Abo
  • Services:

Verfügbarkeit und Fazit der Mesh-Systeme

Die Mesh-Systeme sind grundsätzliche eine teure Angelegenheit. Am teuersten ist Linksys' Velop. Das von uns getestete Dreierpaket kostet stolze 500 Euro, fast so viel wie controllerbasierte Ubiquiti-Unifi-Systeme. Immerhin gibt es gleich drei Einheiten im Paket. Das Zweierpaket kostet rund 370 Euro im Handel. Sehr viel günstiger ist Devolos Gigagate. Das Startset kostet gerade einmal 200 Euro. Dazwischen liegen Netgears Orbi und Ubiquitis Amplifi, die rund 400 beziehungsweise 300 Euro kosten. Alle Systeme lassen sich durch zusätzliche Einheiten erweitern.

Fazit

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Berlin
  2. OKI EUROPE LIMITED, Branch Office Düsseldorf, Düsseldorf

Mit allen Systemen kann günstig mehr WLAN-Reichweite erreicht werden. Es kommt aber auf das Budget an, was erreicht werden kann. Die teuren Systeme bieten einen Komfort, der bislang WLAN-Controller-Systemen für Unternehmen vorbehalten war. Roaming zwischen den Zellen ist kein Problem, da das WLAN-System bestimmt, mit welchem Access Point sich der Client verbinden soll

Die Mesh-Bridge-Systeme an sich funktionieren alle recht gut und lösen das Problem mangelnder Reichweite bei hoher Zuverlässigkeit. In unserer grenzwertigen Zweietagenwohnung hatten aber zumindest zwei der Systeme leichte Probleme. Eine bessere Positionierung glich das aber aus. Keine Probleme mit Verbindungen zwischen den Einheiten hatten das Velop- und das Orbi-System. Bei Devolo gab es öfter Warnungen vor schlechten Verbindungen, die in der Praxis aber nicht auffielen. Und Ubiquitis Amplifi ermöglicht leider kein Hüpfen der Daten zwischen den Mesh-Points, so dass der obere Mesh-Point auf 2,4 GHz zurückfallen musste.

Rein von der Funktion und Einrichtung her begeisterte uns trotzdem vor allem Ubiquitis Amplifi. In einer kleineren Wohnung ist das System vorzuziehen. Die Einrichtung ist extrem schnell durchgeführt, die Mesh-Points brauchen keine Netzteile, und der Router kann dank USB-Stromversorgung flexibel aufgebaut werden, auch wenn Ubiquiti das nicht empfiehlt. Ein Traum ist zudem der Upgrade-Prozess. Ein paar Tipps auf den Touchscreen und das Problem ist erledigt. Die Statistiken zeigen auch Nicht-Technikern wichtige Informationen, die an den Familien-Admin weitergeleitet werden. Und der Familien-Admin erfreut sich an sehr vielen Informationen, die trotz der aufgeräumten App-Oberfläche verfügbar sind. Kurzum: Amplifi ist eine von Grund auf neu erdachte Lösung und kann als Vorbild für alle dienen.

Traditioneller sind da die Systeme von Devolo und Netgear. Devolos Weboberfläche tut leider nur so, als wäre sie modern. Sie ist nicht gerade intuitiv. Zudem gibt es trotz des alten Ansatzes kaum weiterführende Informationen. Die fehlende Routerfunktion mag aber ausschlaggebend sein, denn dadurch ist das Gigagate-System äußerst günstig. Wer ohnehin einen Zwangsrouter nutzen muss, findet hier eine günstige Lösung. Dann lohnen sich die Mesh-Systeme nämlich oft nicht.

Gut gefallen hat uns auch Netgears Orbi, auch wenn erst die Firmwareversion 1.9 die Benutzung erleichterte. Davor nervte uns das langsame Webinterface. Auch hier gibt es viele Informationen, und der besonders leistungsfähige Backhaul-Kanal sollte Orbi auch in Grenzsituationen schnell arbeiten lassen. Tatsächlich war das bei uns auch der Fall. Dass die Boxen so groß sind, hat funktechnisch offenbar Vorteile. Das System ist aber noch nicht fertig. Für größere Installationen kommt in den nächsten Monaten noch ein großes Update und bringt Daisy Chaining.

