Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Messenger: Whatsapp-Beta verknüpft Daten mit Facebook

Immer wieder betonen die Macher von Whatsapp , dass ihre App unabhängig von Eigner Facebook bleiben soll. Eine Betaversion für Android weist nun doch auf eine Verknüpfung von Daten hin.
/ Peter Steinlechner
170 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Whatsapp ist als Chat-Plattform bei Schülern verbreitet. (Bild: Gabriel Bouys/AFP/Getty Images)
Whatsapp ist als Chat-Plattform bei Schülern verbreitet. Bild: Gabriel Bouys/AFP/Getty Images

Eine enge Verknüpfung von Daten zwischen Whatsapp und Facebook – das sieht eine Option vor, die einige Nutzer der Android-Version des Messengers in einer Beta aktivieren können. Das berichtet unter anderem XDA-Developers.com(öffnet im neuen Fenster) . Welche Informationen tatsächlich geteilt werden, ist nicht zu erkennen. Es könnte um Nutzerdaten gehen, aber trotz teilweiser Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei Whatsapp auch um Nachrichten. Denkbar ist langfristig eine Zusammenführung mit dem Facebook-Messenger sowie personalisierte Werbung.

Whatsapp wurde 2014 von Facebook für rund 22 Milliarden US-Dollar gekauft. Trotzdem hat unter anderem Whatsapp-Chef Jan Koum immer wieder gesagt, dass ein Zusammenführen der beiden Dienste nicht vorgesehen ist. Lediglich beim Einrichten von Whatsapp lassen sich Profilinformationen und Kontakte aus Facebook importieren sowie der Freundeskreis automatisch über den neuen Nutzer benachrichtigen.

Ab einer Milliarde Nutzer kommt Werbung

Weitergehende Daten etwa für Werbung werden aber, soweit bekannt, nicht ausgetauscht. Sie würden aus Sicht der Unternehmen allerdings Sinn ergeben. Unter anderem, weil Whatsapp durch die kürzlich bekanntgewordene Abschaffung der Abogebühren auf eine seiner wenigen Einnahmequellen verzichtet hat.

Whatsapp hatte im September vergangenen Jahres 900 Millionen Nutzer, die den Messenger mindestens einmal im Monat einsetzten. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte zuvor angekündigt, dass er das Tochterunternehmen erst mit Werbung "monetarisieren" werde, wenn eine Milliarde Nutzer erreicht sei.


Relevante Themen