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Mercedes-Benz: Assistenzsystem soll vor Geisterfahrten warnen

Vor unabsichtlichen Geisterfahrten soll ein neues System schützen, das in neue Mercedes-Fahrzeuge eingebaut werden soll. Es warnt den Fahrer lautstark und blinkend vor Falschfahrten und basiert auf einer Verkehrszeichenerkennung.
/ Andreas Donath
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Vor Geisterfahrten soll automatisch gewarnt werden. (Bild: Daimler)
Vor Geisterfahrten soll automatisch gewarnt werden. Bild: Daimler

Mit Hilfe eines sogenannten Verkehrszeichen-Assistenten sollen Fahrer der neuen Mercedes-Benz-S-Klasse(öffnet im neuen Fenster) und der neuen Mercedes-Benz-E-Klasse(öffnet im neuen Fenster) gewarnt werden, wenn sie verkehrt auf die Autobahn auffahren.

Die Frontkamera der Pkws erkennt das rote Schild 267(öffnet im neuen Fenster) "Verbot der Einfahrt" mit weißem Querstrich und gleicht die Position des Autos mit dem Navigationssystem ab, damit der Autobahnzubringer identifiziert wird. Droht der Lenker des Fahrzeugs verkehrt aufzufahren, machen drei laute Warntöne und ein auf dem Display aufleuchtendes rotes Einfahrtverbotszeichen auf die Gefahr aufmerksam, so Daimler.

Fahrer behält Entscheidungsgewalt über Regelüberschreitungen

Der Verkehrszeichen-Assistent kann auch Schilder für Tempolimits und Überholverbote sowie ihre jeweiligen Aufhebungsschilder erkennen und warnt vor Regelüberschreitungen. Der Fahrer behält jedoch die Kontrolle über sein Auto – ausgebremst wird er nicht. Wenn bei Schneefall oder starkem Nebel die Kamera, die hinter der Frontscheibe eingebaut ist, keine Sicht hat, meldet das System dem Fahrer das Problem.

Erst einmal soll dieser Verkehrszeichen-Assistent nur ab dem Modelljahrgang 2013 für die S- und E-Klasse angeboten werden. Derzeit funktioniert das System nur in Deutschland. Daimler will es aber auch für andere Länder weiterentwickeln.

Laut Bundesverkehrsministerium gibt es jedes Jahr etwa 1.700 Verkehrsfunkwarnungen vor Geisterfahrern auf deutschen Straßen. Der ADAC spricht sogar von bis zu 2.800 Falschfahrern jährlich – mehr als sieben pro Tag.


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