Abo
  • Services:
Anzeige
Franz-Messenger vereint die Web-Apps von 14 Messenger-Plattformen.
Franz-Messenger vereint die Web-Apps von 14 Messenger-Plattformen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Messenger-Apps: Franz, das Kommunikationsgenie

Franz-Messenger vereint die Web-Apps von 14 Messenger-Plattformen.
Franz-Messenger vereint die Web-Apps von 14 Messenger-Plattformen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der österreichische Kaiser Franz Joseph I. kümmert sich jetzt in Form einer App um unsere Kommunikation. Sie vereint die wichtigsten Instant Messenger in einer Anwendung und will uns damit den Alltag erleichtern. Wir haben mit zwei Entwicklern über Franz und die Fragmentierung der Kommunikation gesprochen.
Von Sebastian Wochnik

Als Mitregent der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn muss Kaiser Franz Joseph I. ein Kommunikationsgenie gewesen sein. Immerhin umfasste das damalige Staatsgebiet 18 Reichsteile auf einer Fläche von über 670.000 Quadratkilometern - da war es sicher nicht einfach, Missverständnisse zu vermeiden. Allerdings hat er durch den Untergang der österreichischen Monarchie laut den beiden Entwicklern Stefan Malzner und Jonathan Burke sicherlich viel Zeit und kann sich daher nun bei unserer Kommunikation für Ordnung im Messenger-Chaos sorgen. Und genau deswegen ist er Namenspatron der von den beiden Österreichern entwickelten Messaging-App Franz.

Anzeige

Franz vereint die wichtigsten Messenger in einer Desktop-Anwendung: all die für die tägliche Kommunikation im beruflichen und privaten Umfeld genutzten Dienste wie Whatsapp, Facebook Messenger, Telegram, Skype, Slack, Wechat, Hangouts, Hipchat, Steam und viele weitere.

  • Das Golem-intern verwendete Hipchat im Franz-Messenger (Screenshot: Golem.de)
  • Facebook Messenger im Franz-Messenger (Screenshot: Golem.de)
  • Skype im Franz-Messenger (Screenshot: Golem.de)
  • 16 Messenger-Dienste werden aktuell unterstützt. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Startscreen von Franz (Screenshot: Golem.de)
Das Golem-intern verwendete Hipchat im Franz-Messenger (Screenshot: Golem.de)

"In den vergangenen Jahren ist der Messenger-Markt in so viele Dienste zersplittert, die alle auf ihre Weise besonders sein wollen, dass Kommunikation umständlich geworden ist", sagt Stefan Malzner im Gespräch mit Golem.de. "Jeder baut eine Art goldenen Käfig für eine bestimmte Nutzergruppe, doch wenn man mit einem anderen Freundeskreis oder einer anderen Gruppe von Business-Partnern kommunizieren will, muss man eine andere Messenger-Plattform verwenden. Und jede Plattform hat eine eigene Anwendung oder Web-App, zwischen denen ständig gewechselt werden muss - das nervt mich einfach." Und weil genau das nicht nur Malzner nervt, kam ihm Anfang des Jahres die Idee für Franz.

Im Prinzip ist Franz zurzeit nichts anderes als ein stark angepasster Browser. Deswegen ist kein gesonderter Account nötig, auf Daten haben die beiden Entwickler keinen Zugriff. "Alle 16 Messenger, mit denen wir aktuell arbeiten, bieten Web-Apps, die wir integrieren", erklärt Jonathan Burke. Die jeweiligen Web-Apps werden - wie in einem Browser - in verschiedenen Tabs angezeigt. Mehr macht Franz eigentlich nicht - simpel, aber im Alltag sehr praktisch. Doch mussten die beiden Entwickler viel an den Benachrichtigungen optimieren. Außerdem bieten sie die Möglichkeit einen Messenger parallel mit mehreren Accounts zu nutzen, im normalen Browser geht das mit den Web-Apps nicht.

Zentrale Stelle für Messenger

"Für uns ist Franz kein Browser, um durch das Internet zu browsen. Stattdessen wollen wir eine zentrale Stelle für alle modernen Messenger schaffen", führt Malzner aus. Franz soll damit eine Art moderner Trillian sein, der zu Zeiten von ICQ und Windows Live Messenger gerne genutzt wurde. Moderne Messenger-Apps sind aber nicht mehr nur Text übermittelnde Protokolle, sie sind ganze Plattformen. Und diese werden von alten Instant Messengern nicht mehr unterstützt.

