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Mercedes-Benz EQC: So soll der Elektro-Daimler crashen

Ein Elektroauto hat einen schweren Akku, der bei Unfällen nicht nur die Insassen und andere Verkehrsteilnehmer, sondern auch die Rettungskräfte bedroht. Daimler hat nun den Mercedes-Benz EQC einem Crashtest unterzogen und die Technik erklärt.
/ Andreas Donath
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Mercedes-Benz EQC im Crashtest (Bild: Daimler)
Mercedes-Benz EQC im Crashtest Bild: Daimler

Das Elektro-SUV EQC soll bei einem Unfall weder die Insassen noch andere Personen gefährden, weshalb Daimler sich Gedanken über die Sicherheit gemacht hat, die nun in einem Crashtest demonstriert wurde. Vor allem dem Akku gilt die Aufmerksamkeit der Fahrzeugbauer, denn von ihm geht erhebliche Gefahr aus – und das nicht nur wegen seines Gewichts.

Der Test fand im Entwicklungszentrum der Daimler-Tochter Accumotive(öffnet im neuen Fenster) statt und zeigt, dass der Akku bei Stoßbelastung und beim Eindringen von Fremdkörpern sicher bleibt.

Ein neuer Hilfsrahmen umschließt die im Vorderwagen untergebrachten Antriebskomponenten und stützt diese Einheit ab. Außerdem wird der Akku von einem stabilen Rahmen mit integrierter Crashstruktur umschlossen. Zwischen dem Rahmen und der Batterie sind Verformungselemente verbaut, die bei einem schweren Seitenaufprall zusätzliche Kräfte aufnehmen können.

Im vorderen Bereich des Akkus wurde ein Schutzschild einbebaut, der das Eindringen von Fremdkörpern verhindern soll. Das Hochvolt-System wird bei einem Crash außerdem je nach Unfallschwere automatisch abgeschaltet. Das funktioniert auch, wenn der Mercedes während des Schnellladens von einem anderen Fahrzeug gerammt wird.

Ein Rettungs-Sticker mit QR-Code erlaubt es den Einsatzkräften, online das Rettungsblatt abzurufen, um Trennstellen zu finden, an denen sie das Hochvolt-System manuell deaktivieren können, damit ihnen beim Bergen der Insassen oder des Fahrzeugs nichts passiert.

Mercedes-Benz EQC – Crashtest
Mercedes-Benz EQC – Crashtest (03:02)

Daimler will den Mercedes EQC ab Mitte 2019 verkaufen. Mit einer Nettokapazität von 80 Kilowattstunden soll das Auto eine Reichweite von etwas mehr als 400 km (WLTP) erzielen. Zwei Asynchronmotoren in Front und Heck erreichen zusammen eine Antriebsleistung von 300 kW (408 PS). Damit beschleunigt der EQC in 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Einen Preis nannte das Unternehmen bisher nicht.


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