Messenger: KDE-Community wechselt auf Matrix und Riot
Die KDE-Community sei "seit einigen Jahren auf der Suche nach besseren Möglichkeiten zum Chatten und dem Teilen von Informationen in Echtzeit", wie es im News-Blog der Open-Source-Gemeinschaft(öffnet im neuen Fenster) heißt. Demnach ist diese Suche nun aber offenbar abgeschlossen und die Entwickler setzen künftig auf eine eigene, von der Community selbst betriebene Instanz des Matrix-Chat-Servers und des Standardclients Riot.
Bisher hat die Gemeinschaft unter anderem auf das schon sehr alte IRC-System gesetzt. Die dafür genutzten Server stammen aber aus dem Freenode-Netzwerk und stehen damit außerhalb der Kontrolle der Community. Darüber hinaus fehlten IRC laut der Ankündigung einige moderne Techniken, die Nutzer mittlerweile von Instant-Messengern eigentlich erwarten.
Die KDE-Community habe deshalb auch bisher schon auf andere und modernere Techniken gesetzt wie etwa Telegram, Slack oder Discord. Dabei handele es sich aber um zentralisierte Systeme, die proprietäre Technologien verwendeten und für die KDE-Gemeinschaft letztlich noch weniger Kontrolle böten als IRC, wie das Team schreibt. "Dies widerspricht den Prinzipien von KDE, die erfordern, dass Technologien verwendet und unterstützt werden, die auf freier Software basieren".
Mit Matrix und Riot erhält das Team nun also volle Kontrolle über seine eigene Chat-Infrastruktur und mit der Kombination aus Matrix und Riot bekommen die Entwickler moderne Möglichkeiten zur Kommunikation. In dem neuen System können auch sogenannte Bridges zur IRC, Telegram oder Ähnlichem genutzt werden, um eine Kompatibilität zu den alten Systemen herzustellen und so eventuell einen Übergang zu erleichtern. Zusätzlich zu den verfügbaren nativen Clients für Mobile und Desktop-Betriebssystem bietet die KDE-Community auch einen Webchat an, der ebenfalls auf Riot basiert.
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