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Messenger: Telegram will Bezahlfunktionen einführen

Um den Messenger erhalten zu können, muss Telegram-Gründer Pavel Durov den Dienst eigenen Angaben zufolge monetarisieren.
/ Tobias Költzsch und dpa
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Telegram bekommt kostenpflichtige Funktionen. (Bild: Christian Wiediger/Unsplash)
Telegram bekommt kostenpflichtige Funktionen. Bild: Christian Wiediger/Unsplash

Der auch in Deutschland populäre Messenger Telegram will angesichts seines rasanten Wachstums ein Bezahlmodell einführen. Alle derzeit kostenlosen Funktionen bleiben aber gratis, wie Telegram-Gründer Pavel Durov am 23. Dezember 2020 auf seinem eigenen Telegram-Kanal mitteilte(öffnet im neuen Fenster).

Es werde jedoch neue Funktionen für Geschäftskunden und Betreiber von Kanälen geben, für die Nutzer dann zur Kasse gebeten würden. Alle Funktionen, die zum Austausch von Nachrichten dienen, sollen für immer kostenfrei bleiben. Auf Anzeigen zur Finanzierung des Dienstes, die etwa beim Lesen von Nachrichten auftauchen könnten, will Durov verzichten. "Die Kommunikation zwischen Menschen sollte frei von Werbung jeglicher Art sein", schreibt er.

Neben privaten Chats können Nutzer auch öffentliche Kanäle erstellen, die abonniert werden können. Dort posten Nutzer Durov zufolge häufig Nachrichten, die eigentlich Werbung sind. Derartige Werbung soll in Zukunft über ein eigenes Ad-System von Telegram laufen, das dann Geld einbringen soll. Besitzer derartiger Channels sollen davon profitieren, etwa durch kostenlosen Traffic. Eine andere Form der Monetarisierung könnten Bezahl-Sticker sein.

500 Millionen aktive Nutzer weltweit

Nach Durovs Angaben wird Telegram mittlerweile von 500 Millionen aktiven Nutzern verwendet. Der Messenger wurde 2013 gegründet und war zunächst wegen der Verschlüsselung besonders bei Oppositionellen in autoritären Ländern beliebt. Er wird von vielen zum schnellen Verbreiten von Nachrichten genutzt, darunter auch von Behörden.

"Wir werden das Unternehmen nicht wie die Gründer von WhatsApp verkaufen", schrieb Durov. "Die Welt braucht Telegram, um unabhängig zu bleiben." Um das zu gewährleisten, müsse der Dienst vom kommenden Jahr an Einnahmen generieren. "Wir werden unzählige neue Funktionen einführen und Milliarden neue Nutzer begrüßen", meinte er.

Der 36-jährige Durov gilt als der russische Mark Zuckerberg. Aus Angst vor politischer Verfolgung lebt Durov im Ausland. Er hat auch das soziale Netzwerk VKontakte gegründet, das russische Pendant zu Facebook.


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