Messenger: Raumsonde findet Wasser auf dem Planeten Merkur

Am Äquator des Merkurs ist es glühend heiß. In den Kratern an den Polen des Planeten hingegen ist es bitter kalt. Dort hat eine Raumsonde Hinweise auf gefrorenes Wasser gefunden.

Artikel veröffentlicht am ,
Künstlerische Darstellung von Messenger: Anspielung auf die römische Mythologie
Künstlerische Darstellung von Messenger: Anspielung auf die römische Mythologie (Bild: Nasa)

Vom Mars gibt es nichts Neues, aber dafür vom Merkur: Die Sonde Messenger hat auf dem Planeten gefrorenes Wasser entdeckt.

Stellenmarkt
  1. Fachinformatiker (m/w/d) als System Administrator (m/w/d)
    Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung, Köln
  2. Inhouse Salesforce and BI Consultant (m/f/d)
    Testbirds GmbH, München
Detailsuche

Eis auf dem Merkur - das war nicht unbedingt zu erwarten: Am Äquator des Planeten, der der Sonne am nächsten ist, herrschen tagsüber Temperaturen von über 420 Grad Celsius. Doch sind mehrere Forscherteams unabhängig voneinander zu diesem Schluss gekommen. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science erscheinen gleich drei Aufsätze dazu.

Senkrechte Achse

Das Eis befindet sich in Kratern an den Polen. An deren Grund, den das Sonnenlicht nicht erreicht, kann es -200 Grad kalt werden. Grund dafür sei, dass die Rotationsachse des Merkurs praktisch senkrecht sei, erklärt die US-Weltraumbehörde Nasa. Die Neigung betrage weniger als ein Grad. Deshalb liegen einige Krater in ständiger Dunkelheit. Die Sonde hat Eis bisher nur am Nordpol ausgemacht. Wahrscheinlich gibt es vergleichbare Vorkommen auch am Südpol.

An den kältesten Fundstellen liege das Eis direkt an der Oberfläche. Meist sei es aber unter einer Schicht aus ungewöhnlich dunklem Material begraben, sagen die Forscher. Sie schätzen, dass es zwischen 100 Milliarden und einer Billion Tonnen Eis auf dem Merkur gibt. Es stammt ebenso wie das dunkle Deckmaterial vermutlich von Kometen oder Asteroiden, die auf dem Merkur eingeschlagen sind.

Helle Flecken

Golem Akademie
  1. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    8.–11. März 2022, Virtuell
  2. Data Engineering mit Apache Spark: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    25.–26. April 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Forscher haben schon länger über Wasservorkommen auf dem Merkur spekuliert. 1991 hatte das Arecibo-Radio-Teleskop in Puerto Rico helle Flecken an den Polen des Merkurs ausgemacht. Diese erschienen dort, wo auf den Bildern, die die Sonde Mariner 10 in den 1970er Jahren aufgenommen hat, Einschlagkrater zu sehen sind.

Messenger war im August 2004 gestartet. Im März 2011 vergangenen Jahres erreichte die Sonde den Merkur und funkte die ersten Bilder aus dem Orbit des Planeten zur Erde. Der Name der Sonde ist eine Abkürzung für Mercury Surface, Space Environment, Geochemistry and Ranging. Er spielt zudem auf die römische Mythologie an, nach der Merkur der Bote der Götter war.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Open Source
"Antworten Sie innerhalb von 24 Stunden"

Die E-Mail eines großen Konzerns an den Entwickler von Curl zeigt wohl eher aus Versehen, wie problematisch das Verhältnis vieler Firmen zu Open-Source-Software ist.

Open Source: Antworten Sie innerhalb von 24 Stunden
Artikel
  1. Start bei Sky: Peacock liefert nur einen Bruchteil der Konkurrenz
    Start bei Sky
    Peacock liefert nur einen Bruchteil der Konkurrenz

    Wir haben uns angeschaut, was die Integration von Peacock für Sky-Abonnenten bringt. Im Moment: weniger als 70 Neuzugänge.
    Eine Analyse von Ingo Pakalski

  2. Konsumenten-Studie: Elektroauto-Interesse steigt und hängt vom Strompreis ab
    Konsumenten-Studie
    Elektroauto-Interesse steigt und hängt vom Strompreis ab

    Die hohen Benzinkosten geben dem Interesse an der Elektromobilität Aufwind, so eine Studie. Allerdings werden utopisch hohe Reichweiten gefordert.

  3. Mini Recharged: BMW bietet den Umbau des originalen Mini zum Elektroauto an
    Mini Recharged
    BMW bietet den Umbau des originalen Mini zum Elektroauto an

    Den neuen Mini gibt es ab Werk als Elektroauto. Das Original wird in Oxford entsprechend umgebaut.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Palit RTX 3080 12GB 1.548,96€ • Acer Curved Gaming-Monitor 27" 259€ • Corsair 16GB DDR4-4000 111,21€ • MindStar (u.a. 8GB DDR5-4800 89€) • 10% auf Gaming bei Ebay (u. a. Gigabyte 34" Curved UWQHD 144Hz 429,30€) • Edifier Aktivlautsprecher 119€ • 4 Blu-rays für 22€ [Werbung]
    •  /