Mercedes-Benz: Elektrovan VLE teils zu schwer für den B-Führerschein
Der Autohersteller Mercedes-Benz hat die Bestellbücher für den neuen Elektrovan VLE geöffnet. Die derzeit günstigste Variante des VLE 300 starte bei 82.260 Euro, teilte das Unternehmen am 15. April 2026 mit(öffnet im neuen Fenster). Im Laufe des Jahres sollen weitere Versionen angeboten werden. Geplant sind zudem eine Langversion sowie eine Variante mit LFP-Akku.
Der VLE basiert auf einer eigens entwickelten modularen Van-Architektur (Van.EA). Der Motor des VLE 300 leistet 203 kW und soll laut vorläufigen Herstellerangaben bis zu 713 Kilometer nach WLTP weit kommen. Der nutzbare Energieinhalt der NMC-Batterie beträgt 115 kWh, der Verbrauch liegt zwischen 18,6 und 20,4 kWh pro 100 Kilometer.
Bis zu 3,7 Tonnen Gesamtgewicht
Im Konfigurator(öffnet im neuen Fenster) listet Mercedes derzeit sechs Versionen des VLE 300 auf. Je nach Ausstattung liegt deren zulässige Gesamtmasse bei 3,7 Tonnen. Das bedeutet, dass Inhaber der Führerscheinklasse B diese Variante nicht fahren dürfen, da die Klasse nur bis 3,5 Tonnen gilt. Die Ausnahmeregelung für Elektroautos bis 4,25 Tonnen Gesamtmasse gilt laut Fahrerlaubnis-Verordnung(öffnet im neuen Fenster) nur für den Güterverkehr.
Mercedes schreibt dazu im Konfigurator: "Aufgrund der zulässigen Gesamtmasse des von Ihnen konfigurierten Fahrzeugs von mehr als 3,5 t kann es in vereinzelten Ländern zu Einschränkungen bei der Benutzung des Fahrzeugs kommen."
Im Verlauf des Jahres 2026 soll das VLE-Portfolio schrittweise mit weiteren Modellen, Ausstattungspaketen und Optionen erweitert werden. Dazu gehören ein VLE 400 4Matic-Allradmodell mit einer 115-kWh-Batterie, die AMG Line, AMG Line Plus und zwei zusätzliche Ausstattungspakete (Advanced-Paket und Premium-Paket). Der Fünfsitzer mit Serienausstattung soll dann bei 70.464 Euro starten, der Sechssitzer kostet knapp 500 Euro mehr.
Im Jahr 2027 will Mercedes zudem eine um knapp 18 cm verlängerte Version des 5,3 m langen VLE auf den Markt bringen, was den Komfort im Innenraum erhöhen soll. Dann soll es auch die Einstiegsversion mit einem 80-kWh-Akku auf Basis von Lithium-Eisen-Phosphat-Zellen (LFP) geben. "Der VLE 250 mit Frontantrieb als Fünfsitzer in der Serienausstattung startet dann bei 64.804 Euro und als Sechssitzer bei 65.261 Euro", schreibt Mercedes.
Luftfederung, drei Sitzreihen und ein Superscreen
Serienmäßig verfügt der VLE über eine Airmatic-Luftfederung mit 40 Millimetern Niveauregelung in beide Richtungen. Die Hinterachslenkung arbeitet mit bis zu sieben Grad Einschlagwinkel. Der Wendekreis beträgt laut Hersteller 10,9 Meter von Bordstein zu Bordstein, vergleichbar mit dem CLA.
Drei vollwertige Sitzreihen bieten Platz für bis zu acht Personen. Das Laderaumvolumen beträgt bei voller Bestuhlung bis zu 795 Liter. Ohne Sitze stehen 4.078 Liter zur Verfügung. Die Anhängelast liegt bei 2,5 Tonnen gebremst. Beide Schiebetüren sind elektrisch, die Heckscheibe lässt sich separat öffnen.
Der optionale MBUX-Superscreen vereint drei Displays hinter einer gemeinsamen Glasfläche. Im Fond gibt es einen ausfahrbaren Bildschirm mit 79 Zentimetern Diagonale im Format 32:9 bei 8K-Auflösung und integrierter 8-Megapixel-Kamera. Das optionale Head-up-Display projiziert ein virtuelles Bild, das scheinbar vier Meter vor dem Fahrzeug schwebt. Der cw-Wert liegt bei 0,25.
- Anzeige Hier geht es zu Elektromobilität: Grundlagen und Praxis bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



