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Die neue S-Klasse lässt das hochautomatisierte Fahren schon ein bisschen erahnen.
Die neue S-Klasse lässt das hochautomatisierte Fahren schon ein bisschen erahnen. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Praktischer Physikunterricht

Eine Fahrt mit der S-Klasse wird daher zu einer Art praktischem Physikunterricht. Wenn das Auto in einer Kurve über die Mittellinie hinausfährt, ist die zulässige Querbeschleunigung von 3 m/s2 überschritten worden. Der Fahrer tut auf solchen Strecken gut daran, stets sein Lenkrad im Griff zu behalten. Denn es gibt weiterhin keine akustische Warnung, wenn die zulässige Querbeschleunigung erreicht wird.

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  • Die neue S-Klasse kann ihre Geschwindigkeit automatisch dem Kurvenlauf anpassen. (Foto: Daimler)
  • Die Kamera- und Radarsensoren erkennen die vorausfahrenden Fahrzeuge und die Spurmarkierungen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Abstandsregeltempomat Distronic lässt sich nun bequem vom Lenkrad aus bedienen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nach 15 Sekunden fordert das System den Fahrer auf, die Hände wieder ans Lenkrad zu legen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Bedienungselemente am Lenkrad haben eine berührungsempfindliche Fläche. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Anders als Tesla oder der Audi A8 verfügt die S-Klasse noch nicht über Touchscreens an der Mittelkonsole. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der sogenannte Controller ist hingegen berührungsempfindlich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Mit weiteren Tasten links neben dem Lenkrad lassen sich Assistenzsysteme oder das Head-up-Display einschalten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Stereokamera hat eine Reichweite von 500 Metern, davon 90 Meter 3D-fähig. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Vier Kameras erlauben einen Rundumblick für den Park-Assistenten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Sensorausstattung entspricht derjenigen der E-Klasse, soll im Detail aber verbessert worden sein. (Grafik: Daimler)
  • Gegen Aufpreis lässt sich auch im Fond das Smartphone induktiv laden. (Foto: Daimler)
  • Zwei Bildschirme auf dem Rücksitz können individuelle Inhalte darstellen.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auch der Passagier im Fond kann sich vom Sitz massieren lassen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die neue S-Klasse verfügt über mehrere Komfortprogramme, die ein "Wellness-Setup" ermöglichen sollen. (Foto: Daimler)
  • Der Bildschirm auf dem Rücksitz lässt sich per Fernbedienung steuern. (Foto: Daimler)
  • Der Starter-Generator für den Mildhybrid (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die wassergekühlte 48-Volt-Batterie hat eine Kapazität von einer Kilowattstunde. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die geplanten UN-ECE-Regelungen für die Querbeschleunigung von Lenkassistenten
  • Die Freihanderkennung verlangt nach 15 Sekunden einen Griff ans Lenkrad.
Die geplanten UN-ECE-Regelungen für die Querbeschleunigung von Lenkassistenten

Doch das System passt seine Geschwindigkeit nicht nur dem Kurvenverlauf an. Die integrierte Stereokamera von Autoliv erkennt zuverlässig die Tempolimits am Straßenrand und Ortsschilder. Dementsprechend fährt das Auto langsamer oder gibt wieder Gas. Selbst bei einem Kreisverkehr oder vor einer Kreuzung wird abgebremst. Allerdings muss der Fahrer selbst die Vorfahrtsregeln beachten und anhalten, wenn er ein anderes Fahrzeug passieren lassen muss. Es gibt sogar unterschiedliche Fahrstile wie Comfort, Sport oder Eco. Je nach Einstellung fährt die S-Klasse dann schneller durch eine Kurve.

Schärfere Vorschriften für die Freihanderkennung

Ein weitgehend automatisiertes Fahren ist hingegen auf der Autobahn möglich, wo es keine engen Kurvenradien gibt. Ebenso wie auf allen anderen Strecken wird der Fahrer von der sogenannten Freihanderkennung nach 15 Sekunden optisch aufgefordert, wieder ans Lenkrad zu greifen. Nach 30 Sekunden erfolgt eine akustische Warnung. Nach 60 Sekunden leitet das Auto eine Zwangsbremsung ein und bleibt mit blinkenden Warnleuchten stehen. Auch diese Vorschrift findet sich in dem neuen UN-ECE-Vorschlag.

Anders als bei der von uns getesteten Version von Teslas "Autopilot" funktioniert die Freihanderkennung problemlos. Es ist nicht notwendig, das Lenkrad zu bewegen. Ein kräftiger Druck mit der Hand reicht aus. Zudem wird der Lenkassistent durch ein Bewegen des Lenkrades nicht deaktiviert. Wer beispielsweise auf einer Kurvenstrecke in die Lenkung eingreift, muss die Funktion anschließend nicht erneut freischalten. Das ist nur der Fall, wenn die Bremse betätigt wird.

Automatischer Spurwechsel besser als bei Tesla

Ebenfalls besser als bei Tesla funktioniert der Spurwechselassistent. Bei der S-Klasse reicht es nun aus, kurz den Blinkerhebel anzutippen. Wenn eine mehrspurige Straße frei ist und hinten oder daneben kein Fahrzeug registriert wird, wechselt das Auto zügig die Fahrbahn. Bei unklarer Verkehrslage wartet das Auto bis zu zehn Sekunden. Falls in dieser Zeit kein Wechsel möglich war, muss der Fahrer den Blinker erneut betätigen. Beim Tesla war hingegen ein Bewegen des Lenkrads erforderlich, um den Spurwechsel einzuleiten. Das führte schnell dazu, dass sich der Lenkassistent unerwartet abschaltete.

Die komplette Steuerung der Distronic erfolgt bei der neuen S-Klasse über ein kleines Bedienungsfeld am Lenkrad. Damit ist es unter anderem möglich, eine höhere Geschwindigkeit einzustellen, als es ein Tempolimit zulässt. Schließlich will Mercedes seine Kunden nicht bevormunden. Da es sich dabei noch nicht um eine hochautomatisierte Funktion handelt, müssen die Fahrer selbst für die Strafzettel aufkommen. Bei einem richtigen Autobahnpiloten wäre hingegen der Hersteller für eine Fehlfunktion verantwortlich.

 Mercedes S-Klasse im Test: Das selbstfahrende Auto ist schon sehr naheSensorik kaum verändert 

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therrmann 09. Aug 2017

Doch, ist es. Und zwar wenn die Zielführung über die Navigation aktiviert ist. Wenn ich...

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ArcherV 09. Aug 2017

Und genau das ist der Punkt, dass die Bedienung von Tesla besser als bei Audi ist.

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amagol 08. Aug 2017

Das macht er einmal und dann bleibt das vermutlich auch so. Das alle 5 Minuten wenn das...

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thinksimple 07. Aug 2017

Und es wird noch die Spur gehalten und ein Notruf abgesetzt.

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Berner Rösti 07. Aug 2017

Es gibt das Phänomen, dass ein Stau scheinbar aus dem Nichts entsteht. Grund ist, dass...

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