Darüber lassen sich während der Fahrt beispielsweise Webseiten wie Golem aufrufen. Ebenfalls können Videos angeschaut werden. Blickt der Fahrer dann zu lang auf den Beifahrerbildschirm, wird die Anzeige unterbrochen. Auch Computerspiele wie Beach Buggy Racing sind verfügbar. Funktionen wie die Klimatisierung oder die Sitzeinstellungen lassen sich jedoch nicht aufrufen. Beifahrer können ihren Kopfhörer separat über Bluetooth einbinden.
Nicht nur bei der Navigation sollte Mercedes noch seinen KI-basierten Sprachassistenten nachbessern. Es ist uns nicht gelungen, das Menü für die Sitzeinstellungen aufzurufen (siehe Video). Zwar gibt es dafür einen kleinen Button auf dem Zentraldisplay, doch das System sollte nicht daran scheitern.
Kaum vermeiden lässt sich hingegen die Tendenz von großen Sprachmodellen, ihre Antworten zu halluzinieren. Der Assistent antwortete auf die Frage nach dem nächsten Gegner der deutschen Nationalmannschaft bei der aktuellen WM: "Die deutsche Fußballnationalmannschaft tritt bei ihrem nächsten Spiel der Fußballweltmeisterschaft 2026 am Samstag, den 20. Juni, gegen Brasilien an."
Auf die Nachfrage: "Bist Du sicher?" kam die Antwort: "Entschuldige, ich hatte zuvor falsche Informationen gegeben. Laut den aktuellen verfügbaren Daten spielt die deutsche Fußballnationalmannschaft am Samstag, den 20. Juni, bei der Weltmeisterschaft 2026 gegen die Elfenbeinküste."
Für solche Informationen greift der CLA auf ChatGPT von OpenAI und auf Microsoft Bing zurück.
Kleiner Kofferraum
Die Fahreigenschaften des CLA haben uns bereits in Dänemark gut gefallen. Allerdings ist der CLA 250+ mit einem 200-kW-Heckmotor (272 PS) nicht übermotorisiert. Für Beschleunigungsvorgänge auf der Autobahn oder beim Überholen auf Landstraßen ist das ausreichend. Der CLA 250+ braucht 6,7 Sekunden, um sein Leergewicht von 2.055 kg von null auf 100 km/h zu beschleunigen.
Der CLA ist als Urlaubslimousine nur bedingt tauglich. Dafür ist der Stauraum im Heck mit 405 Litern etwas begrenzt, laut ADAC sind es 385 Liter. Sperrige Gegenstände lassen sich im Kofferraum schlecht unterbringen, aber aufgrund der Tiefe passen einige größere Koffer hinein. Unter der Fronthaube ist Platz für ein weiteres Gepäckstück oder das Ladekabel.
Bild 1/42: Der CLA ist eine sparsame und effiziente Elektrolimousine von Mercedes-Benz. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/42: Der CLA ist derzeit das mit Abstand am meisten verkaufte Elektroauto von Mercedes-Benz in Deutschland. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/42: Mit einer Länge von 4,72 Metern und einer Breite ohne Spiegel von 1,86 Metern ist der CLA fast genauso groß wie das Tesla Model 3. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/42: Der CLA ist aerodynamisch optimiert und hat einen cw-Wert von 0,21. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/42: Neben der Limousine gibt es den CLA inzwischen auch als Kombi (Shooting Brake). (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/42: Die Türgriffe fahren automatisch ein und aus. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/42: An den Außenspiegeln befinden sich zwei Kameras. Das reicht aber nicht für Level 2++. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/42: Die Limousine ist in den Versionen CLA 200, CLA 250, CLA 250+ und CLA 350 4Matic bestellbar. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/42: Der Kofferraum ist mit einem Volumen von 405 Litern nicht besonders groß. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/42: Mit umgeklappten Rücksitzen erhöht sich das Volumen auf 760 Liter. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/42: Da der Kofferraum recht tief ist, lassen sich dennoch etliche Gepäckstücke unterbringen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 12/42: Der Stauraum mit unter der Fronthaube reicht sogar für ein weiteres Gepäckstück. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/42: Bei einem Radstand von 2,79 m ist wenig Platz zum Ausstrecken der Beine, für groß gewachsene Person könnte der Abstand zum Panoramadach eng werden. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/42: Bis zu drei individuelle Sitzpositionen lassen sich speichern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 15/42: Die Lordose lässt sich positionieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 16/42: Es gibt nur wenige haptische Bedienelemente in der Mittelkonsole. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/42: Nur für ein einzelnes Handy gibt es eine induktive Lademöglichkeit. