Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Meta: 1.500 Mitarbeiter verlieren Jobs im Metaverse-Exodus

Meta streicht rund 10 Prozent der Belegschaft in seiner VR-Sparte. Das Metaverse bleibt ein Milliardengrab – jetzt fließt das Geld in Brillen.
/ Andreas Donath
1 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Besser als das Metaverse laufen Smart Glasses. (Bild: Martin Böckmann/Golem.de)
Besser als das Metaverse laufen Smart Glasses. Bild: Martin Böckmann/Golem.de

Die Gerüchte sind wahr geworden : Meta hat 1.500 Mitarbeiter seiner Reality-Labs-Abteilung entlassen, etwa zehn Prozent der Belegschaft, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) . Die Sparte entwickelt Virtual- und Augmented-Reality-Produkte, vor allem aber das Metaverse, das seit der Umbenennung von Facebook zu Meta im Jahr 2021 als nächste große Sache gelten sollte.

Was ist passiert? – Vom Metaverse zur KI-Wearables

Der Stellenabbau folgt einer Ankündigung vom letzten Monat: Meta will weniger in Metaverse-Technologie investieren und mehr in KI-fähige Wearables. Das Problem: Die Nutzer wollen das Metaverse nicht. Horizon Worlds, Metas Vorzeigeplattform, habe 2022 weniger als 200.000 monatlich aktive Nutzer gehabt, berichtet das WSJ. Viele virtuelle Räume blieben komplett verwaist.

In den letzten zwei Jahren schwenkte Meta auf KI um – wie die gesamte Tech-Branche. Die Investitionsausgaben erreichten dem Bericht nach im vergangenen Jahr 72 Milliarden Dollar, weitere Milliarden sollen folgen. Für KI-Forscher zahlt Meta Gehälter im mehrstelligen Millionenbereich . Meta kaufte das KI-Start-up Manus für über zwei Milliarden Dollar .

Wie ging es weiter? – Ray-Ban-Brillen statt virtueller Welten

Die Ray-Ban-Smartglasses mit KI-Funktionen laufen besser als erwartet. Die Nachfrage in den USA nach der Meta-Brille mit Display ist so hoch, dass der Europa-Start verschoben wurde – zu wenig Lieferkapazität.

Warum ist das wichtig? – Milliardenverluste ohne Perspektive

Reality Labs fährt seit Jahren konstant Verluste ein, Jahr für Jahr Milliarden . Die Kosten umfassen Forschung für VR-Headsets, AR-Technik und Metaverse-Software. Der aktuelle Stellenabbau folgt auf frühere Entlassungswellen 2022 und 2023, damals sprach Zuckerberg vom "Jahr der Effizienz" .


Relevante Themen