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Das Internet ist anfällig für Attacken

Auch das Internet war als dezentrales Netz gestartet. Über einen Verbund von Millionen Servern sollten Informationen gleichberechtigt geleitet werden. Seit den Anfängen des Internets hat sich dessen Struktur jedoch erheblich gewandelt. Das liegt zum einen an der gebündelten Macht von Konzernen wie Comcast und Verizon. Beide Unternehmen nutzen in den USA ihre Vormachtstellung aus und geben nur dem ein schnelles Internet, der dafür auch bezahlt. Das ist weder dezentral noch gleichberechtigt.

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Die Struktur des Internets ist aber auch physisch zentraler geworden. Wie dicke Körpervenen durchziehen heute Backbones, leistungsstarke Glasfaserleitungen, auf einer Weltkarte Kontinente und Ozeane. Über sie läuft der Großteil der weltweiten Datenpakete. An Internetknoten wie dem in Marseille oder in Frankfurt am Main laufen die Backbones zusammen.

In Europa sind die besagten Internetknoten und etwa ein Dutzend Unterseekabel die Schwachstellen des Internets: Geheimdienste nutzen diese Zentralisierung schon heute aus. Der Bundesnachrichtendienst zapft den Internetknoten in Frankfurt an, der britische Auslandsgeheimdienst GCHQ sammelt Daten am Unterseekabel. Beide Geheimdienste arbeiten dabei zum Teil mit der NSA zusammen.

Folgen von Naturkatastrophen eindämmen

Seine nicht mehr ganz so dezentrale Architektur macht das Internet aber auch für andere Katastrophen als die Überwachung durch Geheimdienste anfällig. Am 7. November 2013 traf der Taifun Haiyan auf die Philippinen. Er zerstörte Existenzen, Häuser und Wälder. Und er traf zentrale Netze: die Strom- und Wasserversorgung und eben das Kommunikationsnetz.

Mit Apps wie Firechat ließe sich in solchen Gegenden ein alternatives Netz aufbauen, Hilfsaktionen ließen sich koordinieren. Etwa 15 Millionen Filipinos besitzen heutzutage ein Smartphone und könnten damit Teil eines Mesh-Netzwerks werden. In Südafrika werden Mesh-Netzwerke eingesetzt, um in entlegenen Landstrichen Internetzugang anzubieten. Im Grunde muss nur ein Teilnehmer in einem solchen Netz über Internetzugang verfügen. Diesen kann er dann über das Mesh-Netzwerk mit den anderen teilen.

800.000 Knoten in einem Mesh-Netzwerk

Bislang haben Mesh-Netzwerke aber vor allem ein Problem: Es machen zu wenige mit. Es ist nicht ganz klar, wie viele Teilnehmer nötig sind, um ein flächendeckendes Netz aufzubauen. Stephan Günther forscht an der Technischen Universität München über Mesh-Netzwerke. "Die Qualität des Netzes hängt stark von der Bevölkerungsdichte ab. In dünner besiedelten Regionen ist es sehr schwierig, ein flächendeckendes Mesh-Netzwerk aufzubauen. In dichter besiedelten Gebieten wie Städten kann es funktionieren", sagt er.

Mit dem neuen Feature von Apples iOS 7 kommen 800.000 Geräte hinzu, die ein Mesh-Netzwerk bilden könnten. Das erhöht die Chancen für ein flächendeckendes Netz erheblich. Aber es gibt ein Problem, und das hängt mit dem beschränkten Umfang freier Frequenzen zusammen.

 Mesh-Netzwerke: Wenn das Internet ersetzt wirdDas Internet der Dinge wird mit Mesh Networks funktionieren 
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tendenzrot 12. Aug 2014

https://de.wikipedia.org/wiki/IEEE_802.11s

Moe479 08. Aug 2014

viel zu lang, es besteht höchste rechtsunsicherhet, nur gut, dass daran unsere...

Ass Bestos 08. Aug 2014

NEIN, nicht jeder freifunker muss seinen internetzugang zur verfügung stellen oder hat...

tingelchen 08. Aug 2014

dr.house hat ja schon ein paar Codecs genannt. Mit einem 2MBit Anschluss kann man bereits...

tataa 08. Aug 2014

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