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Hört man sich in der Entwicklerszene um, hat Unity bei mobilen Geräten einen leichten Vorsprung. Dennoch sind die Fans im großen Saal begeistert, als die Chefs beider Unternehmen auf der Bühne verkünden, bald könne man mit Unity entwickelte Spiele auch über Fortnite von Epic Games vertreiben .

Da auch ein Auto ein Mobile Device ist, haben sich die Stuttgarter 2022 für Unity entschieden. Zuerst wurde die Software im Testfahrzeug Vision EQXX ausprobiert. Mit dem neuen Betriebssystem MB.OS und der vierten Generation des MBUX-Bildschirms kam die Technik in die Serienversion des CLA.

Hier wirkt sie auf allen drei Bildschirmen. Der Fahrer wischt beispielsweise am Lenkrad auf die Surround-Navigation. Im Kombi-Instrument hinter dem Lenkrad erscheint eine virtuelle Darstellung der Umgebung: Man sieht andere Autos und Radfahrer, Ampeln und Häuser.

"Es ist eine Visualisierung der Sensordaten und zu einem kleinen Teil sind es auch Kartendaten" , erläutert Nico Hempe, 3D Technology Lead MBUX bei Mercedes-Benz, während des Sitztests in Barcelona. Fahrer bekommen durch Pfeile angezeigt, wo sie abbiegen müssen und wo ein Spurwechsel angebracht ist.

Ohne Programmierkenntnisse gestalten

Für die Navigation steht erstmals in einem Mercedes-Benz auch Google Maps zur Verfügung. Allerdings nutzt der Hersteller seine eigenen Ideen zur Visualisierung. Dabei werden für eine Routenberechnung die Echtzeit-Verkehrsdaten von Google verwendet und um Daten aus dem Auto (Ladestand der Batterie, Wetterdaten, Topografie der Strecke) ergänzt.

Egal ob Navigation, Sprachassistent, Spiele oder Videostreaming, alle Inhalte werden mit der Unity-Software dargestellt. "Unser Unity Studio ist eine webbasierte Lösung. Im Editor können auch Designer ohne C#-Kenntnisse ganz einfach animierte Whiteboard-Skizzen erstellen und so den Designprozess beschleunigen" , sagt Sarah Lash, Senior Vice President und General Manager Industry bei Unity über den Vorteil der Software.


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