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Meta AI: EU droht Meta wegen KI in Whatsapp mit Maßnahmen

Metas Whatsapp lässt laut EU-Kommission nur seine eigene KI zu. Das verstößt aus Kommissionssicht gegen EU-Recht.
/ Tobias Költzsch und dpa
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Meta hat wegen Whatsapp weiterhin Ärger mit der EU. (Bild: Kirill KUDRYAVTSEV / AFP via Getty Images)
Meta hat wegen Whatsapp weiterhin Ärger mit der EU. Bild: Kirill KUDRYAVTSEV / AFP via Getty Images

Die Europäische Kommission setzt Meta wegen Whatsapp weiter unter Druck. Hintergrund ist, dass Meta nach Angaben der Behörde(öffnet im neuen Fenster) nur dem eigenen KI-Assistenten Zugang zum Messenger-Dienst Whatsapp gibt und damit nach vorläufigen Ergebnissen gegen Wettbewerbsrecht verstößt.

Die Wettbewerbshüter drohen dem Konzern deshalb erneut mit einstweiligen Maßnahmen, um "schweren und irreparablen Schaden für den Markt" zu verhindern. Meta könnte noch versuchen, dies abzuwenden. Zudem ist die laufende Untersuchung in dem Fall noch nicht endgültig abgeschlossen. Bis wann die Ermittlungen beendet sind, bleibt unklar – eine gesetzliche Frist gibt es nicht.

Die EU-Kommission untersucht den Fall seit Dezember 2025. Der US-Konzern hatte demnach im Oktober 2025 angekündigt, Konkurrenzanbieter von KI faktisch von seinem Messengerdienst auszuschließen – und setzt dies aus EU-Sicht trotz der laufenden Untersuchung seit Mitte Januar 2026 um.

Nutzer können keine alternativen KIs mit Whatsapp nutzen

Das Vorgehen führt laut EU-Kommission dazu, dass für Nutzerinnen und Nutzer nur Metas eigene KI (Meta AI) zur Verfügung steht. Der KI-Chatbot kann Texte zusammenfassen, übersetzen, erstellen sowie Fragen beantworten und nutzt dabei auch aktuelle Informationen aus dem Internet. Er funktioniert ähnlich wie ChatGPT, Gemini und andere KI-Modelle. Wer die KI nutzen möchte, kann dafür in der App einen Chat mit ihr starten.

Anfang Februar 2026 drohte die EU Meta bereits damit, den Zugang für Konkurrenten auf dem KI-Markt mit Zwangsmaßnahmen wiederherzustellen. Meta kündigte daraufhin Anfang März Änderungen an; doch diese kämen faktisch dem bisherigen Zugangsverbot gleich, schreibt die EU-Kommission nun. Die nun angekündigten einstweiligen Maßnahmen würden so lange in Kraft bleiben, bis die Kommission ihre Untersuchung abgeschlossen und eine endgültige Entscheidung über das Verhalten von Meta getroffen habe, teilte sie mit.

Ein Sprecher von Meta hatte im Februar 2026 mitgeteilt, es gebe für die EU keinen Grund einzugreifen. "Es gibt viele KI-Optionen, die über App-Stores, Betriebssysteme, Geräte, Websites und Industriepartnerschaften genutzt werden können", argumentierte der Sprecher. Die EU-Kommission gehe fälschlicherweise davon aus, dass die Schnittstelle bei Whatsapp ein wichtiger Vertriebskanal für diese Chatbots sei.

Nicht das erste EU-Verfahren gegen Meta

Gegen den Facebook-Konzern Meta laufen bereits Verfahren der EU wegen Verstößen gegen europäische Digitalgesetze. Ihm drohten etwa wegen mangelnder Datentransparenz und des Umgangs mit illegalen Inhalten auf seinen Plattformen hohe Geldstrafen, teilte die Kommission Ende Oktober mit.


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