Messenger: Blackberry gewinnt Patentstreit gegen Facebook

Theoretisch könnte Blackberry dafür sorgen, dass die Apps von Whatsapp, Facebook und Instagram in Deutschland vom Markt genommen werden, weil sie gegen gültige Patente verstoßen. Facebook hat bereits Updates vorbereitet.

Artikel veröffentlicht am ,
Whatsapp und Facebook auf einem Smartphone
Whatsapp und Facebook auf einem Smartphone (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Einem Urteil des Landgerichts München zufolge verstoßen mehrere von dem Konzern Facebook angebotene Apps gegen Patente von Blackberry. Betroffen sind Whatsapp, Facebook und Facebook Messenger sowie Instagram. Das Urteil vom 6. Dezember 2019 ist laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zwar noch nicht rechtskräftig. Allerdings ist es "vorläufig vollstreckbar".

Das bedeutet: Wenn Blackberry einen Geldbetrag bei der Justizkasse hinterlegt oder Facebook eine Bürgschaft als Sicherheit gibt, müssten die Apps vom Markt genommen werden. Laut der Zeitung geht es um neun Fälle. Für jeden müsste Blackberry zwischen einer Million Euro und 1,6 Millionen Euro als Sicherheit bereitstellen.

Ein Sprecher von Facebook sagte, dass bereits neue Versionen der Apps programmiert worden seien, in denen die problematischen Funktionen nicht mehr verwendet würden. Ob es dadurch zu Einschränkungen beim Funktionsumfang der Anwendungen kommen würde, ist nicht bekannt. Außerdem hat Facebook vor dem Bundespatentgericht die Gültigkeit der Patente angefochten.

Blackberry hatte die Klage bereits Anfang 2018 eingereicht. Bei den Patenten geht es unter anderem um Verschlüsselungslösungen, das Einbinden von Messaging-Diensten in Spiele sowie um das Verschicken von Nachrichten - etwa darum, wie dieser Vorgang zwischen App und Betriebssystem aufgeteilt wird. Vor dem Rechtsstreit hat es lange Gespräche zwischen den Unternehmen gegeben, bei denen aber keine Verständigung erzielt wurde.

Blackberry gilt als Pionier im Bereich der Smartphones. Die kanadische Firma hatte lange vor anderen Herstellern mobile Endgeräte angeboten, über die relativ komfortabel Nachrichten und Mails verschickt werden konnten. Das Unternehmen geriet mit dem Erfolg von Apples iPhone und später Googles Android aber ins Abseits.

In seiner Glanzzeit hat sich Blackberry allerdings viele Patente auf Schlüsselfunktionen und -technologien gesichert, die das Unternehmen nun offensichtlich auch mit Klagen zu Geld machen möchte.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Militär
China gelingt Durchbruch bei Abwehr von Hyperschallraketen

Das Shanghai Institute of Mechanical and Electrical Engineering hat einen Durchbruch bei der Erforschung eines Abwehrsystems für Hyperschallwaffen erzielt.

Militär: China gelingt Durchbruch bei Abwehr von Hyperschallraketen
Artikel
  1. T-1000: Roboter aus Metall kann sich verflüssigen
    T-1000
    Roboter aus Metall kann sich verflüssigen

    Ein Team aus den USA und China hat einen Roboter entwickelt, der seinen Aggregatzustand von fest zu flüssig und zurück ändern kann.

  2. David Limp: Amazons Alexa-Chef will an Alexa festhalten
    David Limp
    Amazons Alexa-Chef will an Alexa festhalten

    Amazon will die Bemühungen intensivieren, direkt mit Alexa Geld zu verdienen.

  3. Virtualisieren mit Windows, Teil 3: Betrieb und Pflege von VMs mit Hyper-V
    Virtualisieren mit Windows, Teil 3
    Betrieb und Pflege von VMs mit Hyper-V

    Hyper-V ist ein Hypervisor, um VMs effizient verwalten zu können. Trotz einiger weniger Schwächen ist es eine gute Virtualisierungssoftware, wir stellen sie in drei Teilen vor. Im letzten geht es um Betrieb und Pflege der VMs.
    Eine Anleitung von Holger Voges

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar: XFX RX 6950 XT 799€ • Bosch Professional bis -55% • PCGH Cyber Week • Acer Predator 32" WQHD 170Hz 529€ • Philips Hue bis -50% • Asus Gaming-Laptops bis -25% • XFX Radeon RX 7900 XTX 1.199€ • Kingston 2TB 112,90€ • Nanoleaf bis -25% [Werbung]
    •  /