Meta Compute: Meta startet Milliarden-Offensive für KI-Infrastruktur

Meta hat eine Initiative zum Aufbau seiner KI-Infrastruktur angekündigt(öffnet im neuen Fenster) . Die neue Einheit Meta Compute soll weltweit Rechenzentren und Lieferantenbeziehungen koordinieren, um die KI-Strategie des Social-Media-Konzerns voranzutreiben.
CEO Mark Zuckerberg stellte die Organisationsstruktur in einem Threads-Post(öffnet im neuen Fenster) vor und benannte Santosh Janardhan und Daniel Gross als Co-Leiter. Janardhan, der bereits die globale Infrastruktur bei Meta verantwortet, bleibt für den technischen Betrieb und die Rechenzentren zuständig. Gross übernimmt eine neu geschaffene Abteilung für Kapazitätsplanung und Geschäftspartnerschaften.
Konkrete Details zum Zeitplan und zu Standorten neuer Rechenzentren nannte Meta nicht. Mehrere Technologiekonzerne verfolgen ähnliche Infrastruktur-Investitionen, was zu Konkurrenz um Energieressourcen und Baukapazitäten führt.
Superintelligenz als Ziel
Der Fokus des Meta-Projekts liegt auf nichts weiter als der Entwicklung von Superintelligenz – KI-Systemen, die menschliche kognitive Fähigkeiten erreichen oder übertreffen könnten. Dafür will Meta seine Rechenkapazitäten massiv ausbauen.
Gigantischer Energiebedarf geplant
Zuckerberg kündigte an, in diesem Jahrzehnt Dutzende Gigawatt Stromkapazität aufbauen zu wollen – in späteren Jahren sollen es Hunderte Gigawatt werden. Das entspricht dem Energieverbrauch kleinerer Staaten oder Megacitys.
Meta schloss kürzlich 20-jährige Stromabnahmeverträge mit Vistra ab und sichert sich damit Elektrizität aus drei Atomkraftwerken in den USA. Zusätzlich kooperiert der Konzern mit zwei Firmen, die an kleinen modularen Reaktoren arbeiten.
Die Infrastruktur-Pläne passen zum Branchentrend: Technologieunternehmen suchen verstärkt nach zuverlässigen Stromquellen. Rechenzentren und KI-Anwendungen haben zu steigendem Strombedarf in den USA geführt – nach 20 Jahren relativer Stabilität.