Mercedes-Benz: Business-Limousine EQE soll 660 Kilometer weit kommen

Nach dem EQS präsentiert Mercedes-Benz mit dem EQE einen weiteren Pkw auf Basis der Elektroauto-Plattform. Bei der Ausstattung gibt es kaum Unterschiede.

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Daimler-Chef Ola Kalläenius präsentiert den EQE auf der IAA 2021.
Daimler-Chef Ola Kalläenius präsentiert den EQE auf der IAA 2021. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Der Autokonzern Mercedes-Benz hat auf der IAA Mobility in München seine neue Elektro-Limousine EQE präsentiert. Bei einer nutzbaren Akkugröße von rund 90 Kilowattstunden (kWh) verfüge die Business-Limousine EQE 350 über eine Reichweite von bis zu 660 Kilometern nach WLTP, teilte das Stuttgarter Unternehmen mit. Die gestaffelte globale Markteinführung erfolge Mitte kommenden Jahres. Der EQE werde in Bremen für den Weltmarkt und in Peking für den chinesischen Markt produziert.

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Die E-Klasse ist für Mercedes-Benz ein wichtiger Umsatzbringer, von der alleine in Deutschland zum Jahresbeginn rund 665.000 Fahrzeuge zugelassen waren. Die vollelektrische Variante dürfte für das Unternehmen daher ebenfalls eine große Rolle spielen. Das Auto ist in vieler Hinsicht nur eine leicht abgespeckte Variante der Luxuslimousine EQS, die im April dieses Jahres vorgestellt wurde.

Radstand kaum kürzer als beim EQS

"Das Innenraumdesign und die Ausstattung lehnen sich deutlich an den EQS an, so sind beispielsweise MBUX Hyperscreen, automatische Komforttüren (vorn) und Hinterachslenkung als Sonderausstattung verfügbar", heißt es in der Mitteilung. Einzig der hochautomatisierte Staupilot nach Stufe 3 ist offenbar dem EQS und der S-Klasse vorbehalten.

Mit 3,12 m ist der Radstand des EQE nur 9 cm kürzer als beim EQS, wobei das Fahrzeug mit einer Länge von 4,95 m etwa 27 cm kürzer als das Topmodell ist. "In den äußeren Dimensionen ist er vergleichbar mit dem CLS", schreibt Mercedes-Benz. Wie dieser besitze der EQE keine Heckwandtür/Heckklappe, sondern eine feststehende Heckscheibe und einen Kofferraumdeckel.

Maximale Ladeleistung von 170 kW

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Ebenso wie der EQS wird der EQE durch Permanenterregte Synchronmaschinen (PSM) angetrieben, die eine Leistung von 215 kW (288 PS) liefern. Vorerst sollen nur das Modell EQE 350 mit Hinterradantrieb sowie ein weiteres Modell auf den Markt kommen, zu dem das Unternehmen noch keine Details genannt hat. Spätere Modelle mit Allradantrieb (4Matic) erhalten noch einen zusätzlichen Motor für die Vorderachse. Angaben zu Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung und Gewicht des EQE macht Mercedes-Benz noch nicht.

Der Akku ist mit rund 90 kWh Kapazität etwa 18 kWh kleiner als beim EQS. Entsprechend verringert sich die maximale Ladeleistung von 200 kW auf 170 kW. Damit lädt der EQE von 10 auf 80 Prozent des Ladestandes innerhalb von 32 Minuten. Standardmäßig verfügt das Elektroauto über einen Drehstromlader mit 11 kW, optional sind 22 kW möglich.

  • Der EQE ist der zweite Pkw von Mercedes-Benz auf Basis der Elektroautoplattform EVA. (Foto: Daimler)
  • Von Ausstattung und Design her ähnelt der EQE sehr stark dem großen Bruder EQS. (Foto: Daimler)
  • Der 90-kWh-Akku lässt sich mit maximal 170 kW laden. (Foto: Daimler)
  • Der EQE 350 hat einen Hinterradantrieb mit 215 kW Leistung. Weitere Antriebe, auch mit Allrad, sollen folgen. (Foto: Daimler)
  • Ebenso wie der EQS ist beim EQE der sogenannte Hyperscreen erhältllich. (Foto: Daimler)
  • Der EQE hat nur einen um neun Zentimeter kürzeren Radstand als der EQS. (Foto: Daimler)
  • Der EQE ermöglicht auch Software-Updates aus der Ferne. (Foto: Daimler)
Der EQE ist der zweite Pkw von Mercedes-Benz auf Basis der Elektroautoplattform EVA. (Foto: Daimler)

Hyperscreen lieferbar

Ebenso wie der EQS lässt sich auch der EQE mit einem sogenannten Hyperscreen bestellen, der drei Bildschirme unter einem 141 cm breiten Deckglas vereinigt. Die Software des Fahrzeugs lässt sich inzwischen aus der Ferne updaten. Ebenso können Over-the-Air neue Funktionen nachgerüstet werden.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Noch keine konkreten Angaben macht Mercedes-Benz zum Luftwiderstand des EQE. "Mit seinem One-Bow-Design und umfangreichen aerodynamischen Maßnahmen erreicht er einen sehr guten cw-Wert", heißt es lediglich. Damit ist gemeint, dass die Fronthaube nahezu nahtlos wie in einem einzigen Bogen in die Windschutzscheibe und Fahrgastzelle übergeht.

Preisangaben fehlen noch

Entscheidend für den Verkaufserfolg des EQE dürfte allerdings der Preis sein, zu dem Mercedes-Benz bislang ebenfalls noch keine Angaben gemacht hat. Derzeit liegen die Einstiegspreise bei der E-Klasse laut Preisliste (PDF) bei rund 60.000 Euro. Für diesen Preis dürfte der EQE mit einem 90-kWh-Akku vermutlich nicht erhältlich sein.

Teure Extras wie der Hyperscreen, der beim EQS mit 8.568 Euro zu Buche schlägt, fallen beim EQE stärker ins Gewicht. Sollte die Business-Limousine ebenso wie der aerodynamisch optimierte EQS nur einen Durchschnittsverbrauch von 16 kWh pro 100 km aufweisen, wäre eine realistische Reichweite von rund 550 km im Sommer durchaus machbar. Dann wäre der EQE auch eine gute Alternative zum geplanten EQS mit dem kleineren 90-kWh-Akku. Diese Version ist zwar angekündigt worden, jedoch noch nicht bestell- und lieferbar.

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