Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Merkel zur IT-Branche: "Es gibt immer wieder Rückschläge"

Deutschland habe "zu kämpfen" , die ganze EU sei nicht gerade der dynamischste Kontinent im IT-Bereich: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zur Cebit-Eröffnung eine neue "Gründungskultur" gefordert.
/ Juliane Gunardono
37 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Kanzlerin Merkel bei der Eröffnungsrede zur Cebit 2013 (Bild: Fabrizio Bensch/Reuters)
Kanzlerin Merkel bei der Eröffnungsrede zur Cebit 2013 Bild: Fabrizio Bensch/Reuters

Die deutsche IT-Branche drohe zurückzufallen, die gesamte EU brauche eine neue Strategie, um international mithalten können: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zur Eröffnung der Cebit(öffnet im neuen Fenster) in Hannover am Montagabend Mahnungen verteilt. "Wir in Deutschland haben alle Hände voll zu tun, nicht nur Nutzer von wunderbaren IT-Dingen zu haben, sondern auch Menschen, die Lust haben, an der Entwicklung dieser Dinge mitzuarbeiten" , sagte Merkel und empfahl Messe-Partnerland Polen als Beispiel, das im IT-Bereich gut vorankomme.

Eine neue Gründungskultur sei nötig, betonte sie. Auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hatte eine Initiative gefordert, um die Startup-Gründung zu fördern. Durch die Verschmelzung von realer Wirtschaft und IT habe Deutschland gute Chancen, die Rahmenbedingungen dafür fehlten allerdings noch, sagte Merkel: gute Ausbildung und gute Gründungsmöglichkeiten für IT-Firmen. Auch der IT-Dialog sei wichtig. Dabei gebe es immer wieder "Rückschläge".

EU-weit gleiche Bedingungen für Startup-Gründung

Europa habe sich insgesamt "noch nicht als dynamischster Kontinent in diesem Bereich herausgestellt" , tadelte Merkel. Sie forderte eine "Gründungskultur" in ganz Europa und EU-weit gleiche Bedingungen für Startup-Gründungen. Für die Rettung des Euro sei bereits viel getan worden, nun müsse über die Konjunktur nachgedacht werden. "Wir reden immer über Wachstum, aber haben noch keine Antwort darauf: Wo soll das Wachstum überhaupt herkommen?" Die Bereiche Maschinenbau und Automobile allein würden dafür sicher nicht ausreichen.


Relevante Themen