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Meta-Chef ignoriert Realität: Mark Zuckerberg träumt von positiver KI-Zukunft

Mark Zuckerbergs Vorstellungen einer Zukunft mit KI enthalten viele Floskeln und kaum Neues.
/ Mike Faust
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Mark Zuckerberg zeichnet ein positives Bild der Zukunft mit KI. (Bild: Kevin Dietsch/Getty Images)
Mark Zuckerberg zeichnet ein positives Bild der Zukunft mit KI. Bild: Kevin Dietsch/Getty Images

Meta-Chef Mark Zuckerberg hat in einem ausführlichen Text(öffnet im neuen Fenster) seine Vorstellung einer von künstlicher Intelligenz geprägten Zukunft dargelegt. Diese basiere auf einer individuellen Stärkung des Einzelnen statt auf einer zentralisierten Macht und sei grundsätzlich positiv. Eine Superintelligenz solle als Werkzeug für menschliche Erfindungen dienen und den Wohlstand, die Gesundheit und persönliche Freiheiten weltweit fördern, so Zuckerberg.

Der breite Zugang zu Open-Source-Modellen soll dabei Risiken wie Machtmissbrauch und technologische Instabilität minimieren. Hierfür plane Meta die Bereitstellung persönlicher KI-Assistenten, die Anwender bei der Arbeit, beim Lernen und im Alltag unterstützen, während deren persönliche Daten geschützt blieben, heißt es weiter.

Zuckerberg plädiert zudem für eine enge Kooperation zwischen Technologieunternehmen und Regierungen, um die nationale Sicherheit zu gewährleisten, ohne dabei die globale Wettbewerbsfähigkeit oder die persönliche Souveränität einzuschränken.

Zuckerberg verkennt die Realität

Laut Techcrunch(öffnet im neuen Fenster) ist Mark Zuckerberg als Person und Facebook als Produkt bei der US-amerikanischen Öffentlichkeit unbeliebt. Neben der weitverbreiteten Meinung, dass soziale Medien für die Demokratie schädlich sind, liegt dies auch an Urteilen, wie etwa einer kürzlich verhängten Geldstrafe gegen Meta in Höhe von 375 Millionen US-Dollar, weil der Konzern Kinder nicht ausreichend vor schädlichen Inhalten schützte.

Wenn Zuckerberg nun von einem persönlichen KI-Assistenten spricht, der jeder Person zur Verfügung stehen soll, wird es sich dabei sicherlich um ein Produkt handeln, das Meta verkaufen möchte.

Dass KI beim Lernen helfen soll, entspricht derzeit auch nicht der gelebten Realität. Statt KI-Chatbots als Lerntools zu verwenden, benutzen Schüler und Studenten diese, um Hausaufgaben, Hausarbeiten und Ähnliches zu umgehen, also um das Lernen zu vermeiden. Zudem schwächen KI-Tools laut Studien die kognitive Ausdauer und Problemlösungskompetenz. Chatbots, wie ChatGPT, Gemini und Claude können zudem bereits heute schon alles, was Zuckerberg in seiner Zukunftsvision beschreibt.


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