Messung: Über 23.000 Funklöcher in Brandenburg

Seit Anfang Mai haben die Brandenburger auf der Seite funkloch-brandenburg.de 23.024 Funklöcher gemeldet. Das gab die CDU-Fraktion Brandenburg bekannt(öffnet im neuen Fenster) , die die Messung im Mai 2017 gestartet hatte. "Wir haben gemeinsam mit den Brandenburgern eine Bestandsaufnahme hinbekommen. Dafür danken wir allen Brandenburgern und unseren Gästen, die bei ihrem Besuch leider guten Handyempfang und mobiles Internet vermisst haben" , sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dierk Homeyer.
So sei neben der Bestandaufnahme der Dialog mit den Netzbetreibern das Wichtigste, vor allem, um Wirtschaftlichkeitslücken zu identifizieren: Gebiete, in denen ein Ausbau der Mobilfunkversorgung aufgrund einer zu geringen Endkundenzahl wirtschaftlich unattraktiv sei. "Es muss aber auch geklärt werden, welche Möglichkeiten staatlicher Förderung es gibt, um diese Wirtschaftlichkeitslücken zu schließen. Ich denke da an einen Investitionskostenzuschuss" , erklärte Homeyer.
Zuschüsse nicht möglich
Die Landesregierung entgegnete, Zuschüsse zum Ausbau des Mobilfunknetzes seien nach EU-Recht nicht möglich.
Die Daten will die CDU-Fraktion kommunalen Behörden, den Breitbandbeauftragten der Landkreise und den Netzbetreibern zukommen lassen. Jedes gemeldete Funkloch wurde anhand von Geo-Koordinaten gespeichert. Je mehr Personen ein Funkloch an einer Stelle meldeten, desto stärker färbte sich der Bereich. Diese Technik wird auch als Heatmap bezeichnet. Das Projekt wird mit der Anwendung/API von Mapbox und Openstreetmap realisiert.
Es gibt trotz der Marketingversprechungen der Netzbetreiber sehr viele Funklöcher bei der Versorgung mit mobilem Internet im deutschen Mobilfunk. Das ergab der Netztest der Computer Bild , für den über eine App rund drei Millionen Datenverbindungen und mehr als zwei Millionen Gesprächsminuten von 49.597 Nutzern gesammelt wurden. Je nach Netz und Aufenthaltsort sitzen laut den Ergebnissen vom Dezember 2016 beim mobilen Internet 30 bis 45 Prozent der Deutschen im Smartphone-Funkloch.



