Eigenes OS lässt sich schneller ändern

"Wir haben eine unglaubliche Vielfalt heute bei Chips im Fahrzeug, bei einzelnen Rechnern, mit unterschiedlichen Software-Applikationen, die alle individuell sind im Fahrzeug", sagte Schäfer. Diese Standardisierung werde in allen vier Domänen von MB.OS stattfinden, womit die Bereiche Antriebsstrang, autonomes Fahren, Infotainment sowie Karosserie und Komfortsysteme gemeint sind.

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Der Vorteil eines eigenen Betriebssystems liegt laut Schäfer darin, die Software entsprechend der geplanten Geschäftsmodelle anpassen und extrem kurzfristig noch ändern zu können. "Wir müssen nicht zu Lieferanten gehen und müssen auch sonst keine anderen Partner einbeziehen", sagte Schäfer. Damit könnten beispielsweise die vier Domain-Rechner verbunden werden, um "Erlebnisse für den Kunden zu gestalten". Dazu zählten Audio, Video oder eine Kombination wie ein 5D-Kino.

Fokussierung auf Elektroantrieb erforderlich

Ebenfalls verteidigte Schäfer die geplante Neuausrichtung von Mercedes-Benz auf den batterieelektrischen Antrieb. "Wir müssen uns industriell und technologisch fokussieren. Das kann nicht ein Sowohl-als-auch sein, wo man verschiedene Dinge gleichzeitig macht." Nach Ansicht Schäfers ist es nicht möglich, die finanziellen Ressourcen über verschiedene Antriebstechniken- und -plattformen zu streuen. "Die Komplexität ist heute schon extrem hoch, die wollen wir reduzieren", sagte Schäfer.

Um führend bei der Elektromobilität zu sein, müsse das Unternehmen die gesamten Investitionen in diese Technologie stecken und aus anderen aussteigen. "Wir werden dort massivst die Investitionen zurückfahren, wir werden das, was regulatorisch notwendig ist, gerade noch bei Verbrennungsmotoren tun. Sonst wird die Investition fast ausschließlich in elektrische Antriebe gehen", sagte Schäfer. Es brauche bei Verbrennern keine Investitionen mehr, "wir sind dort ausinvestiert".

Verbrenner sind "ausinvestiert"

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Mit Blick auf die zuletzt eingeführte MRA2-Plattform sagte der COO: "Es braucht dort keine Investitionen, wir sind dort ausinvestiert. Entwicklungsseitig, industriell ist das Geld ausgegeben."

Im vergangenen Juli hatte Daimler-Chef Ola Källenius eine neue Strategie für den Stuttgarter Autohersteller angekündigt. Das Unternehmen will vom Jahr 2025 an alle neuen Fahrzeugarchitekturen nur noch elektrisch anbieten. "Der Wendepunkt rückt näher, und wir werden bereit sein, wenn die Märkte bis zum Ende des Jahrzehnts vollständig auf Elektroautos umstellen", sagte Källenius.

Statt "Electric first" will der Konzern auf "Electric only" setzen. Allerdings nur dort, "wo es die Marktbedingungen zulassen". Dabei soll China eine Schlüsselrolle spielen. Mercedes will im Jahr 2025 drei vollelektrische Architekturen einführen. Der Autohersteller rechnet mit einem jährlichen Bedarf von 200 GWh an Batteriekapazität. Für die Produktion will Mercedes-Benz "gemeinsam mit Partnern weltweit acht Gigafabriken zur Zellproduktion errichten".

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 Mercedes-Benz-COO Schäfer: "Das Heil liegt nicht in 2- oder 7-nm-Chips"
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Trollversteher 20. Sep 2021 / Themenstart

Vor allem Maschinenbauer wissen, dass man sich permanent anpassen muss - und IT-Leute...

schnedan 18. Sep 2021 / Themenstart

"Noch besser wäre eine ... Plattform " Genau das hat man ja davor gemacht... nennt sich...

pica 18. Sep 2021 / Themenstart

Die adaptive Autosar Stacks von Vector und EB laufen in der Regel unter Linux. Gut EB und...

schnedan 18. Sep 2021 / Themenstart

"Mir wäre es lieber, das würde von Grund auf neu gestrickt. Sich von überall her Teile...

Krulle 18. Sep 2021 / Themenstart

MB.os basiert auf linux und Qt. Was soll daran schlecht sein? Irgendein os wird benötigt...

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