Technisch funktioniert auch Linksys' Velop-System sehr gut. Die Einrichtung ist aber so nervig, dass wir nicht noch einmal Lust hätten, das System aufzusetzen, was uns so tatsächlich noch nicht passiert ist. Es braucht schon viel technisches Verständnis und Geduld für einige unverständliche Entscheidungen seitens Linksys. Der hohe Preis schreckt zusätzlich ab, auch wenn es app- und funktechnisch den höchsten Reifegrad hat.

Schlecht ist keines der Systeme. Anwender sollten sich aber zuvor genau Gedanken machen, was sie brauchen und ob ihre Wohnung entsprechende Aufstellplätze für die Hardware hat.

 Die Gigagate-Einrichtung ist etwas umständlich
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9. 8
  10. 9


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 399€ (Vergleichspreis ab 467€)

Winchester 23. Jun 2017

Leider sind die 5 GHz Treiber in OpenWRT und LEDE noch nicht so gut das man darüber...

as (Golem.de) 23. Jun 2017

Hallo, nicht mal annähernd. ;) Wenn man bedenkt, dass es vier Produkte sind, ist das noch...

rainer_zufall 15. Jun 2017

Verstehe nicht ganz warum in diesem Szenario so auf Mesh gepocht wird. Wenn in allen...

as (Golem.de) 15. Jun 2017

Hallo, das wird so leider nicht offen kommuniziert. Und selbst wenn, dann bleibt noch das...

ceberlin 14. Jun 2017

Moin, ich kann nur für die UbiQuiti Pro Geräte sprechen. Hier haben wir keinerlei...


Folgen Sie uns
       


Apple Pay ausprobiert

Dank Apple Pay können nun auch Nutzer in Deutschland kontaktlos mit ihrem iPhone bezahlen. Wir haben den Dienst bei unserem Lieblingscafé ausprobiert.

Apple Pay ausprobiert Video aufrufen
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test: Tolles teures Teil - aber für wen?
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test
Tolles teures Teil - aber für wen?

Der Mac Mini ist ein gutes Gerät, wenngleich der Preis für die Einstiegsvariante von Apple arg hoch angesetzt wurde und mehr Speicher(platz) viel Geld kostet. Für 4K-Videoschnitt eignet sich der Mac Mini nur selten und generell fragen wir uns, wer ihn kaufen soll.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Apple Mac Mini wird grau und schnell
  2. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

IT: Frauen, die programmieren und Bier trinken
IT
Frauen, die programmieren und Bier trinken

Fest angestellte Informatiker sind oft froh, nach Feierabend nicht schon wieder in ein Get-together zu müssen. Doch was ist, wenn man kein Team hat und sich selbst Programmieren beibringt? Women Who Code veranstaltet Programmierabende für Frauen, denen es so geht. Golem.de war dort.
Von Maja Hoock

  1. Job-Porträt Die Cobol Cowboys auf wichtiger Mission
  2. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  3. Job-Porträt Cyber-Detektiv "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"

Drahtlos-Headsets im Test: Ohne Kabel spielt sich's angenehmer
Drahtlos-Headsets im Test
Ohne Kabel spielt sich's angenehmer

Sie nerven und verdrehen sich in den Rollen unseres Stuhls: Kabel sind gerade bei Headsets eine Plage. Doch gibt es so viele Produkte, die darauf verzichten können. Wir testen das Alienware AW988, das Audeze Mobius, das Hyperx Cloud Flight und das Razer Nari Ultimate - und haben einen Favoriten.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test Jabra zeigt Apple, was den Airpods fehlt
  2. Ticpods Free Airpods-Konkurrenten mit Touchbedienung kosten 80 Euro
  3. Bluetooth-Ohrstöpsel im Vergleichstest Apples Airpods lassen hören und staunen

    •  /