Electric Intelligence ist nicht immer schlau

So lassen sich keine Ladestationen manuell hinzufügen oder entfernen. Das soll erst beim neuen EQS möglich sein. Dieser zeigt zudem die voraussichtlichen Ladekosten an.

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Was beim aktuellen System ebenfalls stört: Fährt man eine Ladestation an und befindet sich die eigentliche Ladesäule nicht exakt an den gespeicherten GPS-Koordinaten, geht das System davon aus, dass die Ladestation ausgelassen wurde. Dann wird eine neue Route berechnet und das System versucht, die nächste Ladestation zu finden. Die Angabe, bis zu welchem Ladezustand eigentlich an der nun angefahrenen Säule geladen werden soll, ist dann auch verschwunden. Das System sollte aber intelligent genug sein, die geringe Abweichung zu tolerieren und zu erkennen, dass am geplanten Ladepunkt tatsächlich geladen wird.

Besser als die Tesla-Navigation

Die Einstellungsmöglichkeiten bei dem System sind zudem gering. Vor Beginn einer Fahrt ist es sinnvoll, den gewünschten Ladezustand bei der Ankunft einzustellen. Gibt es direkt am Ziel eine Lademöglichkeit, reichen zehn Prozent völlig aus. Der Maximalwert ist 50 Prozent. Ebenfalls ist möglich, die Ladestationen auf solche zu beschränken, die per Mercedes Me Charge abgerechnet werden können.

Trotz der kleinen Mängel ist die Electric Intelligence in der Praxis sogar dem Navigationssystem von Tesla überlegen. So wird detaillierter angegeben, mit welcher Restkapazität eine Ladesäule unterwegs angefahren wird. Zudem fährt das Tesla-Navi unterwegs praktisch nur Supercharger an. Öffentliche Säulen werden nur teilweise aufgelistet, können aber manuell hinzugefügt werden. Selbst überzeugte Tesla-Fahrer nutzen daher zur Routenplanung zusätzlich Anbieter wie A Better Routeplanner (ABRP). Ein integriertes System wie Electric Intelligence hat jedoch den Vorteil, direkt auf die Verbrauchsdaten zugreifen zu können. Ebenfalls kann der Akku für den Ladevorgang schon vorkonditioniert werden.

Warnung vor Brandgefahr durch Kraftstoff

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Bei der Integration der elektrischen Funktionen hat sich Mercedes mehr Mühe gegeben als Opel beim Zafira-e. Der Stromverbrauch lässt sich gut visualisieren. Der Bedarf fürs Fahren, Heizen und Kühlen sowie sonstige Verbraucher wird genau aufgeschlüsselt. Auf der Testfahrt brauchte der Antrieb 87 Prozent des Stroms. Für die Heizung wurden 8 Prozent der Energie aufbracht, für den Rest 5 Prozent. Das entspricht einer Heizleistung von rund 2,6 Kilowatt.

  • Der Mercedes-Benz EQV ist ein gut ausgestatteter Elektro-Kleinbus mit großem Akku. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der EQV basiert auf der V-Klasse und unterscheidet sich optisch nur in einigen Details. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der EQV ist nur in der langen und extralangen Variante erhältlich. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Serienmäßig ist er mit dem Entertainment-System MBUX ausgestattet. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Für die Instrumententafel ist anders als beim EQC und EQA kein großes Display erhältlich. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Entertainment-System lässt sich über ein Bedienfeld am Lenkrad einstellen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Bedienfeld auf der rechten Seite steuert die Anzeige in der Instrumententafel. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über ein Touchpad in der Mittelkonsole lässt sich ebenfalls das MBUX steuern. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gegen Aufpreis sind elektrisch verstellbare Sitze erhältlich. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das System Electric Intelligence berechnet die Route mit allen Ladestationen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Es gibt wenige Einstellmöglichkeiten, darunter die Restkapazität bei der Ankunft. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Strombedarf lässt sich auf verschiedene Verbrauchertypen aufschlüsseln. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auch  der Verbrauch in den zurückliegenden Stunden lässt sich visualieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Akku kann per Gleichstrom mit rund 100 kW geladen werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Eco-Bonus ist in der Praxis wenig hilfreich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der hohe Durchschnittsverbrauch von 33 kWh/100 km war auch den niedrigen Temperaturen geschuldet. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Warnung vor Verbrennungsgefahr im Motorraum darf man ignorieren. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unter der Motorhaube befindet sich kein versteckter Verbrennungsmotor. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Umfeld von Elektroladestationen ist oft nicht besonders einladend. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Ladestation befindet sich am Frankfurter Flughafen in der Thea-Rasche-Straße. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Die Warnung vor Verbrennungsgefahr im Motorraum darf man ignorieren. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Allerdings hat es auch Mercedes nicht ganz geschafft, aus der Software die Verbrennerrelikte zu tilgen. Kurioserweise befindet sich ausgerechnet im Menüpunkt EQ eine Warnung vor "Brand- und Explosionsgefahr durch Kraftstoff" beim Tanken. Beim Auffüllen der Scheibenwaschanlage droht demnach ebenfalls Verbrennungsgefahr.

