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Messenger: Whatsapp verschiebt Ultimatum um mehrere Wochen

Auch ohne Zustimmung zu den neuen Datenschutzregeln kann Whatsapp nach dem 15. Mai weiterhin genutzt werden. Aber nicht mehr lange.
/ Friedhelm Greis
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Whatsapp verlängert die Zustimmungsfrist für die neuen Bedingungen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Whatsapp verlängert die Zustimmungsfrist für die neuen Bedingungen. Bild: Martin Wolf/Golem.de

Der Messengerdienst Whatsapp verlängert ein weiteres Mal das Ultimatum für die Zustimmung zu seinen neuen Nutzungsbedingungen und Datenschutzregeln. Anders als noch im Februar dieses Jahres angekündigt, soll die Funktionalität der Konten nach dem 15. Mai 2021 noch nicht eingeschränkt werden, wenn die neuen Bedingungen nicht akzeptiert wurden. Bei den Nutzern, die noch nicht zugestimmt hätten, "werden die Konten am 15. Mai nicht gelöscht oder verlieren ihre Funktionalität. Wir werden diese Benutzer in Whatsapp in den kommenden Wochen weiterhin daran erinnern", sagte ein Whatsapp-Sprecher auf Anfrage von Golem.de.

In den englischsprachigen FAQ(öffnet im neuen Fenster) wird bereits erläutert, was nach dem Zeitraum von "mehreren Wochen" passiert. Demnach wird diese Erinnerung dann dauerhaft angezeigt. Allerdings nicht bei allen Nutzern gleichzeitig.

Die eigene Chatliste ist dann nicht mehr sichtbar. Einkommende Telefonate oder Videoanrufe können aber noch entgegengenommen werden. Ebenfalls können eingehende Textnachrichten noch beantwortet werden, wenn die Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm angezeigt werden. Nach "einigen Wochen" mit begrenzter Funktionalität lässt sich dann nicht mehr auf eingehende Anrufe oder Nachrichten antworten. Zudem wird Whatsapp keine Nachrichten oder Anrufe mehr zu dem Account weiterleiten.

Große Nachfrage bei der Konkurrenz

Dem Sprecher zufolge hat die Mehrheit der Whatsapp-Nutzer die neuen Bedingungen bereits akzeptiert. Genauere Angaben zum Anteil der Nutzer macht das Unternehmen jedoch nicht. Anfang dieses Jahres nahmen die Downloads von alternativen Messengerdiensten wie Signal, Threema oder Telegram sprunghaft zu.

Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar will mit einer "sofort vollziehbaren Anordnung" die Weitergabe von Whatsapp-Nutzerdaten an den Mutterkonzern Facebook stoppen. Ein Sprecher der Behörde teilte auf Anfrage von Golem.de mit, dass Facebook am 25. April 2021 seine Stellungnahme zu der Anordnung abgegeben hat. Sollten vonseiten der Behörde weitere Schritte eingeleitet werden, könnte die Öffentlichkeit noch in dieser Woche darüber informiert werden.

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Whatsapp hält die Bedenken bezüglich der neuen Bedingungen für unbegründet. "Durch das Akzeptieren der aktualisierten Nutzungsbedingungen von Whatsapp stimmen die Benutzer keiner Erweiterung unserer Möglichkeiten zu, Daten mit Facebook zu teilen. Das Update hat keine Auswirkungen auf die Privatsphäre der Nachrichten mit Freunden oder der Familie, wo immer sie sich auf der Welt befinden", sagte ein Sprecher.


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