Messenger: Whatsapp will neues Ultimatum besser erklären

Um eine Nutzerabwanderung zu verhindern, möchte Whatsapp klarer kommunizieren, zieht aber über andere Messenger her und lässt viele Fragen offen.

Artikel veröffentlicht am ,
Whatsapp gehört zu Facebook.
Whatsapp gehört zu Facebook. (Bild: Robert Cheaib/Pixabay)

Whatsapp weist erneut mit einem Banner auf seine geänderten Nutzungsbedingungen hin. Diesen müssen die Nutzer bis zum 15. Mai zustimmen, andernfalls können sie den Messenger nicht mehr benutzen. Diesmal sollen die Änderungen jedoch klarer kommuniziert werden.

Stellenmarkt
  1. Software Entwickler* LabView
    LayTec AG, Berlin
  2. Senior Android Entwickler (m/w/d)
    intive GmbH, München, Regensburg
Detailsuche

Bereits im Januar hatte Whatsapp seine Nutzer auf die neuen Nutzungsbedingungen hingewiesen und damals eine Frist bis zum 8. Februar gesetzt. Das Verhalten und die unklare Kommunikation hatten einen Sturm der Entrüstung verursacht und viele Nutzer zum Wechsel zu Signal, Threema, Telegram und manche sogar zu ICQ bewogen.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung findet Whatsapp gut, eingeschränkt Daten sammeln auch

"Wir verstehen, dass aktuell einige Personen möglicherweise andere Apps ausprobieren, um herauszufinden, was diese zu bieten haben", gibt sich Whatsapp in einer Ankündigung der neuen Nutzungsbedingungen geläutert. Dort und in einem neuen Pop-up, in dem die Whatsapp-Nutzer über die Änderungen informiert werden, verweist Whatsapp vor allem auf seine durchgehende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

  • Mit diesem Banner will Whatsapp seine Nutzer über die Änderungen informieren, denen diese zustimmen müssen, wenn sie den Messsenger weiterhin benutzen wollen. (Bild: Whatsapp)
Mit diesem Banner will Whatsapp seine Nutzer über die Änderungen informieren, denen diese zustimmen müssen, wenn sie den Messsenger weiterhin benutzen wollen. (Bild: Whatsapp)

Diese fehle anderen Messengern, die zwar mit mehr Sicherheit werben würden, letztlich aber die Nachrichten der Nutzer mitlesen könnten - im Gegensatz zu Whatsapp. Ein klarer Seitenhieb auf den Messenger Telegram, der allerdings nicht namentlich genannt wird.

Golem Akademie
  1. CEH Certified Ethical Hacker v11
    8.-12. November 2021, online
  2. Linux-Systeme absichern und härten
    8.-10. November 2021, online
  3. Microsoft 365 Security Workshop
    27.-29. Oktober 2021, online
Weitere IT-Trainings

"Andere Apps behaupten, besser zu sein, da sie sogar noch weniger Informationen hätten als Whatsapp. Wir glauben, dass die Menschen Apps möchten, die sowohl zuverlässig als auch sicher sind", schreibt Whatsapp. Dafür benötige man lediglich eine eingeschränkte Menge an Daten.

Die Aussage, was hier der Vorteil von Whatsapp gegenüber Signal und Threema sein soll, die definitiv weniger Daten erheben, bleibt Whatsapp schuldig. Auch den versprochenen Klartext.

Änderungen vor allem bei Whatsapp für Unternehmen

Neben der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung betont Whatsapp den Anlass der Änderung der Nutzungsbedingungen: Die Plattform soll weiter für die Kommunikation mit Unternehmen und für Einkäufe geöffnet werden, teils mit Facebook-Anbindung. Für diese verlangt Whatsapp Geld und will sich so refinanzieren. Die Chats mit Unternehmen seien für Nutzer optional und klar gekennzeichnet, verspricht Whatsapp.

Ansonsten ändert sich insbesondere für Europäer in Sachen Datenschutz nicht viel. Daten wurden schon vor der aktuellen Änderungen mit Facebook geteilt, allerdings nicht "zur Verbesserung von Facebook-Produkten oder Werbung". Das gilt allerdings nur für Europa und nur momentan.

Doch in der geänderten, europäischen Datenschutzerklärung von Whatsapp heißt es gleichzeitig: "Wir haben berechtigte Interessen, personenbezogene Daten zu folgenden Zwecken zu verarbeiten: Zur Förderung der Produkte von Facebook-Unternehmen und zum Versenden von Direktwerbung." Also genau das, was Whatsapp verspricht, nicht zu tun. Klartext ist die Kommunikation von Whatsapp jedenfalls weiterhin nicht. Zum Glück gibt es ja Alternativen wie Signal oder Threema - die laut Whatsapp jedoch schlechter sind, weil sie weniger Daten sammeln.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


BLi8819 27. Feb 2021

Ja, deshalb ja mein Kritikpunkt. Wenn ich mit Hans Joseph chatten will, müsste ich...

quineloe 22. Feb 2021

Andererseits hat Watergate Nixon versenkt während bei uns der "Große Lauschangriff...

violator 20. Feb 2021

Stimmt, es ist aber komplett unnötig, etwas extra installieren zu müssen, wenn das bei...

wicking 19. Feb 2021

Einzelne Wörter kopieren? Das ist bei Iphone eben so, geht nicht. Bei Whatsapp doch auch...

wicking 19. Feb 2021

Um den Wechsel weg von Whatsapp zu erleichtern empfehle ich: Whatsapp auf Dauerstandby...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
In-Ears
Apple stellt Airpods 3 vor

Apple hat auf seinem Event die Airpods 3 vorgestellt, die den Airpods 3 Pro sehr ähnlich sehen - allerdings ohne Geräuschunterdrückung.

In-Ears: Apple stellt Airpods 3 vor
Artikel
  1. 5 US-Dollar: Apple bietet günstigeres Music-Abo an
    5 US-Dollar
    Apple bietet günstigeres Music-Abo an

    Apple hat ein preiswerteres Apple-Music-Abo angekündigt, das aber nur mit dem Sprachassistenten Siri gesteuert werden kann.

  2. Transatel: Bundesnetzagentur zwingt Telefónica zu Verhandlungen
    Transatel
    Bundesnetzagentur zwingt Telefónica zu Verhandlungen

    Telefónica darf einen Mobilfunkprovider (MVNO) aus Frankreich nicht behindern.

  3. Irische Datenschutzbehörde: Max Schrems soll Dokument von seiner Webseite nehmen
    Irische Datenschutzbehörde
    Max Schrems soll Dokument von seiner Webseite nehmen

    Mit einem Trick umgeht Facebook die DSGVO. Die irische Datenschutzbehörde findet das okay, möchte aber nicht, dass Noyb dies öffentlich macht.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 360€ auf Gaming-Monitore & bis zu 22% auf Be Quiet • LG-TVs & Monitore zu Bestpreisen (u. a. Ultragear 34" Curved FHD 144Hz 359€) • Bosch-Werkzeug günstiger • Dell-Monitore günstiger • Horror-Filme reduziert • MwSt-Aktion bei MM: Rabatte auf viele Produkte [Werbung]
    •  /