Abo
  • Services:
Anzeige
Mercedes-Entwickler Ralf Herrtwich
Mercedes-Entwickler Ralf Herrtwich (Bild: Clemens Gleich)

Wie autonome Autos die Städte verändern

Golem.de: Wie könnte denn eine Zukunft aussehen, wenn wir erst einen gewissen Anteil autonomer Autos auf den Straßen sehen und später sehr viele oder fast ausschließlich autonome Autos?

Herrtwich: Die Endphase lässt sich hier einfacher beschreiben als die Zwischenphase. Das Endszenario ist in meiner Vorstellung dadurch geprägt, dass man den öffentlichen Raum in den Städten verändern kann, weil es mehr verfügbaren Platz gibt, der vorher Parkraum war. Autonome Fahrzeuge können sich ihren Parkplatz selber suchen und besser ausgelastet sein, sie brauchen also weniger Parkplätze. Wenn man das noch kombiniert mit Carsharing-Ideen à la Car2Go, ergibt das eine deutlich andere Mobilität, eine Mobilität on Demand. Es werden dann im Stadtraum ganz andere Flächennutzungskonzepte möglich.

Anzeige

Wir denken, dass es eine Erfolgsstory wird

Der Weg dahin ist allerdings schwierig, denn solange es einen Mischverkehr gibt, können wir nicht radikal umorganisieren. Es ist allerdings sowieso so, dass Infrastruktur und Stadtentwicklung ihre Zeit brauchen, sich an so eine technische Entwicklung anzupassen. Man kann sich gut vorstellen, dass neue Konzepte lokal ausgerollt und peu à peu anderswo übernommen werden, wenn sie sich bewähren. Wir müssen überhaupt erst einmal sehen, wie gut solche Systeme dann auch angenommen werden. Wir denken natürlich, dass alles eine Erfolgsstory wird, aber bisher hat ja noch niemand den Versuch gemacht.

Golem.de: In der Technikszene ist die Ansicht verbreitet, dass die Autoindustrie bei autonomen Autos keinen Vorteil mehr habe vor neuen Mitbewerbern. Was ist Ihre Ansicht dazu?

Herrtwich: Sich hinzustellen und als Autobauer zu sagen: "Nur wir können das!", das wäre vermessen. So wie wir uns einige Techniken neu erarbeiten mussten, müssen auch andere sich mit Dingen auseinandersetzen, die in ihrem bisherigen Geschäft nicht vorkommen. Ein nicht unwesentlicher Teil unseres Know-hows ist das Wissen darum, wie man ein Fahrzeug aufbaut, erprobt, absichert, so dass man es im besten Gewissen auf die Welt loslassen kann. Das führt dazu, dass die Systeme, die wir einführen, mit sehr geringen Fehlerraten in den Markt gehen. Am Ende kommt es ja auch auf das Gesamtpaket an, auf das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten: der Intelligenz, des Antriebs, des Interieurs und Designs.

Golem.de: Abschlussfrage: Welches Traumfahrzeug würden Sie gerne noch in Ihrem aktiven Arbeitsleben auf die Straße bringen, in Serie?

Herrtwich: Ich würde gerne den F 015 oder vielleicht seinen kleinen Bruder, die urbanere "Vision Tokyo", auf die Straße bringen - mit all den Funktionen, die wir damals nur prototypisch als Konzept angedacht haben. So was als Serienfahrzeug, das würde ich gerne noch hinbekommen.

 Entscheiden Autos über Leben und Tod?

eye home zur Startseite
Proctrap 07. Jun 2016

Bis die Baustelle mal net uf'm Navi steht

Proctrap 07. Jun 2016

Ich fürchte du solltest einen Artikel bei Golem zu Thema "welcher Hersteller funkt was...

PiranhA 06. Jun 2016

Das grundsätzliche Problem ist doch, dass Computer sich mit Unsicherheiten schwer tun...

thrust26 04. Jun 2016

Irgendwann wird sie aber soweit sein. Und bis dahin sollte die Gesellschaft die...

Gamma Ray Burst 04. Jun 2016

Ja Unit Tests im Machine Learning stelle ich mir recht spannend vor;-) Aber was er da...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. I.T.E.N.O.S. International Telecom Network Operation Services GmbH, Bonn
  2. T-Systems International GmbH, Stuttgart, Leinfelden-Echterdingen
  3. T-Systems International GmbH, Berlin, Bonn
  4. BG-Phoenics GmbH, Hannover


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Bose Soundlink Mini Bluetooth Speaker II 149,90€)
  2. (alle Angebote versandkostenfrei, u. a. Prey (Day One Edition) PC/Konsole 35,00€, Yakuza Zero PS4...
  3. 44,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Heiko Maas

    "Kein Wunder, dass Facebook seine Vorgaben geheim hält"

  2. Virtual Reality

    Oculus Rift unterstützt offiziell Roomscale-VR

  3. FTP-Client

    Filezilla bekommt ein Master Password

  4. Künstliche Intelligenz

    Apple arbeitet offenbar an eigenem AI-Prozessor

  5. Die Woche im Video

    Verbogen, abgehoben und tiefergelegt

  6. ZTE

    Chinas großes 5G-Testprojekt läuft weiter

  7. Ubisoft

    Far Cry 5 bietet Kampf gegen Sekte in und über Montana

  8. Rockstar Games

    Waffenschiebereien in GTA 5

  9. Browser-Games

    Unreal Engine 4.16 unterstützt Wasm und WebGL 2.0

  10. Hasskommentare

    Bundesrat fordert zahlreiche Änderungen an Maas-Gesetz



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Debatte nach Wanna Cry: Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
Debatte nach Wanna Cry
Sicherheitslücken veröffentlichen oder zurückhacken?
  1. Sicherheitslücke Fehlerhaft konfiguriertes Git-Verzeichnis bei Redcoon
  2. Hotelketten Buchungssystem Sabre kompromittiert Zahlungsdaten
  3. Onlinebanking Betrüger tricksen das mTAN-Verfahren aus

Sphero Lightning McQueen: Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen
Sphero Lightning McQueen
Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

Quantencomputer: Nano-Kühlung für Qubits
Quantencomputer
Nano-Kühlung für Qubits
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Quantencomputer Was sind diese Qubits?
  3. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter

  1. Re: Boah Heiko halt doch endlich deine dumme Fresse

    narfomat | 02:57

  2. Re: Unangenehme Beiträge hervorheben statt zu...

    klaus9999 | 02:44

  3. Warum?

    NeoXolver | 02:38

  4. Re: Jeder redet über FB-Mitarbeiter - keiner über...

    klaus9999 | 01:55

  5. Password-Master - Master-Desaster

    MarioWario | 01:40


  1. 12:54

  2. 12:41

  3. 11:44

  4. 11:10

  5. 09:01

  6. 17:40

  7. 16:40

  8. 16:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel