Auch schnellere Autobahnfahrten mit wenig Verbrauch

Bei einer Maximalgeschwindigkeit von 130 km/h auf der Autobahn und einem Durchschnitt von 101 km/h lag der Verbrauch bei 18,6 kWh pro 100 km. Dazu haben auch die sommerlichen Temperaturen von 25 bis 30 Grad Celsius beigetragen. Doch für eine knapp fünf Meter lange Limousine mit einem Leergewicht von 2.355 kg ist das ein guter Wert. Der niedrige Verbrauch ist vor allem im niedrigen cw-Wert von 0,22 und der bei einer Fahrzeughöhe von 1,51 m recht geringen Stirnfläche begründet.

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Schnellere Autobahnfahrten lassen den Verbrauch ebenfalls nicht exorbitant steigen. Auf einer weiteren Testfahrt konnten wir auf einem 150 km langen Streckenabschnitt fast konstant mit 140 km/h (laut Tachoanzeige) fahren, was eine reale Durchschnittsgeschwindigkeit von 132 km/h ergab. Dabei verbrauchte der EQE nur 23,2 kWh. Selbst bei einer solchen Geschwindigkeit würde der EQE damit fast 400 km weit kommen.

Neben der erwarteten Reichweite zeigt der EQE auch eine maximal verfügbare an. Diese lässt sich erzielen, wenn die Eco-Fahrfunktionen aktiviert werden. Diese bestehen aus dem sogenannten Eco-Assistenten in Verbindung mit der intelligenten Rekuperation. Dadurch reduziert der EQE schon vorausschauend vor Kurven oder Ortschaften die Geschwindigkeit, um Energie zu sparen.

Ladeleistung bei maximal 170 kW

Nicht ganz auf Topniveau ist Mercedes-Benz bei der Ladeleistung. Die Konkurrenz von Porsche, Audi, Hyundai und Kia ermöglicht mit ihren 800-Volt-Systemen bereits Ladeleistungen von mehr als 200 kW. Allerdings können viele Schnelllader bislang ohnehin nur bis zu 150 oder 175 kW liefern. Die versprochene Ladeleistung von maximal 170 kW hat der EQE bei allen Schnellladevorgängen erreicht. Vorausgesetzt, der Akkustand war niedrig genug. Im speziellen EQ-Menü des Infotainments zeigt das Fahrzeug an, welche maximale Ladeleistung beim aktuellen Ladestand erzielt werden kann.

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Der EQE bietet die Option, den Akku vor Erreichen der Ladestation schon vorzutemperieren. Das dürfte vor allem bei kühleren Temperaturen eine Rolle spielen. Auf der Testfahrt dauerte es unabhängig von der Vortemperierung etwa 45 bis 60 Sekunden, bis die maximale Ladeleistung erreicht wurde. Während des Ladens zeigt der EQE im Display an, wie lange noch geladen werden muss, um das nächste Routenziel zu erreichen. Das wird auch in der App angezeigt.

Die Ladeleistung wird recht lange auf hohem Niveau gehalten und kann bei einem Ladezustand von 73 Prozent noch bei 100 Kilowatt liegen. In 15 Minuten lassen sich somit fast 40 Kilowattstunden nachladen, was einer Reichweite von 200 Kilometern entspricht. Laut Mercedes braucht der EQE 32 Minuten, um von 10 auf 80 Prozent des Ladezustands zu kommen. Dieser Wert von etwas mehr als 60 kWh ist durchaus zu schaffen.

