Messenger: Was bringt eine Fusion von Facebook, Whatsapp und Instagram?

Facebook-Chef Mark Zuckerberg will angeblich die verschiedenen Messengerdienste seines Unternehmens miteinander verknüpfen. Doch wem nützt eine Verschmelzung von Whatsapp mit den anderen Diensten?

Eine Analyse von veröffentlicht am
Whatsapp und Facebook Messenger sollen technisch eng verzahnt werden.
Whatsapp und Facebook Messenger sollen technisch eng verzahnt werden. (Bild: Phil Noble/Reuters)

Die Nutzung von E-Mails wäre vermutlich nie so populär geworden, wenn die Nachrichten nur innerhalb eines bestimmten Providers hätten verschickt werden können. Analog gibt es seit Längerem Forderungen, Anbieter von Messengerdiensten zur Interoperabilität untereinander zu verpflichten. Facebook-Chef Mark Zuckerberg will nun angeblich die Messengerdienste seines Unternehmens miteinander verknüpfen. Könnte dies ein Schritt in eine Zukunft sein, in der Nachrichten auch aus Signal oder Threema direkt an einen Whatsapp-Nutzer geschickt werden können? Oder geht es Facebook wie immer nur um höhere Werbeeinnahmen?

Inhalt:
  1. Messenger: Was bringt eine Fusion von Facebook, Whatsapp und Instagram?
  2. Politiker fordern Interoperabilität

Zunächst ist derzeit noch unklar, was Zuckerberg eigentlich vorhat. Aus einem Bericht der New York Times vom 25. Januar 2019 geht lediglich hervor, dass die "zugrunde liegende technische Infrastruktur vereinigt" von Whatsapp, Instagram und Facebook werden solle. Das werde den zusammen gerechnet 2,6 Milliarden Nutzern erstmals eine plattformübergreifende Kommunikation ermöglichen, heißt es.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geplant

Facebook bestätigte in einem Statement allerdings lediglich, dass künftig sowohl der Facebook Messenger als auch Instagram Direct eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erhalten sollen. "Wir arbeiten daran, unsere weiteren Messenger-Produkte mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auszustatten und erwägen Möglichkeiten, die Erreichbarkeit von Freunden und Familie über unsere Netzwerke hinweg zu erleichtern." Wie das konkret umgesetzt werden soll, ist unklar. Die New York Times nannte als Beispiel, dass die Nutzer des in Südostasien beliebten Facebook-Marktplatzes künftig direkt über das dort ebenfalls weit verbreitete Whatsapp miteinander kommunizieren könnten.

Anders als bei der Firmentochter Whatsapp gibt es beim Facebook Messenger bislang keine durchgängige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Nachrichten. Es lassen sich bei dem Programm jedoch "geheime Unterhaltungen" starten. Auf solche Kommunikation hat Facebook keinen Zugriff, weshalb Ermittler sich laut US-Medienberichten im vergangenen Jahr gerichtlich einen Zugriff auf solche Daten verschaffen wollten.

Verschlüsselung erschwert Datenaustausch

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Für Behörden ist die Verschlüsselung zudem ein Problem, da sie es erschwert, die Verbreitung von Falschnachrichten über Whatsapp zu bekämpfen. Whatsapp beschränkt daher seit der vergangenen Woche die Weiterleitung von Nachrichten auf maximal fünf Kontakte. Auch in Deutschland gab es Berichte darüber, dass durch das massenhafte Versenden von Falschnachrichten über Whatsapp die Einsatzkräfte und Ermittlungsbehörden bei ihrer Arbeit gestört wurden.

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist zudem ein Hindernis auf dem Weg zu Interoperabilität von Messengerdiensten. Das Beispiel E-Mail zeigt die Schwierigkeiten beim Schlüsselaustausch, wenn es keinen zentralen Server für die Hinterlegung der öffentlichen Schlüssel bei asymmetrischer Verschlüsselung gibt. Was innerhalb eines einzelnen Dienstes noch einfach möglich ist, wird diensteübergreifend schwieriger.

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Politiker fordern Interoperabilität 
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crazypsycho 12. Feb 2019

Da ziemlich jeder mittlerweile ein Handy/Smartphone hat, hat auch ziemlich jeder eine...

crazypsycho 08. Feb 2019

Vielleicht weil man von den meisten seiner Kontakte gar keine E-Mail-Adresse hat.

Schnarchnase 08. Feb 2019

Antwort folgt am Ende. Ist ein Service der von Facebook betrieben wird. Ist Technik um...

nf1n1ty 02. Feb 2019

Doch. Das ist exakt genau das, was eine Abweichung vom Superlativ (das Schlimmste vs...



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