Mentor: Amazon überwacht Fahrer mit App
Amazon hat bestätigt, dass einige Lieferfahrzeuge mit Kameras und AI-basierter Software ausgestattet wurden, um die Fahrer zu überwachen. Das berichtet der US-Fernsehsender CNBC(öffnet im neuen Fenster). Amazon verlangt zudem von seinen Vertragszustellern, die Smartphone-App Mentor herunterzuladen und kontinuierlich auszuführen. Die App überwacht während des Fahrens die Beschäftigten. Wie Golem.de aus informierten Kreisen erfahren hat, wird Mentor auch in Deutschland eingesetzt.
Im Google Play Store ist die Mentor-App verfügbar. Sie kommt von Edriving, einem Technologieunternehmen mit Sitz in New Jersey, das Verkehrssicherheitstools für die Auto- und Logistikbranche entwickelt.
Die App generiert jeden Tag eine Punktzahl, die die Fahrleistung misst. Mehrere Zustellfahrer, die mit CNBC gesprochen haben, bezeichneten sie als invasiv und beklagten, dass Fehler in der App manchmal zu unfairen Disziplinarmaßnahmen ihres Managers führen können.
Amazon: Mentor-App überwacht die Fahrweise
Eine Sprecherin von Amazon, Deborah Bass, sagte CNBC in einer Erklärung, es gehe Amazon um Sicherheit. Dafür habe der Konzern in Telemetrie und fortschrittliche Sicherheitstechnologie in Last-Mile-Transportern, Fahrsicherheitsschulungsprogramme oder kontinuierliche Verbesserungen der Karten- und Routing-Technologie viele Millionen US-Dollar investiert.
Die Mentor-App überwacht die Fahrweise wie plötzliches Bremsen und soll verhindern, dass Paketboten während der Fahrt telefonieren. Bei CNBC beklagten Fahrer, dass sie schlechtere Ratings bekommen hätten, wenn das Smartphone nur geklingelt, sie den Anruf aber nicht angenommen hätten.
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