Messenger: Whatsapp öffnet Status für nicht gespeicherte Kontakte
Whatsapp verändert die Funktionsweise seiner Status-Meldungen und weicht die bisher strikte Bindung an das lokale Adressbuch auf. Bisher basierte die Sichtbarkeit von Fotos und Videos primär auf gegenseitig gespeicherten Kontakten. Mit einem aktuellen Update für Android und iOS wird diese Logik erweitert: Nutzer können nun auch Status-Updates von Personen sehen, mit denen sie lediglich gechattet haben, ohne deren Nummer gespeichert zu haben – und umgekehrt.
Die Auswahl erfolgt automatisiert auf Basis lokaler Daten. Whatsapp wertet aus, mit welchen Nummern zuletzt eine Interaktion stattfand, etwa bei Absprachen mit Dienstleistern oder Marktplatz-Kontakten. Besteht ein aktiver Chatverlauf, werden diese Personen in die Status-Logik einbezogen. Um die Zuordnung zu erleichtern, markiert der Messenger solche Profile mit einem zusätzlichen Symbol, da kein Name aus den Kontakten zugewiesen werden kann.
Privatsphäre-Einstellungen gewinnen an Bedeutung
Entscheidend für Anwender ist, dass die Barriere nicht ersatzlos entfällt, sondern die bestehenden Kategorien neu definiert werden. Wer in den Privatsphäre-Einstellungen die Optionen "Meine Kontakte" oder "Meine Kontakte außer ..." gewählt hat, teilt seine Updates nun implizit auch mit den kürzlich interagierten, nicht gespeicherten Nummern. Lediglich die Einstellung "Nur teilen mit ..." bleibt restriktiv: Hier werden Status-Meldungen weiterhin ausschließlich an explizit ausgewählte Kontakte übermittelt; flüchtige Chatpartner bleiben in diesem Fall außen vor.
Wie das Portal WAbetainfo(öffnet im neuen Fenster) berichtet, ist diese Änderung Teil einer größeren Strategie des Mutterkonzerns Meta. Das Unternehmen bereitet demnach die Einführung von eindeutigen Benutzernamen vor, um die Kommunikation perspektivisch von der Telefonnummer zu entkoppeln. Damit nähert sich Whatsapp der Funktionsweise von Plattformen wie Instagram oder Telegram, bei denen soziale Interaktionen ohne den Austausch sensibler Kontaktdaten möglich sind.
Technische Sicherheit bleibt gewahrt
An der technischen Sicherheit der Übertragung ändert sich durch die erweiterte Sichtbarkeit nichts. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleibt für alle Status-Inhalte aktiv, so dass weder Meta noch Dritte mitlesen können. Zudem verschwinden die Beiträge wie gewohnt nach 24 Stunden.
Nutzer behalten zudem die volle Kontrolle über ihren Feed: Unerwünschte Status-Meldungen von geschäftlichen Kontakten oder Einmalkontakten lassen sich jederzeit stummschalten oder die entsprechenden Nummern blockieren. Die Anpassung verdeutlicht jedoch den Wandel von Whatsapp weg von einem reinen Telefonbuch-Messenger hin zu einer offeneren sozialen Plattform.
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