Messenger: Iran will offenbar Telegram sperren
Iran will nach Angaben eines Abgeordneten die im Land beliebte und viel genutzte Kommunikations-App Telegram sperren. Gründe liegen in der "nationalen Sicherheit": Der Messenger wurde bei regimekritischen Demonstrationen zum Jahreswechsel 2018 als Kommunikationsmittel verwendet.
Die Regierung Irans plant offenbar, den Nachrichtendienst Telegram zu sperren. "Es wurde auf höchster politischer Ebene entschieden, dass Telegram demnächst abgeschafft und durch einen lokalen Dienst ersetzt wird", sagte der Leiter des Sicherheitsausschusses im Parlament, Alaeddin Borudscherdi, am 31. März 2018. Das Thema sei "aus Sicht der nationalen Sicherheit" für das Land enorm wichtig, da Telegram bei den jüngsten politischen Krisen "eine destruktive Rolle" gespielt habe, so der Abgeordnete nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr.
Bei den regimekritischen Unruhen zum Jahreswechsel 2017/18 diente Telegram als wichtigstes Kommunikationsmittel der Demonstranten. Videos und Bilder der Proteste wurden über Telegram im In- und Ausland verbreitet. Daraufhin forderten besonders der Klerus und konservative Politiker nicht nur die Blockierung von Telegram, sondern auch die Einführung eines staatlich-kontrollierten Internets.
Präsident Ruhani war in der Vergangenheit gegen Sperrung von Telegram
Die Regierung von Präsident Hassan Ruhani war jedoch strikt dagegen. Dies verletze die elementaren Rechte der Bürger. Ruhani sagte, es könne ja auch nicht ein Buch verboten werden, nur weil einigen der Inhalt nicht gefalle. Kurzfristig konnte der Präsident sich damit auch gegen die konservativen Kräfte durchsetzen.
Nach Angaben von Borudscherdi soll Telegram aber nun bis Mitte April durch die hiesige App Sorusch ersetzt werden. Bis jetzt jedoch habe Sorusch Schätzungen zufolge nur drei Millionen Benutzer. Die Mehrheit der Iraner befürchtet, dass ihre Daten in einem staatlichen Kommunikationsdienst gespeichert und kontrolliert werden.
Telegram dagegen ist die beliebteste Messaging-App in Iran und hat mehr als 40 Millionen Benutzer. Der Nachrichtendienst dient im Land nicht nur zur Kommunikation, sondern auch zur Abwicklung von Geschäften. Ärzte sollen ihren Patienten sogar Laborergebnisse via Telegram schicken.
Iranische Hacker konnten bereits früher auf Konten zugreifen
In der Vergangenheit soll es iranischen Hackern allerdings bereits gelungen sein, Telegram-Konten offenzulegen. Mit Unterstützung eines Telekommunikationsunternehmens sollen die Angreifer die Bestätigungs-SMS beim Einrichten des Services abgefangen haben und in das Konto eingedrungen sein.
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technisch ja, eher darüber userbase leider nein habe ihn drauf, 0 mal verwendet
Hab ich zu spät gesehen.
dass man auch friedlich miteinander umgehen kann, und man dann auch keine Angst vor...
Ja, man muss sich einfach in der richtigen Position befinden. Facebook darf z. B. nicht...