Die im Hintergrund laufende Aktualisierung der Daten führt dazu, dass die Anzeige auf dem Zentralbildschirm ständig neu aufgebaut wird. Das sogenannte Zero-Layer-Konzept dient dazu, wichtige Inhalte zu Navigation, Medien und Klima auf kleinen Kacheln präsent zu halten.
Doch die kleinen Navigationsfenster für die Dauer der Ladestopps oder den nächsten Abbiegevorgang sind in ständiger Bewegung. Sie verschwinden kurz, werden wieder neu aufgebaut oder nach oben und unten verschoben. Selbst dann, wenn sich die Inhalte nicht ändern.
Bei Abbiegesituationen tauchen in schneller Abfolge das Bild der Frontkamera und der Navigationshinweis auf. Das menschliche Auge ist jedoch darauf trainiert, solche Änderungen wahrzunehmen. Entsprechend wird man als Fahrer dazu verleitet, häufig auf den Zentralbildschirm zu schauen. Während der Probefahrt in Dänemark war uns diese Unruhe noch nicht aufgefallen.
Heimliche Änderung von Route und Ladestopps
Ein weiterer Effekt der permanenten Aktualisierung, der uns gestört hat: Je nach Verkehrssituation und Verbrauch ändern sich Route und Ladestopps, ohne dass dies vom Fahrer bemerkt wird. Bei Google ist es üblich, eine schnellere Route zu bestätigen. Doch der CLA wechselte in einer Situation die geplante Route praktisch sekündlich. Am Ende war es nicht mehr möglich, die vorgeschlagene Strecke zu nehmen, weil die Abbiegespur schon von anderen Fahrzeugen blockiert war.
Bild 1/42: Der CLA ist eine sparsame und effiziente Elektrolimousine von Mercedes-Benz. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/42: Der CLA ist derzeit das mit Abstand am meisten verkaufte Elektroauto von Mercedes-Benz in Deutschland. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/42: Mit einer Länge von 4,72 Metern und einer Breite ohne Spiegel von 1,86 Metern ist der CLA fast genauso groß wie das Tesla Model 3. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/42: Der CLA ist aerodynamisch optimiert und hat einen cw-Wert von 0,21. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/42: Neben der Limousine gibt es den CLA inzwischen auch als Kombi (Shooting Brake). (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/42: Die Türgriffe fahren automatisch ein und aus. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/42: An den Außenspiegeln befinden sich zwei Kameras. Das reicht aber nicht für Level 2++. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/42: Die Limousine ist in den Versionen CLA 200, CLA 250, CLA 250+ und CLA 350 4Matic bestellbar. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/42: Der Kofferraum ist mit einem Volumen von 405 Litern nicht besonders groß. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/42: Mit umgeklappten Rücksitzen erhöht sich das Volumen auf 760 Liter. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/42: Da der Kofferraum recht tief ist, lassen sich dennoch etliche Gepäckstücke unterbringen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 12/42: Der Stauraum mit unter der Fronthaube reicht sogar für ein weiteres Gepäckstück. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 13/42: Bei einem Radstand von 2,79 m ist wenig Platz zum Ausstrecken der Beine, für groß gewachsene Person könnte der Abstand zum Panoramadach eng werden. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 14/42: Bis zu drei individuelle Sitzpositionen lassen sich speichern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 15/42: Die Lordose lässt sich positionieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 16/42: Es gibt nur wenige haptische Bedienelemente in der Mittelkonsole. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 17/42: Nur für ein einzelnes Handy gibt es eine induktive Lademöglichkeit. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 18/42: Mercedes ersetzt die kapazitiven Bedienelemente für die Distronic und die Lautstärke wieder durch eine Wippe und einen Drehsteller. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 19/42: Über den Fahrwahlhebel lässt sich auch die Rekuperation einstellen. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 20/42: In der Fahrertür gibt es keine separaten Schalter für die hinteren Fensterheber. (Foto: Martin Wolf/Golem)