Elektromobilität: Theorie und Praxis zur Ladeinfrastruktur (de-Fachwissen)

Eco-Bonus wenig hilfreich

Wenig hilfreich ist zudem die Eco-Anzeige für sparsames Fahren."Unter Bonus ab Start wird die zusätzliche Reichweite angezeigt, die Sie durch Ihren Fahrstil gegenüber einem Fahrer mit sehr sportlichem Fahrstil erzielt haben. Diese Reichweite entspricht keiner festen Verbrauchseinsparung", erläutert Mercedes.

  • Der Mercedes-Benz EQV ist ein gut ausgestatteter Elektro-Kleinbus mit großem Akku. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der EQV basiert auf der V-Klasse und unterscheidet sich optisch nur in einigen Details. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der EQV ist nur in der langen und extralangen Variante erhältlich. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Serienmäßig ist er mit dem Entertainment-System MBUX ausgestattet. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Für die Instrumententafel ist anders als beim EQC und EQA kein großes Display erhältlich. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Entertainment-System lässt sich über ein Bedienfeld am Lenkrad einstellen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Bedienfeld auf der rechten Seite steuert die Anzeige in der Instrumententafel. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Über ein Touchpad in der Mittelkonsole lässt sich ebenfalls das MBUX steuern. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Gegen Aufpreis sind elektrisch verstellbare Sitze erhältlich. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das System Electric Intelligence berechnet die Route mit allen Ladestationen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Es gibt wenige Einstellmöglichkeiten, darunter die Restkapazität bei der Ankunft. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Strombedarf lässt sich auf verschiedene Verbrauchertypen aufschlüsseln. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auch  der Verbrauch in den zurückliegenden Stunden lässt sich visualieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Akku kann per Gleichstrom mit rund 100 kW geladen werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Eco-Bonus ist in der Praxis wenig hilfreich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der hohe Durchschnittsverbrauch von 33 kWh/100 km war auch den niedrigen Temperaturen geschuldet. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Warnung vor Verbrennungsgefahr im Motorraum darf man ignorieren. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unter der Motorhaube befindet sich kein versteckter Verbrennungsmotor. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Umfeld von Elektroladestationen ist oft nicht besonders einladend. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Ladestation befindet sich am Frankfurter Flughafen in der Thea-Rasche-Straße. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Der Eco-Bonus ist in der Praxis wenig hilfreich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

So wurde uns nach der 740 km langen Strecke ein "Bonus" von 180 km angezeigt. Dabei haben wir auf der Autobahn nach Möglichkeit versucht, mindestens 120 km/h zu fahren und nicht bei der Heizung zu sparen.

Insgesamt ist der EQV daher für Langstreckenfahrten deutlich besser ausgerüstet als der Zafira-e.

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 Aus 6,5 Stunden werden fast 10 StundenKein Lenkassisten und keine Anhängerkupplung beim EQV 
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amagol 05. Mai 2021

Nicht nur Deutschland - hier in den USA bezahle ich am Supercharger mit dem Model 3...

amagol 04. Mai 2021

Solche Angaben sind doch einfach nur laecherlich, vor allem wenn auf dem Display dann...

fritze_007 30. Apr 2021

Wenn man sieht, wie im Video von von hinten in den Wagen gefilmt wird, fühlt man sich an...

0IO1 27. Apr 2021

Genau richtig. Wir müssen nicht jedes einzelne Auto morgen auf Batterien umstellen. Die...

wurstdings 27. Apr 2021

Nein, eigentlich macht man das, weil die Lebensdauer des Akkus darunter leidet.



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