Weitere Messenger wie Line oder Viber, die vor allem außerhalb Europas genutzt werden, sollen noch integriert werden. Sie haben keine klassischen Web-Apps, mit Hilfe der Messenger-APIs sollen sie aber trotzdem in der Franz-Anwendung verfügbar sein. "Gehen wir über die APIs, ist es deutlich schwieriger, sie in Franz zu integrieren. Das ist ein Grund, warum sie noch nicht verfügbar sind", erklärt Burke. "Wir arbeiten aber gerade daran, denn wir wollen so viele Plattformen wie möglich in Franz integrieren - das ist unser Anspruch."

Täglich bekämen die beiden Entwickler Dutzende Mails mit der Bitte, weitere Messenger in ihre Anwendung zugänglich zu machen. "Die Liste mit Wunsch-Diensten von Nutzern ist lang. Über 40 weitere Messenger stehen mittlerweile drauf", sagt Malzner. Doch wie konnte es so weit kommen, dass der Markt so stark fragmentiert wurde?

Warum gibt es so viele Messenger? 

eye home zur Startseite
kn4llfr0sch 08. Mai 2017

Soviel Hass im Thread. Ihr mögt es nicht? Installiert es nicht. Ihr könnt es besser...

jjfx 09. Jun 2016

Das einzige was helfen würde ist, dass die Nutzer bewusst Dienste verwenden die möglichst...

aFrI 09. Jun 2016

Erstmal zu deinem retroish Bullshit: Du vergleichst Äpfel mit Birnen... Pidgin z.B. ist...

aFrI 09. Jun 2016

Twittert seit 2014 leider nicht mehr... Vielleicht ist er mit seinem OS ja zu busy... xD

jjfx 08. Jun 2016

Oder auf Deutsch: http://xkcde.dapete.net/comics/standards.png



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Consors Finanz, München
  2. ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Garching
  3. Senatskanzlei Hamburg, Hamburg
  4. Robert Bosch GmbH, Eisenach


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-75%) 9,99€
  2. (-13%) 34,99€
  3. (-80%) 3,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Wochenrückblick

    Früher war nicht alles besser

  2. Raumfahrt

    Falsch abgebogen wegen Eingabefehler

  3. Cloud

    AWS bringt den Appstore für Serverless-Software

  4. Free-to-Play-Strategie

    Total War Arena beginnt den Betabetrieb

  5. Funkchip

    US-Grenzbeamte können Pass-Signaturen nicht prüfen

  6. Telekom-Chef

    "Sorry! Da ist mir der Gaul durchgegangen"

  7. WD20SPZX

    Auch Western Digital bringt flache 2-TByte-HDD

  8. Metal Gear Survive im Test

    Himmelfahrtskommando ohne Solid Snake

  9. Cloud IoT Core

    Googles Cloud verwaltet weltweit IoT-Anlagen

  10. Schweden

    Netzbetreiber bietet 10 GBit/s für 45 Euro



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sam's Journey im Test: Ein Kaufgrund für den C64
Sam's Journey im Test
Ein Kaufgrund für den C64
  1. THEC64 Mini C64-Emulator erscheint am 29. März in Deutschland
  2. Sam's Journey Neues Kaufspiel für C64 veröffentlicht

Age of Empires Definitive Edition Test: Trotz neuem Look zu rückständig
Age of Empires Definitive Edition Test
Trotz neuem Look zu rückständig
  1. Echtzeit-Strategie Definitive Edition von Age of Empires hat neuen Termin
  2. Matt Booty Mr. Minecraft wird neuer Spiele-Chef bei Microsoft
  3. Vorschau Spielejahr 2018 Zwischen Kuhstall und knallrümpfigen Krötern

Samsung C27HG70 im Test: Der 144-Hz-HDR-Quantum-Dot-Monitor
Samsung C27HG70 im Test
Der 144-Hz-HDR-Quantum-Dot-Monitor
  1. Volumendisplay US-Forscher lassen Projektion schweben wie in Star Wars
  2. Sieben Touchscreens Nissan Xmotion verwendet Koi als virtuellen Assistenten
  3. CJ791 Samsung stellt gekrümmten Thunderbolt-3-Monitor vor

  1. Re: Geht heulen!

    Der Held vom... | 09:41

  2. Re: Wer braucht denn das?

    Der mit dem Blubb | 09:40

  3. Re: Ware zurückstellen

    AussieGrit | 09:38

  4. Re: Und in Deutschland haben wir die Telekom

    Dwalinn | 09:36

  5. Re: Das sagt eine Schlange auch

    ML82 | 09:26


  1. 09:02

  2. 17:17

  3. 16:50

  4. 16:05

  5. 15:45

  6. 15:24

  7. 14:47

  8. 14:10


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel