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Messenger: Matrix und Riot machen E2E-Verschlüsselung zum Standard

Dafür waren große Umbauarbeiten an der Oberfläche notwendig. Das Team des freien Matrix -Chats hat mehr als drei Jahre daran gearbeitet.
/ Sebastian Grüner
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Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in Riot nutzt nun QR-Codes zur Verifikation und ein grünes Schild als Bestätigung. (Bild: Riot Chat)
Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in Riot nutzt nun QR-Codes zur Verifikation und ein grünes Schild als Bestätigung. Bild: Riot Chat

Verschlüsselung ist nur dann hilfreich, wenn sie auch einfach genutzt werden kann. Getreu diesem Motto haben die Entwickler des freien und föderierten Matrix nun die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2E) standardmäßig in ihrem Referenz-Client Riot aktiviert(öffnet im neuen Fenster) . Sämtliche nicht öffentlichen Konversationen über die freie Software sind damit nun zwischen den Teilnehmern abgesichert.

Erste Arbeiten zur E2E-Verschlüsselung hat das Matrix-Team Ende des Jahres 2016(öffnet im neuen Fenster) angekündigt. Als eigentliche Verschlüsslung nutzt Matrix mit Olm eine eigene Implementierung des Double-Ratchet-Algorithmus, der auch im freien Messenger Signal zum Einsatz kommt und als besonders sicher gilt.

In den vergangenen mehr als drei Jahren hat das Team sehr viele verschiedene Veränderungen an seinem Support für die E2E-Verschlüsselung vorgenommen. Zuletzt haben sich die Entwickler vor allem darauf konzentriert, die Oberfläche von Riot sowie die User-Experience zu verbessern.

Größere Arbeiten in Riot

Dazu gehört die Möglichkeit des sogenannten Cross-Signing. Nutzer können damit weiter Geräte für ein eigenes Login selbst verifizieren. Darüber hinaus unterstützt Riot nun auch QR-Codes zur Verifikation. Die bisher genutzten Emoji können aber ebenso weiter verwendet werden. Die Nutzung der Verschlüsselung wird zudem konsistent über Schilde dargestellt.

Die größte Hürde, die das Team bisher davon abgehalten hat, E2E-Verschlüsselung standardmäßig in Riot zu aktivieren, sind die vielen anderen Matrix-Clients oder -Bridges, die das noch nicht unterstützen. Deshalb haben die Entwickler auch einen eigenen kleinen Reverse Proxy geschrieben, der für die E2E-Verschlüsselung sorgt. Dieser soll sich leicht in andere Clients als Matrix integrieren lassen, was teilweise bereits geschehen ist.

Das Entwicklerteam hat darüber hinaus noch einige Pläne für die Verbesserung der E2E-Verschlüsselung. Dazu gehören etwa Trust On First Use (TOFU) oder die Nutzung eines einzigen Passworts für das Login sowie für die Verschlüsselung. Geplant ist auch ein weiterer Audit der Verschlüsselung mit Fokus auf die Schlüsselverwaltung.


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