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Meta-Ex bei ihrem Auftritt in der C-Base
Meta-Ex bei ihrem Auftritt in der C-Base (Bild: Golem.de)

Overtone, ein Supercollider-Client

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Um ihre Art der elektronischen Live-Musik zu spielen, benutzen Meta-ex das Framework Overtone. Dieses ist aber selbst nur ein Client für den Supercollider-Server. Der unter der GPL stehende Server erzeugt letztlich die Klänge, ermöglicht das Vermischen und Bearbeiten in Echtzeit und kann mit mehreren Clients benutzt werden. Wegen dieser Eigenschaften wird Supercollider von bekannten Musikern wie Aphex Twin zur Musikproduktion genutzt. Overtone ermöglicht es, auf einen extern laufenden Supercollider-Server über das Netzwerk zuzugreifen, kann den Server aber auch lokal starten. Unter Linux wird zusätzlich der Soundserver Jack verwendet.

Aus der Sicht von Sam Aaron hat die in Supercollider integrierte Sprache mit C-artiger Syntax aber einige Nachteile, weshalb er an Overtone arbeitet, dessen Hauptentwickler er ist. Das Framework ist komplett in dem Lisp-Dialekt Clojure geschrieben und hat damit den Vorteil, dass der Code gleichzeitig als Programm-Interface dient und "nicht nur Mittel zum Zweck ist", wie Aaron im Interview sagt. Overtone steht unter MIT-Lizenz auf Github samt Installationsanleitung zum Download bereit.

Lisp und REPL

Die Besonderheit Lisp-artiger Sprachen wie Clojure ist außerdem, wie diese ausgeführt werden, nämlich im sogenannten Read-Evalute-Print-Loop (REPL). Das heißt, der Code wird eingelesen und evaluiert und das Ergebnis dargestellt, und das lässt sich schließlich wiederholen. Klassischerweise geschieht dies mit einem REPL-Kommandozeilen-Tool. Aber über eine Art Client-Server-Modell können ebenso über den Editor als Client die Befehle an einen REPL-Server geschickt werden. Entsprechende Skripte stehen zum Beispiel für Vim bereit, mit Emacs-Live stellt Aaron auch eine angepasste Version des GNU-Editors zur Verfügung.

Vereinfacht erklärt reicht es aus, einen Synthesizer mit den Mitteln von Overtone zu schreiben und diesen im Editor zu evaluieren; über Supercollider dringt der Klang dann zu den Lautsprechern. Während ein Sound läuft, lässt er sich live modifizieren, etwa die Tonhöhe oder die Lautstärke ändern. Dazu muss nur die entsprechende Zeile Code evaluiert werden.

Overtone besticht auch mit der verblüffenden Einfachheit, mit der Klangobjekte erzeugt werden können: Ein Klon des unter Elektromusikern geradezu legendären Roland TB-303 umfasst nur wenige Zeilen Code, der sich dazu noch vergleichsweise leicht lesen lässt.

 Meta-ex: Code macht MusikWie mit Ton und Töpferscheibe 

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Lord Gamma 17. Nov 2013

Hatte ich auch gelesen und an folgendes Video gedacht: http://www.youtube.com/watch?v...

Anonymer Nutzer 17. Nov 2013

Stimmt...spiele selbst Gitarre. Genau das ist doch der springende Punkt....hier geht...

derKlaus 15. Nov 2013

Na, das würde ich nicht sagen. Ich hab vor ein Paar Jahren ein Interview mit Klaus...

Crapple 15. Nov 2013

Gute Künstler erschafen Kunst, talentlose Künstler reden immer nur über Kunst. Was...

derKlaus 15. Nov 2013

Elektronische Musik ist ja nicht gleich elektronische Musik. Guck Dir mal aktuelle...



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