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Höhere Aufmerksamkeit in Winterstudie

Dabei sei durch das sogenannte adaptive Tageslicht (Daylight+) während der Fahrt die tägliche Lichtdosis auf den dreifachen Wert angehoben worden. "Zusammen mit den Lichtduschen vor und nach der Fahrt konnte die Lichtdosis in der Fahrerkabine im Vergleich zur normalen Tagesdosis mehr als verfünffacht werden", heißt es weiter. Das System passe die Helligkeit im Fahrerhaus durch einen Sensor ständig an die äußeren Bedingungen an. So könne die tägliche Lichtdosis gesteigert werden, ohne den Fahrer zu blenden.

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Dieser Studie zufolge waren alle acht Testfahrer mit dem künstlichen Tageslicht aufmerksamer als im Vergleichs-Lkw ohne Beleuchtung. Der unaufmerksame Fahrtanteil habe durchschnittlich von 44 Minuten auf 18 Minuten reduziert werden können. Die Aufmerksamkeit der Fahrer habe auch am Nachmittag nicht abgenommen. Zudem sei das Reaktionsvermögen konstanter gewesen und es sei unter monotoner Beanspruchung zu weniger Fehlreaktionen gekommen. EEG-Messungen der Gehirnströme, die während der Fahrt aufgezeichnet und ausgewertet worden seien, hätten dies belegt.

"Cabrio-Effekt" durch Sonnenblende

Im vergangenen Jahr testete Mercedes-Benz das Konzept 20 Tage lang mit 40 Probanden in Deutschland. Dabei wurden 21.000 Kilometer zurückgelegt. Das Ergebnis: Die Fahrer zeigten eine "signifikant höhere Aufmerksamkeit" während der Fahrten. Dabei machten sie weniger Fehler in Reaktionszeittests. Ebenfalls empfanden sie das Fahren als komfortabler, weil sie sich durch die zusätzliche Lichtquelle wie in einem Cabriolet fühlten. Mercedes spricht daher schon von einem "Cabrio-Effekt". Bei den Testfahrten habe zudem kein einziges Mal der sogenannte Aufmerksamkeitsassistent den Fahrer warnen müssen.

Die Erkenntnisse der Studien und Tests wurden auf das ESF 2019 übertragen. Nach Angaben von Entwicklungsingenieur Betz verfügt das Lichtkonzept über drei Funktionen. Während der Fahrt lässt sich zum einen ein "vitalisierendes Innenlicht" aktivieren, das in die Sonnenblende integriert ist. Dieses besteht aus einem weißen LED-Licht, dem zusätzlich Blau hinzugegeben wird. Dabei wird die Intensität des Lichts automatisch über einen Lichtsensor in der Frontscheibe geregelt. Bei Dämmerung oder in einem Tunnel dimmt das System die Lampe.

Lichtdusche und Lichtwecker

Die volle Intensität lässt sich darüber hinaus als "Lichtdusche" einschalten. Diese ist laut Betz für Pausen gedacht oder aber für den Fall, dass das Fahrzeug autonom fährt und die mögliche Blendung des Fahrers keine Rolle spielt. Die dritte Funktion ist der für die Finnland-Studie entwickelte Lichtwecker. Dieser soll den Fahrer nach einem Power-Nap-Programm wieder aufwecken. Der Lichtwecker fängt laut Betz sehr warmweiß an und fügt dann den Blaulichtanteil hinzu.

Bei etlichen Funktionen des ESF 2019 steht noch nicht fest, wann und wie sie in Serie gehen werden. Dies gilt beispielsweise für das selbstfahrende Warndreieck. Für das zusätzliche Licht sind hingegen keine autonomen oder vernetzten Funktionen erforderlich. Man braucht offenbar nicht immer 5G, um das Autofahren sicherer zu machen.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Mercedes an der Präsentation des ESF 2019 teilgenommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

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 Mercedes-Sicherheitsstudie: Mit der Lichtdusche gegen den Sekundenschlaf
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shokked 13. Jun 2019

Hallo, ich muss sagen, ich genieße mittlerweile die Übersicht, die ich in meinem Mini SUV...

Jakelandiar 05. Jun 2019

Doch. Nur tut das hier der Öffi auch. Das heißt er kommt 10 min. zu spät und dann steht...

.02 Cents 03. Jun 2019

Der Zweck der Assistenzsysteme im 737 ist auch nicht, dass das Ding abstürzt &#8230...

plutoniumsulfat 02. Jun 2019

Da schläft man aber auch meistens :)

JackIsBlack 02. Jun 2019

Doch. Schönes Auto.


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