Messenger: Jugendmedienschutz soll Cybermobbing in den Blick nehmen

Nachrichtendienste wie Whatsapp sollen mehr tun, um Kinder und Jugendliche vor Cybermobbing und Hate Speech zu schützen. Dafür will Bundesfamilienministerin Franziska Giffey auch mit dem neuen Jugendmedienschutzrecht sorgen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Bild: Tobias Schwarz/AFP via Getty Images)

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will bei der geplanten Novelle des Jugendmedienschutzrechts auch Messenger-Dienste wie Whatsapp in den Blick nehmen. "Hate Speech, Cybermobbing, Sexting und sogar Kinderpornografie im Klassenchat - das ist ein Albtraum für Kinder und Jugendliche, Eltern, aber auch für Lehrerinnen und Lehrer", sagte die SPD-Politikerin im Gespräch mit der Welt am Sonntag.

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"Wir dürfen Familien und Schulen damit nicht alleinlassen", sagte Giffey weiter. Sie bekräftigte, dass sie den Entwurf für ein neues Jugendmedienschutzgesetz noch in diesem Jahr auf den Weg bringen wolle - dies hatte sie bereits früher angekündigt.

Messenger-Dienste seien durch den Jugendmedienschutz bisher schwer zu fassen, sagte Giffey laut der Welt am Sonntag. Das wolle sie mit dem neuen Gesetz ändern. Alle großen interaktiven Internetdienste, die von Kindern und Jugendlichen wesentlich genutzt werden, sollen demnach ihre Angebote künftig so gestalten, dass Minderjährige "viel stärker als bisher geschützt sind" - etwa durch sichere Voreinstellungen und gut funktionierende Meldesysteme.

"Wir brauchen darüber hinaus ein zuverlässiges Monitoring von Online-Risiken und mehr Medienkompetenz in der Familie und an Schulen", sagte Giffey. Union und SPD hatten in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, mit schärferen Regeln Kinder und Jugendliche bei digitalen Medien besser vor Cybermobbing, sexueller Belästigung und Suchtgefährdung zu schützen. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sprach sich dem Bericht zufolge dafür aus, den Umgang mit digitalen Medien an Schulen zu lehren.

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Die medien- und bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Margit Stumpp, forderte eine Bundeszentrale für digitale und Medienbildung. Neben einem effektiven Schutz vor gefährdenden Inhalten müssten Kinder und Jugendliche befähigt werden, sich kritisch und kompetent im Digitalen zu bewegen, sagte sie der Welt am Sonntag.

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bombinho 13. Nov 2019

Als erstes solltest du dich fragen, wer definiert, wer sich wan beleidigt zu fuehlen...

bombinho 13. Nov 2019

Als ich das letzte Mal geschaut hatte, war das mindestens nicht der Fall fuer Files...

Silvery 11. Nov 2019

Wenn ich den Artikel richtig deute, dann möchten unsere lieben Politiker, dass es bei z...

Michael H. 11. Nov 2019

Beim aktuellen Bildungssystem und dem aktuellen Bildungsstand in Punkto Medienkompetenz...



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