Mesa-3d: Freier AMD-Treiber bekommt H.264-Encoding

Der Mesa-Teil der freien AMD-Treiber bekommt einen Encoder für H.264. Der auf dem OpenMAX-API aufbauende Code unterstützt nun die Profile des Video-Standards.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Radeon R9 290 unterstützt VCE 2.0
Die Radeon R9 290 unterstützt VCE 2.0 (Bild: AMD)

Mit einer Reihe relativ überschaubarer Patches ermöglicht es das Entwickler-Team der freien AMD-Treiber für Linux, die Grafikkarten des Herstellers künftig auch für das Video-Encoding nach dem H.264-Standard zu benutzen. Dazu implementierten sie die verschiedenen Profile des Standards in der Grafikbibliothek Mesa.

Stellenmarkt
  1. SAP Basis-Administrator (m/w/d)
    Stadtwerke Bonn GmbH, Bonn
  2. Senior Project Manager Data Center & Cloud (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, verschiedene Standorte
Detailsuche

Dem vorausgegangen waren Arbeiten an den unterschiedlichen Teilen der Grafikinfrastruktur von Linux. So enthält etwa der für kommende Woche erwartete Linux-Kernel 3.15 Code zur Unterstützung der Video Codec Engine (VCE) 2.0, die in modernen Karten des Herstellers vorhanden ist. Die VCE 1.0, die in den Southern-Islands-GPUs enthalten ist, wird derzeit noch nicht unterstützt, das könnte aber demnächst folgen.

Im Userspace-Teil, der hauptsächlich Mesa umfasst, schrieben die AMD-Entwickler einen sogenannten State-Tracker für das OpenMAX-API, welches durch das Khronos-Konsortium standardisiert ist. Dieses ist ungefähr vergleichbar mit VDPAU, das ebenfalls als State-Tracker in Gallium, dem 3D-Bestandteil von Mesa, untergebracht ist. Über einen ähnlichen Aufbau ermöglicht es AMD, auch auf die Dekodierungsfunktionen der Hardware zuzugreifen. Diese nutzen ebenfalls das OpenMAX-API. Die neuen Funktionen werden voraussichtlich mit Mesa 10.3 noch in diesem Jahr veröffentlicht.

AMD stellt der Linux-Community bereits seit einigen Jahren Spezifikation zur Treiberprogrammierung zur Verfügung und beteiligt sich mit einem kleinen Team auch aktiv an der Entwicklung der freien Radeon-Treiber. Parallel dazu steht aber weiterhin der proprietäre Catalyst-Treiber für Linux-Systeme bereit. Der direkte Konkurrent Nvidia verhält sich bisher wesentlich defensiver, steuert aber mittlerweile auch freien Code zur Unterstützung des Tegra K1 bei.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Softwarepatent
Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten

Microsoft hat eine Klage um ein Software-Patent vor dem BGH verloren. Das Patent beschreibt Grundlagentechnik und könnte zahlreiche weitere Cloud-Anbieter betreffen.
Ein Bericht von Stefan Krempl

Softwarepatent: Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten
Artikel
  1. Krypto: Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten
    Krypto
    Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten

    Ein Gericht hat entschieden, dass Craig Wright der Familie seines Geschäftspartners keine Bitcoins schuldet - kommt jetzt der Beweis, dass er Satoshi Nakamoto ist?

  2. Fusionsgespräche: Orange und Vodafone wollten zusammengehen
    Fusionsgespräche
    Orange und Vodafone wollten zusammengehen

    Die führenden Netzbetreiber in Europa wollen immer wieder eine Fusion. Auch aus den letzten Verhandlungen wurde jedoch bisher nichts.

  3. Spielfilm: Matrix trifft Unreal Engine 5
    Spielfilm
    Matrix trifft Unreal Engine 5

    Ist der echt? Neo taucht in einem interaktiven Programm auf Basis der Unreal Engine 5 auf. Der Preload ist bereits möglich.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MM Weihnachtsgeschenkt (u. a. 3 Spiele kaufen, nur 2 bezahlen) • PS5 & Xbox Series X mit o2-Vertrag bestellbar • Apple Days bei Saturn (u. a. MacBook Air M1 949€) • Switch OLED 349,99€ • Saturn-Advent: HP Reverb G2 + Controller 499,99€ • Logitech MX Keys Mini 89,99€ [Werbung]
    •  /