Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Messaging: Whatsapp-Mitgründer wird Chef bei Signal

Der Whatsapp -Mitgründer Brian Acton wird den Chefposten bei Signal vorübergehend übernehmen, bis ein dauerhafter CEO gefunden ist.
/ Ingo Pakalski , dpa
21 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Brian Acton wird der neue Übergangs-CEO bei Signal. (Bild: Matt Winkelmeyer/Getty Images for Wired)
Brian Acton wird der neue Übergangs-CEO bei Signal. Bild: Matt Winkelmeyer/Getty Images for Wired

Whatsapp-Mitgründer Brian Acton übernimmt die Führung beim konkurrierenden Chatdienst Signal - zumindest bis ein dauerhafter neuer Chef gefunden wurde. Signal-Gründer Moxie Marlinspike teilte mit, dass er den Chefposten bei Signal binnen eines Monats aufgeben werde(öffnet im neuen Fenster) . Er wolle jemanden "mit frischer Energie reinbringen" und werde sich auf die Suche nach einem Nachfolger konzentrieren.

Der Messenger-Dienst Signal kommt auf rund 40 Millionen aktive Nutzer im Monat. Die App setzt auf sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, bei der Chat-Inhalte nur für die beteiligten Nutzer im Klartext verfügbar sind.

Im vergangenen Jahr profitierte Signal mit einem Zustrom neuer Nutzer von der Kontroverse um die neuen Nutzungsbedingungen von Whatsapp . Damals ging es um Befürchtungen, Whatsapp würde mehr Daten mit der Unternehmensmutter Facebook teilen - das wies der Dienst stets zurück. Ein europäischer Verbraucherverband wirft Whatsapp in einer Beschwerde vor, Nutzer von Whatsapp auf unlautere Weise zur Annahme der neuen Datenschutzregeln gedrängt zu haben.

Signal nutzt gleichen Verschlüsselungs-Algorithmus wie Whatsapp

Der bei Signal entwickelte Verschlüsselungs-Algorithmus wird auch von Whatsapp eingesetzt. Acton engagiert sich bei Signal, seit er das Unternehmen einige Jahre nach der Whatsapp-Übernahme verließ und auf Distanz zum Onlinenetzwerk ging.

Signal schwenkte zuletzt auf ein umstrittenes Projekt ein mit dem Plan, nicht nachverfolgbare Digitalzahlungen für Nutzer verfügbar zu machen . Über die für alle Signal-Anwender verfügbare Zahlungsfunktion Mobile Coin sollen sich Zahlungen in einer Kryptowährung genauso einfach verschicken lassen wie etwa Textnachrichten. Die Technik soll dabei außerdem deutlich mehr Privatsphäre bieten als eine Zahlung über das normale Bankensystem. Laut US-Medienberichten befürchteten einige Signal-Mitarbeiter, dass dies dem Chatdienst große Probleme unter anderem mit US-Regulierungsbehörden einbringen könne.


Relevante Themen