Messenger: 1.000 Moderatoren prüfen gemeldete Whatsapp-Nachrichten

Gemeldete Whatsapp-Nachrichten werden an den Dienst weitergeleitet und dort geprüft. Dagegen hilft natürlich auch keine Verschlüsselung.

Artikel veröffentlicht am ,
Zu Moderation von Inhalten setzt Whatsapp auf weitergeleitete Nachrichten.
Zu Moderation von Inhalten setzt Whatsapp auf weitergeleitete Nachrichten. (Bild: KIRILL KUDRYAVTSEV/AFP via Getty Images)

Das Magazin Propublica berichtet in einer Recherche erstmals über Details zum Vorgehen von Whatsapp in Bezug auf gemeldete Inhalte. Dabei könnte es sich etwa um Betrug, Spam oder auch kriminelle Inhalte handeln, die Nutzer über eine Funktion in der Messenger-App an die Facebook-Tochter weiterleiten. Demnach beschäftigt der Dienst rund 1.000 Angestellte in Austin, Dublin und Singapur, um die Inhalte zu überprüfen.

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Dies diene dazu, den schlimmsten Missbrauch auf der Plattform zu verhindern, indem im Zweifel betroffene Accounts schlicht aus dem Messenger-Netzwerk entfernt werden, heißt es. Ein Sprecher von Whatsapp sagte Propublica demnach darüber hinaus, dass das Unternehmen anders als etwa bei Facebook oder Instagram vermeide, hierfür den Begriff Moderation zu verwenden.

Das liegt wohl wiederum daran, dass Facebook bei den genannten Social-Media-Netzwerken die mehr oder weniger öffentlichen Nachrichten eben einsehen und im Zweifel auch einzeln löschen kann. Bei Whatsapp geht das wegen der dort genutzten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aber natürlich nicht. Für die genannten Netzwerke setzt Facebook auf rund 15.000 Moderatoren sowie auch auf Machine-Learning-Modelle zum Vorfiltern. Letzteres geschieht wohl auch bei Whatsapp.

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Propublica schreibt in seinem Bericht, dass Whatsapp mit diesem Vorgehen seine Versprechungen zur Privatsphäre und Geheimhaltung der Nachrichten nicht einhalte, obwohl das Unternehmen eben massiv mit diesen Argumenten um Nutzer wirbt. Eva Galperin, Director für Cybersecurity bei der US-Bürgerrechtsorganisation EFF, bezeichnet das auf Twitter aber als "irreführend". Immerhin werde die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung durch das Vorhandensein eines Teams zur Missbrauchsbekämpfung nicht mehr untergraben, wie wenn etwa ein Screenshot einer Nachricht woanders veröffentlicht werde.

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dummzeuch 09. Sep 2021

Ich verstehe das so: * Bei öffentlichen Nachrichten (Gruppen, was auch immer) auf...

Benutztername12345 09. Sep 2021

Außerhalb der Messenger-App

Benutztername12345 09. Sep 2021

Ja so meinte ichs. Der vorgeschobene Grund, wegen dem dann alle zustimmen

FeuerTeuer1 08. Sep 2021

Ich denke, die z.B. 16.000 Lügen gegen die Grünen, welche seit April stark über WhatsApp...



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