Messenger-Dienst: Google stellt Allo ein

Wenn es um Google und Messenger geht, ist vor allem viel Durcheinander seit Jahren das hervorstechende Erkennungsmerkmal. Google entwickelt gerne an verschiedenen Messengern parallel, anstatt sich auf ein Produkt festzulegen. Nun hat Google angekündigt, den mit viel Tamtam vor etwas mehr als zwei Jahren gestarteten Messenger-Dienst Allo wieder einzustellen(öffnet im neuen Fenster) . Ganz überraschend kommt der Schritt nicht, denn seit April 2018 wird Allo schon nicht mehr weiterentwickelt .
Nun geht Google den konsequenten Schritt und stellt Allo komplett ein. Noch bis März 2019 kann der Allo-Dienst verwendet werden. Bis zum Ende von Allo können Anwender den Chat-Verlauf aus Allo noch über die entsprechende App exportieren(öffnet im neuen Fenster) . Google hat Allo im September 2016 veröffentlicht, erstmals vorgestellt wurde Googles damals neue Messenger-App im Mai 2016.
Google konnte bisher gerade mal 50 Millionen Nutzer davon überzeugen, die Allo-App zu installieren. Wie viele davon den Dienst aktiv genutzt haben, ist nicht bekannt. Damit wurde Googles Ziel offenbar nicht erfüllt, eine Messenger-App in Konkurrenz zu Whatsapp oder anderen beliebten Diensten zu etablieren.
Allo-Erfahrungen sollen in Messages einfließen
Google will die Erfahrungen aus Allo für die weitere Entwicklung der normalen Messages-App nutzen. Viele Allo-Funktionen sollen demnach in Messages integriert werden. Google wolle dabei voll auf den bisher erfolglosen RCS-Dienst setzen, der von den Netzbetreibern vor sechs Jahren eingeführt wurde. Google machte keine Angaben dazu, wie RCS doch noch zum Erfolg gebracht werden soll.
Den zusammen mit Allo vorgestellten Videotelefoniedienst Duo will Google weiterhin anbieten. Er wird unter anderem auch von Googles Smart Displays genutzt, die es bisher nicht in Deutschland gibt und die eine Konkurrenz zu den Echo-Show-Geräten von Amazon darstellen.
Zudem solle Hangouts irgendwann auch wieder für Privatkunden angeboten werden. Zunächst wolle sich Google hier aber auf den Einsatz in Unternehmen konzentrieren. Warum Hangouts zwischenzeitlich nicht mehr für normale Anwender zur Verfügung stehen wird, bleibt offen.
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