Bild 21/42: Wichtige Fahrzeugfunktionen lassen sich die direkt über ein Schnellmenü einstellen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 22/42: Auf einer ersten Autobahnetappe von 300 km über die A9 und A4 lag der Verbrauch bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 103 km/h bei 16,2 kWh pro 100 km. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 23/42: Auf einer 225 km langen Etappe auf der A4 und A5 - mit Maximaltempo 140 und einem Durchschnitt von 117 km/h - stieg der Verbrauch nur unwesentlich auf 17,1 kWh pro 100 km an. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 24/42: Auch längere Autobahnabschnitte mit noch geringerem Verbrauch sind möglich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 25/42: Insgesamt legten wir in dem Praxistest eine Strecke von 1.553 km zurück. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 26/42: Im Sommer wird nur wenig Energie für die Klimatisierung aufgewendet. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 27/42: Wegen des geringen Verbrauchs sind auf langen Strecken nur kurze Ladestopps erforderlich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 28/42: Um die Details der Route zu sehen, sind mehrere Klicks nötig. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 29/42: Man kann sich mit dem CLA auch mit niedrigen Ladestand auf die Langstrecke trauen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 30/42: Das System gibt die mögliche Ladeleistung mit bis zu 350 kW an. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 31/42: Erreicht wurden in unserem Test 272 kW. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 32/42: Ein Ladevorgang von 14 auf 71 Prozent dauerte dennoch nur 16 Minuten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 33/42: Nicht alle 400-kW-Säulen können die hohe Ladeleistung tatsächlich liefern. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 34/42: Das System gab eine realistische Reichweite von 520 bis 530 km bei vollem Akku an. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 35/42: Inzwischen ist beim CLA wieder eine manuelle Vorkonditionierung möglich. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 36/42: Für die Auswahl der Ladestationen gibt es nur wenige Filtermöglichkeiten bezüglich der Ladenetzbetreiber. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 37/42: Die Reichweite lässt sich erhöhen, falls nötig. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 38/42: Auf dem Beifahrerbildschirm können Videos verschiedener Anbieter angeschaut werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 39/42: Internetseiten können ebenfalls aufgerufen werden. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 40/42: Der Beifahrer kann während der Fahrt E-Vignetten kaufen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 41/42: An einem der Testtage gab es offenbar Probleme mit der Internetverbindung. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Bild 42/42: Die Route wurde zwar angezeigt, war aber mit kryptischen Hinweisen versehen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem)
Möglicherweise ist diese unruhige Routenplanung dem erfolgreichen Hochlauf der E-Mobilität geschuldet. Wenn es künftig an fast jedem Autohof, an jeder Autobahnraststätte oder sogar an vielen unbewirtschafteten Rastplätzen einen Schnelllader gibt, kann das System während der Fahrt permanent den Ladestopp optimieren, um die Ladedauer möglichst kurz zu halten.
Für den Fahrer oder die Passagiere spielen bei Pausen aber meist andere Faktoren eine Rolle. Daher dürfte die manuelle Auswahl der Ladestopps künftig wichtiger werden. Selbst bei einer Kaffeepause von 15 Minuten lassen sich mit dem CLA schon mehr als 300 km Reichweite nachladen. Da spielt es keine Rolle, ob durch einen späteren Stopp vielleicht ein, zwei Minuten Fahrzeit hätten eingespart werden können.
Wünschenswert wäre deshalb, dass der eingebaute Chatbot in der Lage wäre, auf diesen verbalen Prompt eine passende Antwort zu finden: "Suche mir auf der Route nach XY nach ungefähr drei Stunden Fahrtzeit eine Ladestation mit sicheren 400 kW, bei der es einen guten Kaffee und eine Toilette gibt." Wenn eine KI dazu nicht in der Lage ist, kann man darauf verzichten.
Bei Fragen rund um die Navigationsziele kommt Google Gemini zum Einsatz. "Der Automotive AI Agent von Google Cloud wurde mit Gemini über Vertex AI entwickelt und ist speziell auf die Automobilindustrie abgestimmt", teilte Mercedes zum Marktstart mit. Da gibt es durchaus noch Verbesserungsbedarf.
Die Kombination von niedrigem Verbrauch und hoher Ladeleistung hat noch einen wichtigen Effekt.