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Unruhige Aktualisierung des Bildschirms

Die im Hintergrund laufende Aktualisierung der Daten führt dazu, dass die Anzeige auf dem Zentralbildschirm ständig neu aufgebaut wird. Das sogenannte Zero-Layer-Konzept dient dazu, wichtige Inhalte zu Navigation, Medien und Klima auf kleinen Kacheln präsent zu halten.

Doch die kleinen Navigationsfenster für die Dauer der Ladestopps oder den nächsten Abbiegevorgang sind in ständiger Bewegung. Sie verschwinden kurz, werden wieder neu aufgebaut oder nach oben und unten verschoben. Selbst dann, wenn sich die Inhalte nicht ändern.

Bei Abbiegesituationen tauchen in schneller Abfolge das Bild der Frontkamera und der Navigationshinweis auf. Das menschliche Auge ist jedoch darauf trainiert, solche Änderungen wahrzunehmen. Entsprechend wird man als Fahrer dazu verleitet, häufig auf den Zentralbildschirm zu schauen. Während der Probefahrt in Dänemark war uns diese Unruhe noch nicht aufgefallen.

Heimliche Änderung von Route und Ladestopps

Ein weiterer Effekt der permanenten Aktualisierung, der uns gestört hat: Je nach Verkehrssituation und Verbrauch ändern sich Route und Ladestopps, ohne dass dies vom Fahrer bemerkt wird. Bei Google ist es üblich, eine schnellere Route zu bestätigen. Doch der CLA wechselte in einer Situation die geplante Route praktisch sekündlich. Am Ende war es nicht mehr möglich, die vorgeschlagene Strecke zu nehmen, weil die Abbiegespur schon von anderen Fahrzeugen blockiert war.

Möglicherweise ist diese unruhige Routenplanung dem erfolgreichen Hochlauf der E-Mobilität geschuldet. Wenn es künftig an fast jedem Autohof, an jeder Autobahnraststätte oder sogar an vielen unbewirtschafteten Rastplätzen einen Schnelllader gibt, kann das System während der Fahrt permanent den Ladestopp optimieren, um die Ladedauer möglichst kurz zu halten.

Für den Fahrer oder die Passagiere spielen bei Pausen aber meist andere Faktoren eine Rolle. Daher dürfte die manuelle Auswahl der Ladestopps künftig wichtiger werden. Selbst bei einer Kaffeepause von 15 Minuten lassen sich mit dem CLA schon mehr als 300 km Reichweite nachladen. Da spielt es keine Rolle, ob durch einen späteren Stopp vielleicht ein, zwei Minuten Fahrzeit hätten eingespart werden können.

Wünschenswert wäre deshalb, dass der eingebaute Chatbot in der Lage wäre, auf diesen verbalen Prompt eine passende Antwort zu finden: "Suche mir auf der Route nach XY nach ungefähr drei Stunden Fahrtzeit eine Ladestation mit sicheren 400 kW, bei der es einen guten Kaffee und eine Toilette gibt." Wenn eine KI dazu nicht in der Lage ist, kann man darauf verzichten.

Bei Fragen rund um die Navigationsziele kommt Google Gemini zum Einsatz. "Der Automotive AI Agent von Google Cloud wurde mit Gemini über Vertex AI entwickelt und ist speziell auf die Automobilindustrie abgestimmt", teilte Mercedes zum Marktstart mit. Da gibt es durchaus noch Verbesserungsbedarf.

Die Kombination von niedrigem Verbrauch und hoher Ladeleistung hat noch einen wichtigen Effekt.


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