Der EQS kommt zu einem Basispreis von 106.000 Euro auf den Markt.Bild:
Friedhelm Greis/Golem.de
Die neue vollelektrische Luxuslimousine EQS von Mercedes-Benz soll mit einem Basispreis von knapp 106.000 Euro auf den Markt kommen. Dieser Preis gelte für das Modell EQS 450+ mit Hinterantrieb und einer Motorleistung von 245 kW (333 PS), teilte das Unternehmen am 10. August 2021 zum Verkaufsstart mit(öffnet im neuen Fenster) . Der allradgetriebene EQS 580 4Matic mit 385 kW (523 PS) startet demnach mit einem Preis von rund 135.500 Euro. Beide Versionen verfügen über eine nutzbare Akkukapazität von fast 108 Kilowattstunden (kWh).
Mit diversen Extras kann sich der Preis aber deutlich erhöhen. So schlägt alleine der neu entwickelte Hyperscreen, der drei Bildschirme unter einem 141 cm breiten Deckglas vereinigt, mit 8.568 Euro zu Buche. Die Hinterachslenkung mit einem höheren Einschlagwinkel von 10 Grad kostet zusätzlich 1.547 Euro. Die Lenkung bis zu einem Winkel von 4,5 Grad ist serienmäßig enthalten.
Verschiedene Assistenzsysteme hat das Unternehmen in Paketen gebündelt. Das günstigste Advanced-Paket für 2.082 Euro enthält unter anderem einen Abstandsregeltempomaten (Distronic) und einen Assistenten für Spurhalten und Spurwechsel. Zusätzliche Systeme für teilautomatisiertes Fahren sowie ein Parkpaket mit 360-Grad-Kamera kosten im Advanced-Plus-Paket mehr als 6.500 Euro. Head-up-Display und Panorama-Schiebedach sind zusätzlich im Premiumpaket für rund 11.300 Euro enthalten.
Keine Angaben macht Mercedes-Benz im Konfigurationsmenü(öffnet im neuen Fenster) zu den neuen Komforttüren. Diese lassen sich automatisch öffnen und schließen. Das soll auch dann funktionieren, wenn sich der Fahrer dem Fahrzeug annähert. Der sogenannte Drive Pilot, der ein selbstständiges Fahren im Stau auf der Autobahn ermöglicht, wird ebenfalls noch nicht vermarktet. Auch eine Variante mit einem kleineren Akku von 90 kWh ist nicht zum geplanten Verkaufsstart erhältlich. Deren Einstiegspreis sollte angeblich bei rund 90.000 Euro liegen.
Zusätzliche Funktionen können auch nachträglich per Online-Update aktiviert werden. Der EQS ist der erste Mercedes, der solche Over-the-air-Updates (OTA) anbietet. Der EQS soll in Deutschland von September 2021 an ausgeliefert werden, in den USA im vierten Quartal dieses Jahres.
Auf ersten Probefahrten hat sich der EQS durch eine hohe Reichweite ausgezeichnet. Dazu trägt unter anderem der geringe Luftwiderstand bei, der den EQS zum aerodynamischsten Serienauto der Welt machen soll. Der Einstiegspreis des EQS von 106.000 Euro ist vergleichbar mit dem der anderen elektrischen Luxuslimousinen wie Tesla Model S,Porsche Taycan oder Audi E-Tron GT.
Bild 1/30: Der vollelektrische EQS ist das neue Vorzeigemodell von Mercedes-Benz und soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 2/30: Mit einer Reichweite von bis zu 780 km nach WLTP macht der EQS dem Tesla Model S Konkurrenz. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 3/30: Auf der Heckklappe befindet sich ein kleiner Spoiler. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 4/30: Der Kühlergrill ist komplett geschlossen, um den Luftwiderstand zu senken. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 5/30: Der EQS zeichnet sich durch eine besonders aerodynamische Karosserie aus. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 6/30: Die großen Reifen und besondere Felgen sollen ebenfalls den Luftwiderstand reduzieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 7/30: Gegen Aufpreis ist der 141 cm breite Hyperscreen erhältlich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 8/30: Das Deckglass zieht sich über die komplette Breite des Innenraums. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 9/30: Drei verschiedene Bildschirme verschmelzen zur einer optischen Einheit. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 10/30: Dem Beifahrer steht das gleiche Menü wie dem Fahrer auf dem Zentraldisplay zur Verfügung.
Bild 11/30: Auch für die Fahrgäste auf dem Rücksitz gibt es auf Wunsch eigene Monitore. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 12/30: Der Kofferraum ist mit 610 Litern recht groß. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 13/30: Mit umgeklappten Rücksitzen vergrößert sich das Volumen auf 1.770 Liter. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 14/30: Da sich die Motorhaube nicht ohne Weiteres öffnen lässt, gibt es eine besondere Einfüllöffnung für die Scheibenwaschanlage. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 15/30: Mit rund 200 Kilowatt lässt sich der EQS per Gleichstrom aufladen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 16/30: Die Grafik zeigt, wie weit man mit einer einzigen Ladung nach WLTP von Zürich aus kommen könnte. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 17/30: Der Akku ist mit einer Kapazität von rund 108 Kilowattstunden ziemlich groß. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 18/30: Die Zellen bezieht Mercedes vom chinesischen Hersteller CATL. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 19/30: Die Antriebseinheit stammt von Valeo/Siemens. Der hintere Motor liefert 245 Kilowatt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 20/30: Serienmäßig gibt es eine Luftfederung mit kontinuierlicher Verstelldämpfung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 21/30: Die Routenplanung zeigt auch die erforderlichen Ladestopps an. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 22/30: Die Ladestationen entlang der Route lassen sich nach Ladeleistung filtern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 23/30: Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Darstellung des Energieverbrauchs. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 24/30: Die Reichweite lässt sich durch die gezielte Deaktivierung von Funktionen weiter erhöhen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 25/30: Bei einem Ladezustand von 69 Prozent lud der EQS immerhin noch mit 123 Kilowatt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 26/30: Der Verbrauch auf der Testfahrt war an beiden Tagen sehr niedrig. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 27/30: Je nach Fahrstil gibt der EQS eine Mindest- und eine Maximalreichweite an. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 28/30: Ein Novum sind die elektrischen Komforttüren, die sich automatisch bei der Annäherung des Fahrers öffnen können. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 29/30: Die Türen lassen sich über das Display einzeln öffnen und schließen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Bild 30/30: Drei verschiedene Geräusche für den Innenraum stehen zur Verfügung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Nachtrag vom 10. August 2021, 12:41 Uhr
Ein Sprecher von Mercedes-Benz teilte auf Anfrage von Golem.de mit, dass weder die Komforttüren noch das Einstiegsmodell mit 90-kWh-Akku derzeit erhältlich seien. Ein Termin für die Verfügbarkeit der beiden Angebote stehe noch nicht fest.