Messenger: Signal führt Gruppenanrufe ein

In der aktuellen Version von Signal können Ende-zu-Ende-verschlüsselte Gruppenanrufe gestartet werden. Noch gibt es jedoch Einschränkungen.

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Mit bis zu fünf Teilnehmern und Ende-zu-Ende-verschlüsselt: Gruppenanrufe in Signal
Mit bis zu fünf Teilnehmern und Ende-zu-Ende-verschlüsselt: Gruppenanrufe in Signal (Bild: Signal)

Pandemiebedingt haben wir uns daran gewöhnt, unsere Freunde und Kollegen in Videocalls und Videokonferenzen zu treffen. Nun hat auch das Signal-Team seinen Messenger mit einer Gruppen-Videochat-Funktion ausgestattet, die mit der aktuellen Version des Messengers ausgeliefert wird.

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"Gruppenanrufe sind kostenlos, privat und Ende-zu-Ende-verschlüsselt - wie alles andere auf Signal", heißt es in einer Mitteilung von Signal. Mit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung unterscheidet sich der Messenger von den meisten anderen Videokonferenzdiensten.

"Gruppenanrufe sind derzeit auf 5 Teilnehmer beschränkt, aber wir arbeiten daran, dass sie bald noch mehr Teilnehmer in einem Gruppenanruf haben können", erklärt das Signal-Team. Die Gruppenanrufe können über ein kleines Videosymbol, das in der rechten oberen Ecke einer Gruppe eingeblendet wird, gestartet werden. Voraussetzung für die Anrufe ist eine Gruppe im neuen V2-Format, das bereits vor einiger Zeit eingeführt wurde. Alte Gruppen im V1-Format werden nicht unterstützt, sollen aber nach und nach auf das neue Format umgestellt werden.

Gruppen in Signal werden umgestellt

Zuvor gab es genau genommen gar keine Gruppen in Signal, nur ganz normale Nachrichten, die an mehrere Personen geschickt wurden. In diesen stand - natürlich verschlüsselt -, dass es sich um eine Nachricht an eine Gruppe handelte. Das hatte den Vorteil, dass der Server nur Nachrichten verteilen, sich aber nicht mit den Metadaten einer Gruppe auseinandersetzen musste: Wer ist Mitglied der Gruppe? Wer wurde gelöscht? Diese Daten liegen bei den meisten Messengern unverschlüsselt auf dem Server, auch wenn die Nachrichten selbst Ende-zu-Ende-verschlüsselt werden - oder wie im Fall von Telegram nicht einmal das.

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Das Nachrichten-statt-echte-Gruppen-System von Signal hatte jedoch auch Nachteile: Zum einen skaliert es nicht besonders gut, sprich, es ist nur für eine beschränkte Anzahl von Personen in jeder Gruppe ausgelegt. Zum anderen gibt es keinen Gruppenverwalter.

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Signal hat mit einem Forschungsteam von Microsoft ein System entwickelt, bei dem die Metadaten verschlüsselt auf dem Signal-Server abgelegt werden und nur von den Gruppenmitgliedern eingesehen werden können. Neben den besagten Gruppenanrufen ermöglichen die neuen Gruppen, auch einzelne Mitglieder einer Gruppe über sogenannte @mentions direkt anzusprechen oder Einladungslinks zu verschicken.

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