgenössische Elektromusiker, wollen sie live auftreten. Und die Meta-ex-Musiker glauben, dass bei elektronischer Musik Quellcode am besten dazu geeignet ist, das umzusetzen. Wie geübte Gitarrenspieler einem Konzert von Jimmy Hendrix soll das Publikum bei Meta-ex den Programmierern folgen können. Dazu wird der zu bearbeitende Code per Beamer an die Wand hinter den Bandmitgliedern projiziert.

Live-Coding

Die Idee des Live-Codings, also in Echtzeit zu programmieren, ist nicht sonderlich neu. Es gibt bereits einige Live-Coding-Bands und einzelne Elektroakustiker, die regelmäßig öffentlich auftreten. Meist entstammen die Musiker einem akademischen Umfeld und ergründen während ihrer Performances die Grenzen der Musik - etwa, indem mit einem leeren Editor gestartet wird und es erst einige Minuten dauert, bis überhaupt ein erster Klang entsteht. Häufig sind die Auftritte auch Noise-Experimente.

Doch obwohl Meta-ex ihre Musik auch als Live-Performance beschreiben und diese oft improvisiert ist, entspricht die Band nicht dem etwas klischeehaft beschriebenen Bild der Live-Coding-Band. Denn Strukturen wie Rhythmus, Takt oder auch Melodie werden nicht völlig aufgelöst, sondern genutzt, um fast schon tanzbare Musik zu erzeugen. Auch beginnen die zwei Musiker ihre Auftritte nicht mit einem leeren Editor, sondern sie verwenden bereits erstellte Synthesizer und andere Objekte als Ausgangspunkt.

Overtone, ein Supercollider-Client 

eye home zur Startseite
Lord Gamma 17. Nov 2013

Hatte ich auch gelesen und an folgendes Video gedacht: http://www.youtube.com/watch?v...

Anonymer Nutzer 17. Nov 2013

Stimmt...spiele selbst Gitarre. Genau das ist doch der springende Punkt....hier geht...

derKlaus 15. Nov 2013

Na, das würde ich nicht sagen. Ich hab vor ein Paar Jahren ein Interview mit Klaus...

Crapple 15. Nov 2013

Gute Künstler erschafen Kunst, talentlose Künstler reden immer nur über Kunst. Was...

derKlaus 15. Nov 2013

Elektronische Musik ist ja nicht gleich elektronische Musik. Guck Dir mal aktuelle...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Fresenius Kabi Deutschland GmbH, Oberursel
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  3. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn
  4. DIEBOLD NIXDORF, Paderborn


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. ab 129,99€
  3. 49,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Range Extender

    Mazda plant Elektroauto mit Wankelmotor

  2. Autonomes Fahren

    Uber stoppt nach Unfall Versuch mit selbstfahrenden Taxis

  3. Elektroauto

    Tesla Model 3 soll weiter kommen als der Ampera-E

  4. Blizzard

    Starcraft Remastered erscheint im Sommer 2017

  5. Atom-Unfall

    WD erweitert Support für NAS mit Intels fehlerhaftem Atom

  6. SecurityWatchScam ID

    T-Mobile blockiert Spam-Anrufe

  7. AT&T

    USA bauen Millionen Glasfaserverbindungen

  8. Super Mario Run

    Nintendo bleibt trotz Enttäuschung beim Bezahlmodell

  9. Samsung

    Galaxy Note 7 wird per Update endgültig lahmgelegt

  10. The Ringed City

    From Software zeigt Abschluss von Dark Souls 3 im Trailer



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Videostreaming im Zug: Maxdome umwirbt Bahnfahrer bei Tempo 230
Videostreaming im Zug
Maxdome umwirbt Bahnfahrer bei Tempo 230
  1. Hollywood Filmstudios wollen Filme kurz nach Kinostart streamen
  2. USA Google will Kabelfernsehen über Youtube streamen
  3. Verband DVD-Verleih in Deutschland geht wegen Netflix zurück

Buch - Apple intern: "Die behandeln uns wie Sklaven"
Buch - Apple intern
"Die behandeln uns wie Sklaven"
  1. Übernahme Apple kauft iOS-Automatisierungs-Tool Workflow
  2. Instandsetzung Apple macht iPhone-Reparaturen teurer
  3. Earbuds mit Sensor Apple beantragt Patent auf biometrische Kopfhörer

Lithium-Akkus: Durchbruch verzweifelt gesucht
Lithium-Akkus
Durchbruch verzweifelt gesucht
  1. Super MCharge Smartphone-Akku in 20 Minuten voll geladen
  2. Brandgefahr HP ruft über 100.000 Notebook-Akkus zurück
  3. Brandgefahr Akku mit eingebautem Feuerlöscher

  1. Re: Auch ohne Battle.Net ?

    |=H | 08:30

  2. Re: Macht die Dinger handlicher

    onkel hotte | 08:30

  3. Re: Ipad Air noch nutzbar?

    feierabend | 08:26

  4. Re: Online Gängelung

    Phantom | 08:24

  5. Re: So etwas hätte meine Mutter vor 5 Jahren...

    chefin | 08:18


  1. 07:50

  2. 07:36

  3. 07:14

  4. 19:03

  5. 14:32

  6. 14:16

  7. 13:00

  8. 15:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel