Abo
  • Services:

Merkel-Handy: USA reagieren verärgert auf Ermittlungsverfahren

Die Reaktionen aus den USA auf das Ermittlungsverfahren des Generalbundesanwalts zum Merkel-Handy kamen prompt: Die Obama-Regierung bevorzuge ein direktes Gespräch, heißt es aus dem Weißen Haus.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Das Weiße Haus bevorzuge ein direktes Gespräch, heißt es als Reaktion auf ein Ermittlungsverfahren wegen des abgehörten Merkel-Handys.
Das Weiße Haus bevorzuge ein direktes Gespräch, heißt es als Reaktion auf ein Ermittlungsverfahren wegen des abgehörten Merkel-Handys. (Bild: Mandel Ngan/AFP/Getty Images)

Die US-Regierung ist offenbar wenig erfreut über das eröffnete Ermittlungsverfahren der deutschen Generalbundesanwaltschaft wegen des abgehörten Handys von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Sache sei bereits ausführlich in einem Gespräch zwischen Merkel und US-Präsident Barack Obama vor einem Monat besprochen worden, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Marie Hart, laut Süddeutsche.de. Der angemessenste Weg sei weiterhin, das Thema über diplomatische Wege zu behandeln.

Stellenmarkt
  1. OBERMEYER Servbest GmbH, München
  2. Neoperl GmbH, Müllheim

Generalbundesanwalt Harald Range will Merkel indes nicht dazu befragen, wie er in den Tagesthemen sagte. Auch eine Befragung Edward Snowdens in Moskau "stehe gegenwärtig nicht zur Debatte." Dabei geht es allerdings nur um den Spähangriff des US-Geheimdienstes NSA auf das nicht abhörsichere Vodafone-Handy von Bundeskanzlerin Merkel.

Das neu eingerichtete Ermittlungsreferat zur Cyberspionage hat am 1. Juni seine Arbeit aufgenommen. An dessen Spitze stehe eine Bundesanwältin, "die über langjährige Erfahrung bei der Verfolgung von Spionagestraftaten verfügt", sagte Range. Damit sollen künftig konkrete Fälle sogenannter Cyberspionage gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt wirksam strafrechtlich verfolgt werden können. Das Referat hat das Ermittlungsverfahren wegen des Merkel-Handys aufgenommen. Geprüft werde auch der Vorwurf der Ausspähung von deutschen Bürgern und Unternehmen. Hier sei aber noch keine Entscheidung gefallen.

Die jahrelange Überwachung von Merkels Handy war im vergangenen Oktober bekanntgeworden und hatte zu diplomatischen Verstimmungen zwischen Deutschland und den USA geführt. US-Präsident Barack Obama versicherte Merkel anschließend, dass ihr Handy nicht mehr abgehört werden solle. Diese Zusicherung soll aber nicht für andere Regierungsmitglieder gelten.

Nachtrag vom 5. Juni 2014, 16:45 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat beim G7-Gipfel in Brüssel mit US-Präsident Barack Obama nicht über die Affäre um das Abhören ihres Handys gesprochen. "Wir hatten so viel anderes", sagte sie am Donnerstag auf einer Pressekonferenz zur Begründung.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. (-78%) 8,99€
  3. (-20%) 47,99€

Moe479 07. Jun 2014

internationales recht ist auf landes genzen geicht, daher behaupte ich einfach mal das...

Hotohori 05. Jun 2014

Treffer, versenkt. (und nein, ich dachte dabei nicht an Fußball XD)

Nemorem 05. Jun 2014

Ich wäre auch für den diplomatischen Weg, aber bitte den amerikanischen nicht den...

p_stephan 05. Jun 2014

Vielen Dank für diesen Kommentar. Sie sprechen mir aus der Seele! Die Oberen sehen uns...

AllDayPiano 05. Jun 2014

Kein Mensch kann mir erzählen, dass die Deutschen Geheimdienste nicht schon längst davon...


Folgen Sie uns
       


Amazons Fire HD 10 Kids Edition - Hands on

Das Fire HD 10 Kids Edition ist das neue Kinder-Tablet von Amazon. Das Tablet entspricht dem normalen Fire HD 10 und wird mit speziellen Dreingaben ergänzt. So gibt es eine Gummiummantelung, um Stürze abzufangen. Außerdem gehört der Dienst Freetime Unlimited für ein Jahr ohne Aufpreis dazu. Das Fire HD 10 Kids Edition kostet 200 Euro. Falls das Tablet innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf kaputtgeht, wird es ausgetauscht.

Amazons Fire HD 10 Kids Edition - Hands on Video aufrufen
Leistungsschutzrecht/Uploadfilter: Worüber das Europaparlament wirklich abstimmt
Leistungsschutzrecht/Uploadfilter
Worüber das Europaparlament wirklich abstimmt

Das Europaparlament entscheidet am Donnerstag über das Leistungsschutzrecht und Uploadfilter. Doch Gegner und Befürworter streiten bis zuletzt, worüber eigentlich abgestimmt wird. Golem.de analysiert die Vorschläge.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Urheberrecht Europaparlament bremst Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
  2. Urheberrecht Freies Netz für freie Bürger
  3. Leistungsschutzrecht Verleger attackieren Bär und Jarzombek scharf

Bargeldloses Zahlen: Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt
Bargeldloses Zahlen
Warum Apple Pay sich hier noch nicht auszahlt

Während Google Pay jüngst hierzulande gestartet ist, lässt Apple Pay auf sich warten. Kein Wunder: Der deutsche Markt ist schwierig - und die Banken sind in einer guten Verhandlungsposition.
Eine Analyse von Andreas Maisch

  1. Bargeldloses Zahlen Apple und Goldman Sachs planen Apple-Kreditkarte

Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

    •  /