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/42: Mercedes ersetzt die kapazitiven Bedienelemente für die Distronic und die Lautstärke wieder durch eine Wippe und einen Drehsteller. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/42: Über den Fahrwahlhebel lässt sich auch die Rekuperation einstellen. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/42: In der Fahrertür gibt es keine separaten Schalter für die hinteren Fensterheber. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/42: Wichtige Fahrzeugfunktionen lassen sich die direkt über ein Schnellmenü einstellen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 22/42: Auf einer ersten Autobahnetappe von 300 km über die A9 und A4 lag der Verbrauch bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 103 km/h bei 16,2 kWh pro 100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 23/42: Auf einer 225 km langen Etappe auf der A4 und A5 - mit Maximaltempo 140 und einem Durchschnitt von 117 km/h - stieg der Verbrauch nur unwesentlich auf 17,1 kWh pro 100 km an. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 24/42: Auch längere Autobahnabschnitte mit noch geringerem Verbrauch sind möglich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 25/42: Insgesamt legten wir in dem Praxistest eine Strecke von 1.553 km zurück. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 26/42: Im Sommer wird nur wenig Energie für die Klimatisierung aufgewendet. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 27/42: Wegen des geringen Verbrauchs sind auf langen Strecken nur kurze Ladestopps erforderlich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 28/42: Um die Details der Route zu sehen, sind mehrere Klicks nötig. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 29/42: Man kann sich mit dem CLA auch mit niedrigen Ladestand auf die Langstrecke trauen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 30/42: Das System gibt die mögliche Ladeleistung mit bis zu 350 kW an. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 31/42: Erreicht wurden in unserem Test 272 kW. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 32/42: Ein Ladevorgang von 14 auf 71 Prozent dauerte dennoch nur 16 Minuten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 33/42: Nicht alle 400-kW-Säulen können die hohe Ladeleistung tatsächlich liefern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 34/42: Das System gab eine realistische Reichweite von 520 bis 530 km bei vollem Akku an. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 35/42: Inzwischen ist beim CLA wieder eine manuelle Vorkonditionierung möglich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 36/42: Für die Auswahl der Ladestationen gibt es nur wenige Filtermöglichkeiten bezüglich der Ladenetzbetreiber. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 37/42: Die Reichweite lässt sich erhöhen, falls nötig. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 38/42: Auf dem Beifahrerbildschirm können Videos verschiedener Anbieter angeschaut werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 39/42: Internetseiten können ebenfalls aufgerufen werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 40/42: Der Beifahrer kann während der Fahrt E-Vignetten kaufen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 41/42: An einem der Testtage gab es offenbar Probleme mit der Internetverbindung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 42/42: Die Route wurde zwar angezeigt, war aber mit kryptischen Hinweisen versehen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Kein Haken fürs Jackett
Was wir vermisst haben: Weder bei den Frontsitzen noch im Fond gibt es Griffe oberhalb der Tür. Daher fehlt dort wohl auch ein Haken, um im Fond ein Jackett oder ein anderes Kleidungsstück aufzuhängen. Der Haken in der B-Säule ist dafür nicht wirklich geeignet, da eine Jacke in der Tür eingeklemmt werden kann. Hat sich die Mercedes-Klientel so gewandelt, dass es keinen Bedarf mehr für einen Kleiderhaken gibt?
Der von uns getestete CLA verfügte über die AMG Line mit Sportsitzpaket zum Aufpreis von 4.670,75 Euro. Die Sitze sind straff, aber auch auf längerer Fahrt komfortabel. Für die Sitze lassen sich drei Positionen abspeichern, die im Menü ausgewählt werden müssen. Entsprechende Tasten in der Tür gibt es nicht.
Unverständlich ist das "digitale Extra" für 60 Euro, um die Massagefunktion zu aktivieren. Wenn die Hardware ohnehin im Sitz integriert ist, sollte der Käufer für deren Nutzung nicht noch zusätzlich zahlen müssen.
Wie sieht es mit dem Aufpreis für andere Extras aus?