  • Der Mercedes-Benz EQE ist eine vollelektrische Businesslimousine auf der Basis der EVA2-Plattform. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Bei einer Länge von knapp 5 Metern ist der EQE sehr aerodynamisch gestaltet, um eine hohe Reichweite zu ermöglichen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Ebenso wie die Luxuslimousine EQS verfügt der EQE über eine verbesserte Routenplanung mit Ladestopps, Electric Intelligence genannt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Entlang der Route oder in der Umgebung lassen sich Ladestationen anzeigen und nach Ladeleistung oder Anbieter filtern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das System gibt in Echtzeit an, wie viele der Ladepunkte verfügbar sind. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Hilfreich sind auch Hinweise auf Raststätten und Verkehrswarnungen entlang der Strecke. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Bei Abbiegen erscheinen im Head-up-Display und in der Navigation entsprechende Richtungspfeile. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Ist die Karte nicht zentriert, verschwinden jedoch die Navigationshinweise teilweise komplett. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auf Wunsch lassen sich an Kreuzungen die Ampeln im Navi einblenden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das sogenannte Zero-Layer-Konzept soll Anwendungen situativ und kontextbezogen auf der obersten Ebene anzeigen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das ist allerdings auch der Fall, wenn die Anwendung nicht genutzt werden kann. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der EQE kann im Stau selbstständig eine Rettungsgasse bilden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Bremsen und anfahren im Stau erfolgen ebenfalls automatisch.(Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der EQE hält sich vorbildlich an das Rechtsüberholverbot auf Autobahnen bei höheren Geschwindigkeiten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Verkehrszeichenerkennung funktioniert in der Regel gut, doch in manchen Fällen stimmen die hinterlegten Daten nicht mir der Realität überein.  (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Reichweite beträgt je nach Fahrweise mehr als 600 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auf unseren Testfahrten lag der Durchschnittsverbrauch meist unter 20 kWh pro 100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das lag sicherlich auch an den sommerlichen Temperaturen und der Maximalgeschwindigkeit von 130 km/h. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Selbst bei höheren Durchschnittsgeschwindigkeiten von mehr als 130 km/h stieg der Verbrauch nicht exorbitant an. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Verbrauch lässt sich im System visualisieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Per Gleichstrom lädt der EQE mit bis zu 170 kW, bei Wechselstrom sind 11 kW möglich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die maximale Ladeleistung wurde bei entsprechend niedrigem Ladezustand nach gut einer Minute meist erreicht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Auch bei vollerem Akku lag die Leistung noch bei 100 kW. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Das System gibt jeweils an, mit welchem Akkustand das nächste Ziel erreicht werden kann. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die verbleibende Ladezeit wird während des Ladens im Kombiinstrument angezeigt. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Fahrer erhält einen Hinweis zum Erreichen des Ladeziels. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • In 15 Minuten lassen sich fast 40 kWh an Energie nachladen, was für rund 200 km reicht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Ladestationen sind in der Ferienzeit inzwischen stark frequentiert. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Fällt ein "Ladegerät" aus, kann das zu Wartezeiten an der Station führen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Etwas fummelig fanden wir die Bedienelemente für den Tempomat und das Kombiinstrument. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Gegen Aufpreis gibt es den EQE mit Sitzbelüftung, was im Sommer ganz angenehm sein kann. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Der Parkassistent kann selbstständig einparken, sofern er eine Parklücke erkennt. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die gewünschte Lücke lässt sich vom Fahrer auswählen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der EQE lenkt, bremst und beschleunigt dabei selbstständig. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die optionale Rundumkamera ist wichtig, sieht aber gelegentlich etwas kurios aus. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Eigentlich kein Auto zum Davonlaufen, der EQE. (Foto:Werner Pluta/Golem.de)
In 15 Minuten lassen sich fast 40 kWh an Energie nachladen, was für rund 200 km reicht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)

An zwei von drei genutzten Ionity-Stationen funktionierte das sogenannte Plug & Charge. Dabei kommuniziert die Säule mit dem Auto und startet automatisch den Ladevorgang. Auf der Fahrt hat sich jedoch gezeigt, dass die Infrastruktur inzwischen an ihre Grenzen stößt.

In der Sommerzeit laden viele skandinavische Fahrer auf der Fahrt in den Süden ihr Elektroauto an deutschen Autobahnen auf. Da kann es schon mal passieren, dass alle vier oder sechs Ladepunkte an einer Station belegt sind. Zumal an mehreren Stationen einzelne Ladepunkte nicht funktionierten. Eine Mitarbeiterin der Ionity-Hotline, die einen Ladepunkt rebooten musste, meinte genervt: "Eigentlich müssten an der Station alle Ladesäulen ausgetauscht werden."

Doch wie fährt sich der EQE auf der Langstrecke? Kann es da ein Übermaß an Komfort und Funktionen geben?

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 Mercedes-Benz EQE im Praxistest: Im Wendekreis des PoloZuverlässige, aber nicht perfekte Assistenzsysteme 
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sampleman 26. Aug 2022 / Themenstart

Hier ist das Stichwort ja schon gefallen: Car as a service. Schon heute liefern Firmen...

sampleman 26. Aug 2022 / Themenstart

Das könnte man aber relativ einfach durch Sonderregelungen klären, wie es jetzt schon...

sampleman 26. Aug 2022 / Themenstart

Ich weiß, dass es degoutant ist, sich mit politischen Thesen des Ex...

sampleman 26. Aug 2022 / Themenstart

Ich nicht. Tesla konzentriert sich seit 15 Jahren auf nichts anderes als den...

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